Zwei neue in vier Tagen

Smaby und Meckler sollen für den EHC punkten

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Matt Smaby spielt wieder für den EHC.

München - Letzten Donnerstag gab der EHC die Rückholaktion von Verteidiger Matt Smaby bekannt – am Montag holten die Bullen außerdem US-Stürmer David Meckler (vorher RB Salzburg) an die Isar.

Alexander Barta hat es jetzt mal mit Abstand zum Eishockey versucht. Beim Deutschland Cup vor einer Woche war er, die Stütze der Nationalmannschaft, nicht dabei. „Das war meine erste Pause seit Jahren“, sagt er. „Und es hat gut getan, mal nicht Tag und Nacht an Eishockey denken zu müssen.“ Trotzdem: Die Flaute beim Angreifer des EHC München hält an. Bilanz nach 18 Spielen: zwei Tore, fünf Vorlagen. Zu wenig für einen wie ihn – aber auch passend zur Lage beim EHC: Dessen Torproduktion ist ins Stocken geraten, am Wochenende gelangen ihm nur zwei Treffer: beim Sieg nach Verlängerung am Freitag in Düsseldorf. Gegen Hamburg am Sonntag blieben die Münchner erstmals in dieser Saison torlos. In den vergangenen neun Partien kam der EHC nie über vier Tore hinaus – obwohl er beherzt attackiert.

Trainer Don Jackson reagiert. Kurz nacheinander hat er die zehnte und elfte (zugleich letzte) Ausländerlizenz vergeben. Zunächst verpflichtete er einen Verteidiger, der heute in Krefeld für den EHC debütieren wird: Matt Smaby. Der Amerikaner, 30, spielte bereits vorige Saison beim EHC, bekam aber keinen Anschlussvertrag. Seitdem war Smaby joblos, eine Teilnahme am Trainingscamp des NHL-Teams Arizona Coyotes brachte ihn auch nicht weiter. Er war auf dem Markt.

David Meckler indes musste transferiert werden. Aber nur hausintern: Der 27-jährige US-Boy kommt vom Salzburger Hauptsitz des EHC-München-Eigners Red Bull. Position: Mittelstürmer.

Abwehrmann Smaby, so erklärt es Don Jackson, soll die Statik des EHC-Spiels verbessern: „Matt steht für Größe, Härte, Führerschaft. Er bringt uns Respekt an der blauen Linie und viel Energie.“ Alex Barta meint: „Man braucht ihn ja nur anzuschauen, was er für ’ne Kante ist. Ein Spieler, den jeder gerne hat. Er rastet nicht aus, bleibt immer sachlich, findet stets das richtige Wort.“ Auch Felix Petermann, Verteidiger, begrüßt den vertrauten Zugang, obwohl dadurch in der Abwehr Konkurrenzdruck entsteht: „Mit ihm bin ich voriges Jahr am besten ausgekommen. Er schaut aus wie im letzten Sommer. Er ist ,in good shape’, wie man im Eishockey sagt.“ Smabys Gardemaße: 1,96 m und 109 Kilo.

Ein Offensivwunder ist Smaby (kein Tor in 122 NHL-Spielen) nicht. Für Tore müssen andere sorgen. Nicht nur ein bald wieder erstarkender Alex Barta, der sagt: „Ich weiß, dass ich ein guter Eishockeyspieler bin.“ David Meckler jedenfalls, der Neue, gilt als treffsicher. Vorige Saison spielte er unter Don Jackson in Salzburg, und seine Ausbeute waren 20 Treffer. Diese Saison sind’s allerdings erst zwei.

Günter Klein/mf

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