Künftige Heimat von EHC und Basketballern

Neue Arena: FCB-Sponsor soll Namensgeber werden - drei zusätzliche Eisflächen

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2017 feierte das Olympia-Eisstadion 50-jähriges Bestehen - in den kommenden Jahren soll das Profi-Eishockey in die neue Arena umziehen.

Bislang hatte die neue Halle des EHC Red Bull München und des FC Bayern Basketball noch keinen Namen, doch jetzt scheint ein Sponsor der Roten sich die Rechte zu sichern.

Noch in diesem Frühjahr soll der erste Spatenstich für die neue Multifunktionshalle im Olympiapark erfolgen, in der in naher Zukunft der EHC Red Bull München und der FC Bayern Basketball ihre Heimspiele austragen sollen. Während das Eishockey-Team komplett in die neue Arena ziehen wird, werden die Basketballer nur einen Teil ihrer Partien dort absolvieren. Für den Rest bleiben sie im Audi Dome. Unklar war bis dato nicht nur der Zeitpunkt des Baubeginns, sondern auch der Name der neuen Halle. „Ich kann sagen, dass wir kurz vor der Vollendung sind“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter Ende Dezember 2017. „Alle Signale stehen auf Grün und ich hoffe, dass wir im ersten Vierteljahr den endgültigen Entwurf sehen und die entsprechenden Vertragsunterzeichnungen erfolgen werden.“

Nun aber soll ein Namensgeber gefunden sein. FCB-Präsident Uli Hoeneß hatte im Interview mit dem Münchner Merkur Mitte November verraten, dass die Roten die Namensvermarktung der neuen Halle übernommen haben. „Wichtig war, dass die Halle nicht den Namen Red Bull Arena trägt, weil wir auf die Empfindlichkeiten bestimmter Fangruppen unbedingt Rücksicht nehmen wollten“, sagte Hoeneß damals. Des Weiteren verriet er: „Es ist uns auch gelungen, dass ein sehr namhaftes Unternehmen zugesagt hat. Mehr werden vielleicht schon in den nächsten Wochen bekannt geben. Auf jeden Fall ist das ein schöner Weg, einen Teil unserer Miete zu refinanzieren.“ Einige Namen geisterten seither durch die Gerüchteküche, doch jetzt soll der Namensgeber feststehen.

Dieser Bayern-Sponsor soll sich Namensrechte sichern

Wie die AZ berichtet, soll sich SAP, der Software-Gigant aus Baden-Württemberg und seit 2014 Sponsor des FC Bayern, die Namensrechte am neuen Sport-Tempel sichern wollen, die Gespräche sollen schon sehr weit gediehen sein. Damit würde die neue Sportstätte SAP-Arena heißen. SAP wollte den Deal weder dementieren noch bestätigen, Firmen-Mitbegründer Dietmar Hopp weiß laut eigenen Angaben von nichts, und der EHC wollte keinen Kommentar dazu abgeben.

Die 2005 eröffnete Halle in Mannheim heißt ebenfalls SAP-Arena.

Den gleichen Namen trägt bereits die 2005 errichtete Halle in Mannheim, in der die Adler Mannheim im Eishockey und die Rhein-Neckar Löwen im Handball ihre Partien austragen. Erst 2015 verlängerte SAP die Laufzeit des Namensrechtevertrages bis 2025. Es wäre nicht die erste Namensdopplung in der DEL. Die Arenen in Hamburg (2010 bis 2015) und Berlin hießen insgesamt fünf Jahre parallel O2 World (2006 bis 2015). Übrigens: Es gibt weltweit acht (!) Stadien, die nach der Versicherungsgesellschaft Allianz benannt sind.

Neben der Arena sollen drei weitere Eisflächen entstehen

Wann genau der Bau der 10.000 (Eishockey) bis 11.500 Zuschauer (Basketball) fassenden Arena starten soll, ist noch unklar, er soll aber in Kürze beginnen. „Wir sind voll im Zeitplan“, so Olympiapark-Chefin Marion Schöne (55) im Gespräch mit der Bild, die auch verriet: „Neben dieser reinen Sporthalle wird es dort drei überdachte Eisflächen für Training und Breitensport geben.“

Marion Schöne ist seit 2016 Chefin der Olympiapark GmbH.

Und ab wann soll der Puck, bzw. der Ball im neuen Tempel fliegen? „Wenn wir Glück haben, wird die Halle gegen Ende 2020 fertig sein“, meinte Hoeneß, „ansonsten Ende 2021“. Ein sehr ambitionierter Zeitplan, wenn man bedenkt, dass der Neubau bereits seit 2013 thematisiert wird.

fw

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