Wie der Kontakt zu München entstand

Neu-EHC-Stürmer Wolf: "Brauche Eingewöhnungszeit"

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Michael Wolf ist Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

München - Michael Wolf (33) ist Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, zweimaliger DEL-Torschützenkönig (2008, 2011) und spielt zukünftig für den EHC RB München. Das tz-Interview.

Herr Wolf, sind Sie schon in München?

Wolf: Derzeit bin ich mit meiner Frau und unserer Tochter Lara (8 Monate, Anm. d. Red.) in meiner Heimatstadt Füssen. Aber wir planen, in München zu wohnen, die Distanz nach Hause ist ja nicht weit.

Die Großeltern dürften sich freuen, dass sie ihre Enkelin nun öfters sehen.

Wolf: Die ganze Familie und die Verwandtschaft freuen sich, dass wir zurück nach Bayern kommen und greifbarer sind.

Werden auch die Wanderers Germering profitieren? Dort haben Sie im Sommer oft Inlinehockey gespielt.

Wolf: Eher weniger, ich bin nicht mehr der Jüngste und habe gesagt, dass ich etwas kürzertreten will. Wenn Not am Mann ist, können sie anrufen.

Sie wissen, wie das in solchen Fälle ist. Mit dem Anruf können Sie rechnen.

Wolf (lacht): Ja, ja. Die Frage ist nur, ob ich dann spiele. Eigentlich bin ich raus.

Auch in Iserlohn sind Sie nach neun Jahren „raus“.

Wolf: Das Eishockeygeschäft ist sehr kurzlebig, da sind neun Jahre ein lange Zeit. Ich habe 2005 nicht damit gerechnet, aber das hat sich so entwickelt, am Ende war es ein sehr familiäres Verhältnis, es hat mir in Iserlohn viel Spaß gemacht. Und auch sportlich war es meist in Ordnung.

So wie vergangenes Jahr, da haben Sie den EHC in den Pre-Playoffs eliminiert.

Wolf: Tja, so läuft’s manchmal. Und jetzt bin ich hier.

In den neun Jahren gab es sicher mehrmals Anfragen.

Wolf: Ja, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht. Auch mit Christian Winkler habe ich mich hin und wieder unterhalten, meist haben wir mehr geflachst, aber dieses Jahr wurde es konkreter.

Kam Manager Christian Winkler auf Sie zu?

Wolf: Der Kontakt entstand durch die Presse. Es wurde viel geschrieben, da hatte ich noch mit niemandem gesprochen. Daraufhin habe ich bei Christian nachgefragt, wo das Gerücht herkommt.

Nun wechseln Sie vom familiären Iserlohn zu einem Verein, hinter dem ein Großkonzern steht.

Wolf: Ich bin mir bewusst, dass mich was Neues erwartet. Ich werde ein bisschen Eingewöhnungszeit brauchen, aber ich gebe mein Bestes, dass es schnell geht. Außerdem kenne ich sowieso fast den halben Kader. Felix Petermann kommt aus dem Allgäu. Mit Thomas Holzmann, Toni Ritter und Daniel Sparre habe ich zusammengespielt. Uli Maurer, Yannic Seidenberg und Alex Barta kenn ich aus der Nationalmannschaft.

Im Gegensatz zu Germering dürfen sich die Fans hoffentlich noch ein paar Jahre an Ihnen erfreuen?

Wolf: Wenn man meine Vita betrachtet, ist nicht davon auszugehen, dass ich nach einem Jahr weiterziehe. Und ein paar Jahre will ich schon noch spielen.

Interview: Mathias Müller

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