Nach Sieg gegen Straubing Tigers

Wolf erklärt Doppelpack zum historischen Halbfinale

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EHC-Kapitän Michi Wolf.

München - Der EHC Red Bull München feiert den historischen Halbfinal-Einzug - vor allem dank Michi Wolf. Der Kapitän erklärt seinen Doppelpack, ohne sich in den Vordergrund stellen zu wollen.

Michael Wolf hatte keine andere Wahl. Die Extra-Runde musste der Kapitän des EHC RB München fahren, sich von den Fans feiern lassen. Mit seinen beiden Treffern hatte der 35-Jährige großen Anteil daran, dass die Red Bulls Spiel fünf der Viertelfinal-Serie gegen die Straubing Tigers drehten und mit dem 2:1-Heimsieg erstmals in der Klubgeschichte ins Playoff-Halbfinale einzogen.

„Michael war der Mann der Partie“, lobte Headcoach Don Jackson. Nur Wolf selbst wollte sich nicht in den Vordergrund stellen. „Natürlich“, sagte er, „willst du als Kapitän vorangehen. Aber das kannst du auch, indem du immer 100 Prozent gibst. Wichtig ist nur, dass irgendeiner das Ding zum Schluss über die Linie drückt.“ Was diesmal eben Wolf war. Zweimal.

Wolf: Nicht nachgedacht

Dabei hätte es beinahe so ausgesehen, als würde das Duell mit den Niederbayern in die nächste Runde gehen. Zwar dominierten die Red Bulls das Geschehen, fanden aber keine Mittel gegen den Straubinger Riegel. Noch schwieriger wurde es, als die Tigers in Überzahl durch Blaine Down (30.) in Führung gegangen waren. „Wenn du mit dem Stand ins letzte Drittel gehst, brauchst du Gelassenheit“, meinte Jackson.

„Den einen oder anderen habe ich in der Serie ja schon versemmelt. Zum Glück habe ich nicht nachgedacht, nur deswegen ist er wahrscheinlich reingegangen“, sagte Wolf. „Es war intuitiv. Wenn man zu viel Zeit hat, geht es meist in die Hose.“ Acht Minuten später war der Kapitän wieder erfolgreich und drehte das Spiel.

Wer Halbfinal-Gegner wird, ist den Münchnern egal. Möglich sind Duelle mit Köln, Nürnberg oder Vorjahres-Schreck Wolfsburg. „Wir wollen Deutscher Meister werden, von daher konzentrieren wir uns auf uns und werden sehen, wer vor uns steht“, beteuerte Florian Kettemer.

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