Modezar Otto Kern ist tot

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Am Dienstag muss es keinen Sieger geben

Ungewohnter Modus in der CHL: Ein Remis ist erlaubt - und reicht dem EHC

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Frank Mauer will mit dem EHC Red Bull München ins Viertelfinale der Champions Hockey League einziehen.

Unentschieden gibt es im Eishockey nicht mehr - eigentlich. Denn in der Champions Hockey Leauge gibt es das Remis wieder, dank des Playoff-Modus. 

München – Seit 1994 gibt es die DEL als höchste Liga im deutschen Eishockey, in den Anfangsjahren gab es noch Unentschieden. Spiele, die nach 60 Minuten einen Gleichstand hatten, mit dem die Teams auseinandergingen. Ohne Verlängerung, ohne Penaltyschießen, jeder mit einem Punkt. Remis-Rekordler sind – auf alle Ewigkeit – die Nürnberg Ice Tigers (27 Unentschieden), ein DEL-Gründungsmitglied. Die München Barons, die es von 1999 bis 2002 gab, sind nie mit einem 0:0, 1:1, 2:2 oder einem torreicheren Gleichstand vom Eis gegangen, zu ihrer Zeit hatte das Eishockey das Unentschieden bereits abgeschafft. Eingeführt worden war auch in der „regular season“, was zuvor nur in den Playoffs gegolten hatte: Es muss einen Sieger geben und einen Verlierer. Sogar bei Testspielen hieß es fortan: fünf Minuten Overtime, sofort Schluss, wenn ein Tor fällt, und wenn nicht, dann Penaltyschießen. Das ist nun die fast flächendeckende Regelung: auch bei WM-Turnieren, in der NHL.

Die Ausnahme: In der Champions Hockey League (CHL) ist in der Playoff-Phase ein Unentschieden noch möglich. Eishockey-untypisch gibt es keine Serie, sondern Hin- und Rückspiel. Der EHC München steckt gerade mitten drin im Achtelfinale. Beim SC Bern hat er 3:2 gewonnen vor einer Woche, am Dienstag (19.30 Uhr) spielt er in München gegen die Schweizer. Um weiterzukommen, genügt ein Unentschieden. Bei einer Niederlage mit zwei oder mehr Toren würde der EHC ausscheiden. Was aber, wenn er mit einem Treffer Differenz verlöre? Bei einem 0:1, 1:2, 2:3, 3:4 nach 60 Minuten gäbe es Verlängerung. Auch die in einem anderen Format als üblich: mit bis zu zehn Minuten und anders als in der DEL nicht mit drei gegen drei, sondern mit vier gegen vier Feldspielern.

Ungewohnte Situation für Hockey-People. „Aber wir reden über mögliche Strategien gar nicht so viel“, sagt EHC-Trainer Don Jackson. Auch Stürmer Frank Mauer, der gerade das 100. Tor seiner DEL-Karriere erzielt hat, will sich mit möglichen Szenarien nicht befassen: „Wir spielen ohnehin immer auf Sieg.“ Interessant könnte es aber schon werden, falls der EHC in Rückstand gerät. In Bern ist das passiert. Da war der EHC überrascht vom Tempo, das der Schweizer Meister und Tabellenführer anschlug. „Geht man Position für Position durch“, urteilt Don Jackson über die bekanntermaßen laufstarken Schweizer, „sind sie vielleicht sogar besser als wir“.

Nicht zu übersehen: Das Energielevel beim EHC ist abgesunken in Folge des Programms der letzten Wochen, da stach beim 5:1 gegen Düsseldorf einer wie Jerome Flaake (Frank Mauer: „Nach seiner Verletzungspause ist er frisch“) mit seiner Power-Spielweise heraus.

Don Jackson wird nach dem CHL-Spiel ein paar Tage frei geben. „Eine Pause“, erklärt er, „hat uns noch immer gut getan“.

Von Günter Klein

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