Souveräner Auftritt des Champions

EHC gewinnt Topspiel gegen Mannheim - "Beste Leistung der bisherigen Saison"

+
Freude pur bei EHC: Das Topspiel gegen die Adler entschied der stark spielende Meister verdient für sich.

Mit einer über weite Strecken bärenstarken Leistung schlägt der EHC Red Bull München im Topspiel die Adler Mannheim und festigt seine Position in der Spitzengruppe der DEL.

Vier Punkte aus zwei Topspielen – so lautet die Wochenendbilanz des EHC Red Bull München. Der knappen 1:2-Niederlage nach Verlängerung am Freitag in Nürnberg ließ der Meister am Sonntag einen 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)-Heimsieg über die Adler Mannheim folgen. „Ich muss sagen, es war definitiv unsere beste Leistung der bisherigen Saison“, resümierte EHC-Trainer Don Jackson, „und das haben wir gebraucht.“

Die Hausherren kamen nicht nur besser in die Partie als die Gäste aus der Quadratestadt, sie bestimmten das Spielgeschehen. Folgerichtig ging der EHC nach sechs Minuten in Führung, Kapitän Michael Wolf verwertete in Überzahl einen schönen Pass von Frank Mauer in den Rückraum zum 1:0 (6.). In der Folge drückten die Münchner die Adler immer mehr in die Defensive, bestachen durch körperliche Präsenz, erzwangen immer wieder Fehler beim Gegner und blieben selbst der Strafbank fern. 

EHC mit Wackler im Mitteldrittel: "Haben etwas geschlafen"

Der Eindruck verstärkte sich im Mittelabschnitt, in dem nach 109 Sekunden Konrad Abeltshauser (22.) und fünf Minuten später Brooks Macek (27.) jeweils mit schönen Handgelenksschüssen das Spiel auf 3:0 stellten. Alles sah nach einem wahrhaft meisterlichen Alleingang aus – doch dann kippte die Partie kurzzeitig. Mit den Mannheimer Torschüssen sieben und acht verkürzten Chad Kolarik (30.) und Garrett Festerling auf 3:2 und sorgten dafür, dass die 4280 Fans auf einmal ein komplett anderes und offenes Spiel zu sehen bekamen. „Wir haben da etwas geschlafen“, gab Jerome Flaake zu, der gegen die Adler seinen 500. DEL-Einsatz absolvierte. Steve Pinizzotto feierte sein 100. Spiel für München. Die beiden Treffer brachten Mannheim zurück ins Spiel, den Schock der zwei Treffer musste der EHC auch erst einmal verdauen.

Mit Rückenwind ins CHL-Gruppenfinale

Das Durchschnaufen in der zweiten Pause half den Red Bulls zurück ins Spiel, denn das Schlussdrittel begannen sie wieder mit mehr Schwung, sodass Jaffray den Abstand wieder auf zwei Tore ausbauen konnte – 4:2 (47.). Mannheim blieb zwar gefährlich, doch die Münchner waren nun wieder spielbestimmend, vergaben aber ihre Chancen zur vorzeitigen Entscheidung. So hieß es Zittern bis zum Ende – mit dem Happy End für die Red Bulls.

Bereits am Dienstag geht es für den EHC in der Champions Hockey League weiter, dann geht es bei Brynäs IF den Gruppensieg einfahren. Jackson wird in Schweden allerdingserneut einige Stars schonen und viele junge Spieler aufbieten.

Florian Weiß

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bremerhaven-Coach erklärt: Darum sind wir der EHC-Stolperstein
Bremerhaven-Coach erklärt: Darum sind wir der EHC-Stolperstein
Verletzungen beim EHC: Lauridsen im Pech, Pinizzotto fehlt lange
Verletzungen beim EHC: Lauridsen im Pech, Pinizzotto fehlt lange
Horror-Verletzung mit Puck: So geht es EHC-Star Markus Lauridsen jetzt
Horror-Verletzung mit Puck: So geht es EHC-Star Markus Lauridsen jetzt
Spendenaktion: EHC-Fans wollen kranken Kindern ein Lächeln schenken
Spendenaktion: EHC-Fans wollen kranken Kindern ein Lächeln schenken

Kommentare