Ex-Mannheimer über die Situation des EHC

Ist die Meisterschaft noch realistisch, Herr Mauer?

+
Seit dieser Saison im Dress der Bullen: Frank Mauer

München - Sie sind das, was der EHC Red Bull München werden will: Meister! Am Sonntag (16.30 Uhr) kommen die Adler Mannheim in die bereits beinahe ausverkaufte Olympia-Eissporthalle. Die tz sprach mit Ex-Adler Frank Mauer.

Sie sind das, was der EHC Red Bull München werden will: Meister! Am Sonntag (16.30 Uhr) kommen die Adler Mannheim in die bereits beinahe ausverkaufte Olympia-Eissporthalle – mit 1500 eigenen Fans im Gepäck. Der Zeitpunkt für das Duell könnte besser sein: Die Roten Bullen plagen Verletzungssorgen, sie stehen nur auf Tabellenrang sieben. Ist das Ziel Meisterschaft noch realistisch? Die tz fragt Ex-Meister-Mannheimer Frank Mauer, der an einer Oberkörperverletzung laboriert.

Herr Mauer, wie geht’s?

Mauer: So weit ganz gut, danke! Ich bin wieder relativ schmerzfrei und der Heilungsprozess verläuft gut. Man merkt, dass es einen Fortschritt gibt und das macht diese Zeit etwas erträglicher.Wenn alles weiterhin gut verläuft, rechnen die Ärzte bis Mitte Januar mit einem Comeback. Ich hoffe, dass es so bald wie möglich ist. Langsam kann ich wieder ins Krafttraining einsteigen und darf mich wieder bewegen.

Eine frustrierende Phase gerade, oder?

Mauer: Sicher. Es ist hart, nur auf der Bank sitzen und dem Team nicht helfen zu können. Vor allem, wenn es mal nicht so gut läuft und die Verletzungssorgen im Team so groß sind. Aber, was soll man machen? So ist das Sportlerleben. Ich versuche, die Jungs so gut es geht mental zu unterstützen.

Am Sonntag gegen Ihr Ex-Team, den amtierenden Meister Mannheim.

Mauer: Genau! Das ist natürlich ein Spiel, bei dem ich besonders gern auf dem Eis dabei gewesen wäre.

Die Meisterschaft ist auch das Ziel Ihres neuen Teams. Realistisch?

Mauer: Na ja, wir haben uns den Start in die Saison etwas anders vorgestellt. Das ist klar. Dass wir derzeit so große Verletzungssorgen haben, ist bitter. Aber wir können uns nach wie vor zum Kreis der Anwärter auf den Titel zählen. Auch, wenn dieser Kreis größer ist als in den letzten Jahren. Ob ein Team das Zeug dazu hat, zeigt sich sowieso erst gegen Mitte, Ende der Saison so richtig. Das habe ich in der letzten Spielzeit bei Mannheim ganz deutlich gemerkt.

Und was sind – neben Siegen – die Anzeichen?

Mauer: Man spürt im Verlauf der Saison plötzlich, dass die Mannschaft auf eine bestimmte Art und Weise zusammengewachsen ist. Im Team herrscht dann eine ganz besondere Stimmung – nicht nur auf dem Eis, auch in der Kabine. Alle merken: Es ist Großes möglich. Aber wie gesagt, das braucht Zeit. Wenn wir konstanter werden können – und ganz wichtig, unsere Verletzungssorgen abnehmen, ist alles noch drin.

Die vielen Ausfälle sind derzeit das größte Problem?

Mauer: Das würde ich schon so sagen. Die Ausfälle bedingen alle anderen Problematiken. Wir spielen eben schnelles, laufintensives Eishockey. Dass man das mit einem verkleinerten Kader nicht über 60 Minuten durchziehen kann, ist klar. Ich denke, es wird sich einiges verbessern, wenn wir auf mehr Spieler zurückgreifen können.

Interview: Lena Meyer

 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

EHC mit sechstem Heimsieg in Serie - Nürnberg bleibt Tabellenführer
EHC mit sechstem Heimsieg in Serie - Nürnberg bleibt Tabellenführer
CHL-Achtelfinale: EHC wartet auf Gegner - kommt es zum Bruder-Duell?
CHL-Achtelfinale: EHC wartet auf Gegner - kommt es zum Bruder-Duell?
Champions Hockey League: München trifft auf Bern - Mannheim gegen Brynäs
Champions Hockey League: München trifft auf Bern - Mannheim gegen Brynäs
In Torlaune! EHC erlegt die Straubing Tigers
In Torlaune! EHC erlegt die Straubing Tigers

Kommentare