Sonderlob für Seidenberg - aber nur ein Punkt in Hamburg

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Yannic Seidenberg (l.) und der EHC holten in Hamburg nur einen Punkt.

Hamburg/München - Yannic Seidenberg erhält von seinem Headcoach Don Jackson ein Sonderlob. Doch beide müssen einen Wehrmutstropfen hinnehmen: Der EHC verliert in Hamburg.

Don Jackson schwärmte in höchsten Tönen. So sehr, wie es der Coach des EHC Red Bull München eigentlich selten bei einzelnen Spielern tut. „Es ist der beste Seidenberg, seitdem ich hier bin“, sagte er über Yannic Seidenberg. Über den Stürmer, der über vier Monate wegen einer Beinverletzung aussetzen musste und nun zur Höchstform aufläuft. „Er hält diese tolle Form“, lobte Jackson.

Auf diese Worte angesprochen, lächelt der 32-Jährige verlegen. Er freue sich einfach, „nach der langen Verletzung zurück zu sein. Ich genieße jede Minute auf dem Eis. Wenn man so schwer verletzt war und dann wieder spielen kann, schätzt man es einfach viel mehr, auch im Alter.“ Umso mehr erheitere ihn das Vertrauen des Trainers – und dass er „in Überzahl aufgestellt werde“.

Das Vertrauen zahlt Seidenberg bislang zurück. Mit seiner Ruhe. Seiner Erfahrung, mit Drucksituationen umzugehen. Und mit Treffern. In bislang 22 Einsätzen kommt er auf sieben Tore, sieben weitere bereitete er vor. bei der 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen in Hamburg ging er allerdings aus. Hochgerechnet auf eine Hauptrunde mit 52 Spielen käme der 32-Jährige mit dieser Quote trotzdem auf 35 Scorerpunkte. Nur in einer seiner insgesamt 15 DEL-Spielzeiten war Seidenberg erfolgreicher: 2007/2008 für den ERC Ingolstadt (42). Doch Jackson warnt: „Wir müssen darauf achten, dass er eine Verschnaufpause bekommt, wenn er sie benötigt. Es ist nicht normal, dass du nach einer Pause so stark startest.“

Passenderweise läuft neben Seidenberg die gesamte Truppe zur Höchstform auf – mit Blick auf die anstehenden Playoffs genau richtig. „Wir, vor allem die neuen Spieler, haben langsam verstanden, das System richtig umzusetzen“, erklärte der Stürmer. „Wir machen die Kleinigkeiten richtig. Wenn wir das über 60 Minuten machen, geben wir auch sehr wenige Chancen ab.“ Und Don Jackson weiteren Anlass dazu, positiv über sein Team zu sprechen.

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