Nach Bandencheck gegen Mannheims Plachta

DEL sperrt EHC-Raubein Pinizzotto - droht jetzt eine Hass-Serie?

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Für ihn könnte die Halbfinalserie in den DEL-Playoffs schon beendet sein: Steve Pinizzotto wurde nach seinem Bandencheck gegen Matthias Plachta für fünf Spieler gesperrt.

Der EHC hat das erste Spiel der Playoff-Halbfinalserie gewonnen, Steve Pinizzotto dabei jedoch verloren. Die DEL zog das Raubein wegen dessen Check gegen Matthias Plachte vorerst aus dem Verkehr. 

München - Bis zur 47. Minute hatten die 5780 Fans im Olympia-Eisstadion ein Halbfinal-Duell der Extraklasse zwischen dem EHC Red Bull München und den Adler Mannheim (4:2) gesehen, ein vorweggenommenes Finale der Playoffs. Doch seit dieser 47. Minute in Spiel eins liegt ein Schatten auf der Best-of-seven-Serie, der droht, sie zum Hass-Duell verkommen zu lassen. EHC-Raubein Steve Pinizzotto checkte Matthias Plachta derart übel in die Bande, dass dieser minutenlang benommen liegen blieb. Erst in der Zeitlupe war zu erkennen: Pinizzotto hob kurz vor dem Aufprall den Ellbogen.

„Meiner Meinung nach war das Einsteigen bewusst auf den Kopf“, so „Sport1“-Experte Rick Goldmann. „Es war zu hart und es hätte geahndet werden müssen mit einer Fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe.“ Pinizzoto aber bekam nur zwei Minuten wegen übertriebener Härte aufgebrummt - angesichts der Bilder absolut unverständlich. Mehr noch, Pinizzotto verspottete den am Boden liegenden Plachta, provozierte von der Strafbank aus Spieler und Gäste-Fans. Goldmann: „Das bringt böses Blut in die Serie.“

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Adler-Trainer Stewart wettert gegen Schiedsrichter

„Die Schiedsrichter sollten die Spieler während des Spiels schützen“, polterte Adler-Trainer Bill Stewart. „Wir wurden benachteiligt.“ Er sprach von „komplettem Chaos“ und einer Referee-Leistung, die „inakzeptabel für dieses Level“ war. Für Wirbel sorgte EHC-Trainer Don Jackson, der zunächst von einem „sauberen Hit“ sprach, dann aber zugab, die Szene bislang nur aus seinem Blickwinkel gesehen zu haben.

Das von den Adlern am Karfreitag beantragte Ermittlungsverfahren beim Disziplinarausschuss der DEL ergab eine Sperre von fünf Partien für Pinizzotto. EHC-Coach Jackson hatte am Donnerstag noch gesagt, es käme ihm „niemals in den Sinn“, Pinizzotto zum Schutz in München zu lassen. Nun muss er auf ihn verzichten.

Ob wiederum Plachta in der Serie noch mal spielt, sei „mehr als fraglich“, teilten die Adler am Karfreitag mit. Im Dezember hatte EHC-Keeper David Leggio für Negativschlagzeilen wegen seines Torschubers gesorgt, doch diesmal geht es um die Gesundheit eines Gegenspielers. Entsprechend überschäumend fielen die Reaktionen der Eishockey-Fans in den sozialen Netzwerken aus. Dem EHC droht ein heißer Empfang in Mannheim.

In unserer Übersicht halten wir Sie über alle Ergebnisse und die Regeln der DEL-Playoffs auf dem Laufenden.

fw

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