Serie gerissen

Tabellenführung futsch! EHC mit überraschender Heimpleite gegen Iserlohn

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Travis Turnbull (Iserlohn) steht Maximilian Kastner (EHC RB München) gegenüber.

Durch eine überraschende Heimniederlage am Sonntag gegen Iserlohn hat der EHC Red Bull München die Tabellenführung der DEL verloren.

München - Rabenschwarzer Sonntag für den EHC Red Bull München! Durch die überraschende 1:2-Heimniederlage (0:2, 1:0, 0:0) gegen den Tabellenelften Iserlohn Roosters verlor der Meister die Tabellenführung und kassierte die erste Niederlage im Olympia-Eisstadion nach acht Siegen in Serie.

In den ersten Spielminuten kam von den Hausherren zwar mehr, das erste Tor der Partie erzielten allerdings die Gäste. Nach vier Minuten brachte Jason Jaspers die Roosters in Führung – sehr zur Freude der lautstarken, mit einem Sonderzug angereisten 800 Fans aus Iserlohn. Der Treffer gab den Sauerländern nicht nur Auftrieb, die Gäste bestimmten das Spiel gegen behäbig agierende Münchner, die zu viele Fehler fabrizierten. Die Folge: Iserlohn erhöhte vollkommen verdient auf 0:2, Christopher Brown überwand EHC-Keeper David Leggio.

Der Start in den Mittelabschnitt begann für den EHC, der mit Jon Matsumoto, Jerome Flaake, Mads Christensen, Dominik Kahun und Andreas Eder eh schon fünf Stammkräfte wegen Verletzungen vermisst, mit einem Schock: Florian Kettemer musste zunächst angeschlagen vom Eis, doch er sollte später zum Schlussabschnitt zurückkommen. In der Folge lief weiterhin nicht viel zusammen – bis Travis Turnbull auf die Strafbank musste. Keith Aucoin nutzte ein Zuspiel von Brooks Macek in Überzahl zum 1:2 (31.), was dem bis dahin oft körperlos agierenden Meister deutlich mehr Schwung verschaffte. Zu mehr reichte es aber vor 4830 Fans aber zunächst nicht. „Da muss noch mehr kommen“, forderte Patrick Hager nach 40 Minuten.

In der 44. Minute jubelten die Iserlohner erneut – doch der Treffer von Travis Turnbull zählte nach Sichtung des Videobeweises nicht, es war ein klarer Schlittschuhtreffer. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen EHC und IEC, in dem Hager zunächst knapp das Tor verpasste (50.) und Steve Pinzzotto nur das Torgestänge traf (54.). Im Endspurt setzten die Red Bulls alles auf eine Karte, doch es blieb bei der insgesamt nicht unverdienten Heimniederlage.

Bereits am Dienstag muss der EHC wieder ran, dann steigt das Hinspiel des Achtelfinals der Champions Hockey League beim Schweizer Topteam SC Bern, das sich derzeit in absoluter Topform befindet. Da wird eine gehörige Leistungssteigerung brauchen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

fw

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