"Jeden Tag darauf fokussieren"

Neuer EHC-Coach Jackson: Ziel Meisterschaft

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Don Jackson hat große Ziele mit dem EHC.

München - Der Berliner Meistermacher Don Jackson hat am Freitag bei seiner Vorstellung als Trainer des EHC Red Bull München die Meisterschaft als Ziel für die kommende Saison ausgegeben.

Mit einem herzlichen Servus tritt Donald Clinton Jackson, der neue Cheftrainer des EHC RB München, vor die rund 30 Fotografen und Journalisten – und dann begrüßt er jeden per Handschlag, stellt sich lächelnd als Don vor. Von Jetlag keine Spur. Und das, obwohl der US-Amerikaner nach verpasstem Anschlussflug in Chicago erst kurz zuvor mit Ehefrau Nancy in München gelandet ist. Der 57-Jährige spricht ruhig, fokussiert, antwortet größtenteils auf Deutsch – und hat eine klare Ansage. „Erfolg zu haben“, sagt der zweifache Stanley-Cup-Sieger gleich zu Beginn, „bedeutet für mich, jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag, bei jedem Training und in jedem Spiel konzentriert zu sein – um am Ende Meister zu werden!“ Mit den Eisbären Berlin gelang Don Jackson das gleich fünfmal, zuletzt 2013.

Um das Vorhaben auch hier umzusetzen, braucht es in den Augen des EHC-Trainers nicht nur gute Spieler, sondern eine Einheit. Jackson: „Teamwork ist die größte Stärke auf der Welt. Wenn man es schafft, ein Team zu formen, ist man wettbewerbsfähig und erfolgreich.“

Die Devise von Jackson, der seinen Stil selbst als „intensiv, aggressiv und detailverliebt“ bezeichnet, lautet: Von Beginn an Vollgas! „Die ersten zehn Spiele sind die wichtigsten.“ Wie er das schaffen will? Der 1,91-Meter-Mann hat eine klare Spielphilosophie. „Mein System heißt: ‚gewinnen‘“, sagt er lachend. „Manche wollen wissen, ob ich auf die Offensive oder auf die Defensive setze. Ich nenne es einfach ‚aggressives Eishockey‘“. Es geht darum, auszuteilen, ohne selbst etwas einzustecken. Das schnelle Umschaltspiel ist wichtig. Genau wie im Fußball.“

Mit welchem Team Don Jackson die „Mission Meisterschaft“ angehen möchte, ist noch unklar. Aktuell stehen 18 Spieler in Diensten des EHC, wie der Verein am Freitag mitteilte, wird Jacksons Landsmann Andy Wozniewski auch bleiben. Alles andere lässt der Neu-Coach, der das Amt von Pierre Pagé übernimmt, zunächst offen, sagt nur: „Es gibt derzeit einige Gespräche mit Spielern und es wird sicher zwei bis drei neue geben, vielleicht auch vier. Aktuell habe ich da aber noch nicht so ganz den Überblick.“

Denn so ein kleines bisschen hängt das Herz des Amerikaners noch an seinem Ex-Klub Salzburg, mit dem er in der letzten Saison Zweiter wurde. „Bei Abschieden schwingt immer ein bisschen Traurigkeit mit. Das ist mit Salzburg so, und das war auch davor in Berlin schon so“, gesteht Jackson der tz. Doch er verspricht auch: „Ich stecke alle meine Emotionen in die neue Aufgabe.“ Was die Personalplanungen angeht, „werden wir vor dem Saisonstart am 12. September eine Entscheidung getroffen haben…“

Bis dahin hofft Jackson auch, sesshaft in München zu sein. „Meine Frau und ich sind aktuell noch auf der Suche nach einer Wohnung. Aber wir werden schon etwas finden.“

Sina Ojo

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