EHC-Stürmer trifft bei Sieg Nummer drei

Maurer: Erst Schnauze gehalten, dann zugeschlagen

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Uli Maurer.

München - Lange war er zum Zuschauen gezwungen, aber beim dritten Sieg gegen Wolfsburg beweist EHC-Stürmer, dass mit ihm noch zu rechnen ist. Schließlich will er einen Fluch der Vergangenheit besiegen.

Wie oft war dieser Satz im Vorfeld zu hören. Jeder sprach von der besten Zeit des Eishockey-Jahres, als es um die Playoffs ging. Für Uli Maurer dürften sie bislang allerdings weniger angenehm gewesen sein. Nur zweimal in zwölf Partien stand er nach der Hauptrunde auf dem Eis, musste sonst als 13. Stürmer des EHC Red Bull München die Rolle des Tribünengastes einnehmen. Und hinnehmen.

Umso größer war die Erleichterung des 31-Jährigen beim 4:1-Erfolg am Dienstag im dritten Finalspiel der Best-of-Seven-Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg. Nicht nur, weil sich sein Team damit den ersten Matchpuck sicherte. Maurer stand wieder auf dem Eis – profitierte von der Verletzung von Franky Mauer. Und viel mehr noch: Er brachte die Red Bulls mit dem ersten Treffer des Abends auf die Siegerstraße, indem er einen Schlagschuss von Matt Smaby abfälschte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker) 

„Es ging relativ schnell“, berichtete der Angreifer. „Das Beste ist, wenn man gar nicht nachdenkt. Matt hat geschossen, ich hab den Schläger hingehalten.“

Maurer: "Ich würde ja lügen..."

Klingt einfacher, als es tatsächlich war. Da wundert es kaum, dass die Erleichterung bei Maurer nach seinem ersten Playoff-Tor im dritten -Einsatz riesig war. „Ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, mich freut es nicht“, sagte der 31-Jährige, der prompt auch die Münchner Fans unter den 6142 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eisstadion auf seiner Seite hatte: „Ich bin schon ein bisschen glücklich.“

Was nicht verwundert. Wer schaut schon gerne zu, wenn die Teamkollegen darum kämpfen, das große Ziel zu erreichen. Da will jeder seinen Teil dazu beisteuern, um die Meisterschaft zu sichern.

Doch Maurer ist Profi genug. So sei eben das Geschäft. „Das ist ein Mannschaftssport“, beteuert er. „Es ist so, dass es den einen oder anderen mal trifft. Da muss man einfach die Schnauze halten und gut ist, da hilft nichts. Der Erfolg des Teams steht im Vordergrund, und bis jetzt haben wir alles richtig gemacht.“

Dritter Anlauf im Finale

Eine Garantie für Spiel vier am Freitag in Wolfsburg (19.30 Uhr, wir berichten den ganzen Tag im Live-Ticker) scheint er auch nicht sicher zu haben. Und wenn: „Man muss jede Chance nutzen, die man kriegt.“ Denn auch für den gebürtigen Garmischer geht es darum, seinen Traum zu erfüllen. Zweimal stand er schon im DEL-Finale. 2007 mit Nürnberg, 2010 mit Augsburg. Beide Male hat es nicht geklappt „und hab dann jahrelang gewartet“, meint Maurer und sagt rückblickend: „Ich habe in guten und schlechten Mannschaften gespielt. Aber überhaupt so einen Haufen zu haben, mit dem man die Chance hat, im Finale zu spielen, bekommst du nicht immer zu 100 Prozent, daher muss man das ausnutzen. Denn auch für einen großen Klub ist es eine Menge Arbeit, ins Endspiel zu kommen.“ Beweise gäbe es dafür in der Liga genug.

Umso mehr hofft er, dass es in seinem persönlichen dritten Anlauf klappt. Im Idealfalls als Mitwirkender auf dem Eis.

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