Pleite gegen Iserlohn

EHC weiter Spitze, aber Ende der Herrlichkeit

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Michael Wolf im Duell mit Iserlohns Brodie Dupont (r.).

München - Ausgebremst! Der EHC München bezieht gegen Kapitän Wolfs Ex-Klub Iserlohn die erste Saisonniederlage. Im Angriff präsentierten sich die Hausherren ohne Durschlagskraft.

Davon, dass sechs Kilometer entfernt das größte Volksfest der Welt stattfand, war am Freitagabend in der Münchner Olympia-Eishalle nicht viel zu merken. Die Spieler des EHC hatten ihre Wiesn-Trikots für heuer schon wieder in den Schrank gepackt, die Zuschauer erschienen auch nicht festlicher gekleidet oder zahlreicher als sonst. Den meisten der 2650 Besucher war auch nach dem Spiel gegen Iserlohn nicht zum Feiern zumute – sie sahen die erste Niederlage des EHC in dieser Saison. Schuld an dem 1:2 nach Verlängerung waren in erster Linie die Sturmreihen, denen an diesem Abend die Durchschlagskraft fehlte.

Die Partie begann recht ausgeglichen. Es ging munter hin und her, mit einem leichten Übergewicht der Münchner. Strafzeiten und Torchancen waren Mangelware, die erste echte Chance hatte Jeremy Dreher nach über 15 Minuten, der Schuss ging über das Iserlohner Tor. Auch die Gäste hatten dann eine gute Möglichkeit, als Brodie Dupont nach einem eingeleiteten Konter allein auf den Kasten von Niklas Treutle zu sprintete. Am Ende verließen ihn jedoch die Kräfte, er wurde langsamer und Daryl Boyle – der sich später am Knöchel verletzte und ausschied – störte entscheidend.

Nach 24 Minuten gab es die erste Strafzeit, Iserlohns Kapitän Alexander Foster musste wegen Beinstellens auf die Strafbank. München nutzte die Überzahl nicht, die Angriffsbemühungen waren zu zaghaft. Doch auch die Iserlohner Angriffe waren zu uneffektiv, dafür nahm die Frequenz nun deutlich zu. EHC-Torhüter Treutle zeichnete sich so manches Mal aus.

Beim Führungstreffer durch die Gäste war er machtlos: Yannic Seidenberg saß auf der Strafbank, und Iserlohn zog sein Überzahlspiel diesmal geschickter auf. Foster schoss scharf aufs Münchner Tor, Treutle wehrte mit dem Schoner nach links ab, wo am Torpfosten Brooks Macek völlig frei stand und einschob.

Wer dachte, die Wiesn-Stimmung sei nun endgültig dahin, sah sich getäuscht: Beide Teams kamen kämpferisch aus der Kabine. Und der Münchner Einsatz wurde belohnt: In der 47. Minute bildete sich in Überzahl vor dem starken Iserlohner Torwart Mathias Lange ein dunkelblaues Spielerknäuel, Felix Schütz fälschte den Puck irgendwie ab und Lange rutschte ebendieser durch den Schoner – Ausgleich. München drängte fortan auf den Sieg und war die bessere Mannschaft. Ein Tor fiel jedoch nicht mehr, die Versuche waren zu inkonsequent.

So musste die Verlängerung entscheiden. Schon in der zweiten Minute machte erneut Macek alles klar und schob den Puck flach ins Eck. Macek war es auch, der den EHC in der vergangenen Saison aus den Pre-Playoffs schoss. Ein vertrautes Schreckgespenst.

von Julia Pawlovsky

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