EHC-Neuzugang kommt ihn Fahrt

"Ich will zeigen, dass ich immer noch Eishockey spielen kann"

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Beim Derbysieg in Augsburg traf Tobias Wörle erstmals für den EHC - und das gleich doppelt.

München - Spätestens nach seinem Doppelpack gegen Augsburg ist Tobias Wörle beim EHC Red Bull München angekommen. Er spricht über seinen Wechsel, seine Motivation und die Hilfe von Michael Wolf.

Seit knapp zwei Wochen steht Tobias Wörle nun beim EHC Red Bull München unter Vertrag. Spätestens seit seinem Doppelpack beim 7:2-Derbysieg am Sonntag in Augsburg ist er in seinem neuen Verein angekommen. Er ackert, er rennt, er kämpft. Wörle präsentiert sich so, wie sich Trainer Don Jackson das erhofft hat: Schnell und hungrig.

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, den Verein während der Saison zu wechseln, doch es habe laut Wörle in Straubing einfach von beiden Seiten nicht mehr gepasst: „Das gibt es immer wieder im Sport. Das war eben keine gute Beziehung und ich hoffe, dass es hier wieder aufwärts geht.“

Das Angebot aus München kam da gerade richtig. Der 31-Jährige will wieder in die Spur finden, möchte es nicht nur seinen Kritikern zeigen: „Ich möchte es mir selbst beweisen. Die letzten zwei Jahre waren leider nicht so erfolgreich. Jetzt hat es geklappt, dass ich hierher nach München komme, das ist eine wahnsinnige Chance. Ich versuche jeden Wechsel, jeden Shift, jede Chance, die ich bekomme, zu nutzen. Ich will zeigen, dass ich immer noch Eishockey spielen kann.“ Zwei Tore und ein Assist in den ersten vier Partien sind dabei ein guter Anfang.

Und das trotz des deutlich höheren Drucks in der Landeshauptstadt. „In Straubing bist du meistens der Underdog, bist nicht favorisiert“, erklärt der gebürtige Füssener. „In München musst du eigentlich wirklich jede Mannschaft schlagen, das ist auch der Anspruch.“ Dem wurden die Red Bulls allerdings zuletzt nicht immer gerecht. Das Resultat: 31 Punkte und nur Rang acht in der Tabelle.

Eine große Hilfe für Wörle ist Michael Wolf, den er noch aus seiner Zeit in Iserlohn kennt. Er nahm ihn in Empfang, ließ ihn am ersten Abend bei sich zu Hause übernachten. „Ich kenne ihn schon sehr lange, wir sind gute Freunde. Jetzt bin ich froh, mit Wolfi wieder zusammen zu spielen“, zeigt sich Wörle dankbar.

Und wenn die beiden dann auch noch regelmäßig gemeinsam treffen und jubeln können, wie es in Augsburg der Fall war, dürfte es sowohl für Wörle als auch den EHC wieder deutlich bergauf gehen. Und vielleicht ja sogar an Iserlohn vorbei, den die thronen derzeit mit 37 Punkten deutlich vor dem EHC auf Rang zwei.

Florian Weiß

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Posted by EHC München News on Sonntag, 22. November 2015

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