Wir trafen Raubein Steve und Freundin Meaghan

Pinizzottos Freundin: "Zuhause ist er anders!"

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Zum ersten Mal in Europa: Steve Pinizzotto und seiner Freundin Meaghan gefällt’s.

München - EHC-Star Steve Pinizzotto ist der Mann für die knallharten Situationen während eines Spiels. Abseits des Eises sieht das aber ganz anders aus. Wie der Eishockey-Profi privat ist, verrät seine Freundin Meaghan Pocock.

Er ist der Mann für die knallharten Situationen während eines Spiels. EHC-Red-Bull-Star Steve Pinizzotto scheut sich nicht, auch einmal die Fäuste spielen zu lassen. Abseits des Eises sieht das aber ganz anders aus. Wie der Eishockey-Profi privat ist, verrät seine Freundin Meaghan Pocock. Die tz traf das Paar vor dem Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Straubing.

Steve, Meaghan, Sie sind mittlerweile seit einem halben Jahr in München. Wie gefällt es Ihnen?

Steve Pinizzotto: Ich bin wirklich froh, hier zu sein! Als ich mich dazu entschieden hatte, zu einem europäischen Team zu gehen – speziell nach Deutschland –, war es mein Wunsch, in eine größere Stadt zu ziehen. Mit München habe ich wirklich Glück gehabt. Sowohl, was den Verein angeht, als auch das ganze Drumherum. Es dauert natürlich immer eine Weile, bis man sich einlebt, aber Red Bull und auch die Menschen hier haben es uns leicht gemacht. Ich spreche sogar schon ein paar Worte Deutsch (lacht).

Meaghan Pocock: Wir sollten aber noch mehr lernen. Vielleicht können wir ja mal einen Kurs machen.

Steve Pinizzotto (lacht): Das wird hart! Deutsch scheint ziemlich schwer zu sein.

Meaghan, Sie leben auch zum ersten Mal in Europa. Wie war es für Sie, die USA zu verlassen?

Meaghan Pocock: Am Anfang war es eine große Umstellung. Als Steve mir von seinen Plänen erzählt hat, habe ich mich für ihn gefreut und ihn unterstützt, aber ich war auch unglaublich aufgeregt. Es ist natürlich nicht einfach, die Familie, die Freunde für so eine lange Zeit nicht zu sehen. Aber die anderen Frauen und Freundinnen der Spieler haben es mir sehr leicht gemacht, mich einzufinden. Wir hatten zum Teil sogar schon Kontakt, bevor ich nach München gekommen bin.

Auf dem Eis gilt Steve als harter, sehr physischer Spieler, der – sagen wir mal – keine Angst davor hat, mit einem Gegenspieler aneinanderzugeraten. Wie ist er abseits des Eises?

Meaghan Pocock: Das komplette Gegenteil (lacht)! Ich denke, Steve setzt all seine Kraft und Aggressionen beim Spiel ein. Ich kenne ihn als einen sehr liebenswerten, einfühlsamen Menschen.

Steve Pinizzotto (lacht): Das ist wirklich so. Ich denke, der Sport ist eine Art Ventil für meine Emotionen.

Meaghan, haben Sie manchmal Angst, wenn Sie Ihrem Freund bei einem Spiel zuschauen?

Scheut keine Auseinandersetzung: Steve Pinizzotto in einer Schlägerei mit Mannheims Denis Reul.

Meaghan Pocock: Ganz ehrlich? Mittlerweile nicht mehr! Als ich zum ersten Mal gesehen habe, dass Steve in einen Kampf verwickelt war, habe ich mir natürlich schon kurz Sorgen gemacht. Aber nun muss ich sagen: Er gewinnt ja immer. Eigentlich müsste ich mir um seinen Gegenspieler mehr Sorgen machen (lacht).

Steve, wie würden Sie sich selbst als Spieler beschreiben?

Steve Pinizzotto: Ich denke, dass mein großer Vorteil meine Vielseitigkeit ist. Ich bewege mich schnell auf dem Eis, kann scoren, aber auch defensiv meiner Mannschaft helfen. Hinzu kommt, dass ich mich zu hundert Prozent für mein Team einsetze. Manchmal sollte ich meine Emotionen vielleicht sogar eher bremsen (lacht). Daran arbeite ich.

Am Sonntag gegen Straubing sind Sie gesperrt. 

Steve Pinizzotto: Ja, und das ärgert mich natürlich. Es ist als Profi hart, auf der Bank sitzen und zuschauen zu müssen – der eigenen Mannschaft nicht helfen zu können. Ich werde mein Bestes geben, dass mir so etwas nicht so schnell wieder passiert.

Für Ihre Mannschaft läuft es sportlich derzeit besser als zu Beginn der Saison. Woran müssen Sie trotzdem noch arbeiten?

Steve Pinizzotto: Mittlerweile haben wir einen wirklich guten Teamzusammenhalt und uns gut aufeinander eingestellt. Das braucht seine Zeit. Nun kommt es darauf an, immer wieder aufs Neue Fehler wie Fehlpässe, unglückliche Strafzeiten usw. zu vermeiden. Ich denke, das ist der wichtigste Punkt derzeit.

Hat die Mannschaft das Zeug zum Meisterteam?

Steve Pinizzotto: Ja, absolut. Wir haben bisher eine gute Entwicklung durchgemacht und sind nach wie vor tief besetzt. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist nach wie vor alles drin!

Interview: Lena Meyer

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