Der neue EHC-Verteidiger über seine Stärken, sein neues Team und München

Neu-Bulle Söderholm: "So kann ich helfen!"

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Von nun an in München: Toni Söderholm

München - Servus, Toni! Der neue Verteidiger des EHC Red Bull zieht derzeit mit seiner Familie von Helsinki nach München. Die tz  traf Söderholm am Marienplatz. 

Aufregung im Hause Söderholm! Der neue Verteidiger des EHC Red Bull München, der mit Vornamen Toni heißt, zieht derzeit gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern (sieben und drei Jahre) von Helsinki an die Isar. Die tz  traf den 37-jährigen Finnen, der übrigens 2007 bei der WM Silber holte, zum ersten Interview in seiner neuen Heimat.

Willkommen in München, Herr Söderholm! Sie sind zum ersten Mal hier, oder?

Söderholm: Genau, und ich bin schon begeistert! Die Stadt, die Menschen und das Wetter haben mich gleich überzeugt. Eben war ich mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern Bianca und Nea im Tierpark Hellabrunn. Einfach schön!

In der kommenden Saison spielen Sie beim EHC Red Bull München. Wie kam es dazu?

Söderholm: Als die erste Anfrage im Februar kam, musste ich nicht lang überlegen. Ich habe mit einigen meiner Teamkollegen gesprochen und ein Telefonat mit Coach Don Jackson geführt. Mehr brauchte es nicht. Ich war überzeugt! Der Verein, die gesamte Organisation sind super und haben mir und meiner Familie bereits sehr geholfen. Wir haben schon eine Schule für Bianca gefunden und auch eine Wohnung.

Sie haben bisher in Finnland und in der Schweizer Liga gespielt. Was wussten Sie vor der Anfrage über die DEL, beziehungsweise den EHC?

Söderholm: Gegen den EHC Red Bull München habe ich mit keinem meiner bisherigen Teams gespielt. Dafür aber in der Champions Hockey League gegen DEL-Teams wie Mannheim und Ingolstadt. Ich denke, die Unterschiede zur finnischen Liga sind nicht so groß. Zwar ist das finnische Eishockey insgesamt etwas schneller und vielleicht auch systematischer. Aber im eins gegen eins würde ich sagen, dass die DEL härter ist. Was meine neuen Teamkollegen angeht: Da kenne ich Yannic Seidenberg und Michael Wolf. Gegen die zwei habe ich mit der finnischen Nationalmannschaft gespielt. Und Jeremy Dehner kenne ich auch von früher. Ich bin gespannt, wie es ist, nun als Mannschaftskollegen auf dem Eis zu stehen!

Der EHC Red Bull München verfehlte in der vergangenen Saison seine Ziele. Das nächste Mal will man erfolgreicher sein. Wie können Sie helfen?

Söderholm: Ich arbeite akribisch in der Defensive und kann mich gut in die unterschiedlichsten Systeme einfügen, würde ich sagen. Meine Stärke ist sicherlich das Passen und auch im Powerplay fühle ich mich gut. Ich werde alles geben, um mein Team zu unterstützen.

Und wie ist der Wechsel für Ihre Familie? Ihre Töchter sind sieben und drei Jahre alt…

Söderholm: Für die beiden ist das ein großes Abenteuer. Bianca, die ältere, lernt schon fleißig Englisch, was mich sehr freut. Sie wird auf eine internationale Schule gehen. Insgesamt ist das alles eine tolle Erfahrung!

Warum sprechen Sie eigentlich so gut Deutsch?

Söderholm: Ich hatte Deutsch in der Schule und habe auch danach immer wieder mit einigen Teamkollegen Deutsch gesprochen. Das ist mir wichtig. Wenn ich in ein neues Land komme, möchte ich auch so sehr wie möglich an der Kultur teilhaben und mich einfügen. Dafür ist die Sprache essenziell!

Interview: Lena Meyer

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