Viertes Finale gegen Wolfsburg

Titelmission vor Krönung: Auf in den letzten Kampf, EHC!

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Jason Jaffray und der EHC Red Bull München wollen in Wolfsburg gleich ihren ersten Matchpuck zum Titel verwandeln.

München - Feierabend oder Spiel fünf? Der EHC RB München hat bei den Grizzlys Wolfsburg die Chance, die Meisterschaft klar zu machen. Der Auswärtsfaktor schreckt die Red Bulls dabei nicht ab.  

Diese Frage schien Don Jackson überrascht zu haben. Ob er schon einmal eine Serie nach einer 3:0-Führung noch verloren habe? Der Headcoach des EHC Red Bull München überlegte eine Weile, um dann zu dem Schluss zu kommen: „Ich glaube nicht, sicher beantworten kann ich es aber nicht.“ Hat er nicht.

Und wenn es nach dem 59-Jährigen geht, soll es auch gegen die Grizzlys Wolfsburg so bleiben. „Aber ich bin kein Vorhersager“, meint Jackson. „Wir haben von Saisonbeginn an gesagt, dass wir von Spiel zu Spiel schauen. Wir haben immer noch die Chance, den Titel zu gewinnen.“ Eine sehr gute sogar. Spiel vier am Freitagabend in Wolfsburg (19.30 Uhr, wir berichten den ganzen Tag im Live-Ticker) könnte bereits das letzte Gefecht der Serie sein – und der EHC wäre am Ziel. Doch eine Meisterfeier auswärts? „Wir wollen es lieber gleich schaffen und Wolfsburg nicht mehr aufwecken“, beteuert Uli Maurer: Auch Mads Christensen warnt: „Wir sind in einer guten Position, aber noch weit weg von fertig.“

3:0 – eine komfortable, aber gleichzeitig auch gefährliche Führung für die Red Bulls. Zu groß scheint die Gefahr eines Schlendrians. Des Gedankens, dass es nach drei Siegen schon irgendwie laufen würde. Doch dafür ist der Respekt der Grizzlys zu groß. Auch wenn sie zuletzt nicht mehr so energievoll und bissig wirkten. „Ich hoffe, dass wir ihren kräftemäßig ein bisschen den Zahn gezogen haben“, meint Maurer: „Aber in Wolfsburg ist es wieder ein komplett anderes Spiel, sie haben ihre Fans im Rücken. Da müssen wir aufpassen.“ Zumal sich die Truppe von Pavel Gross nicht aufgeben werde, wie der Trainer ankündigt: „Wir werden bis zur letzten Patrone kämpfen und alles versuchen, dass wir den ersten Sieg einfahren.“

Einmal mehr kommt es für den EHC darauf an, weiter hart zu arbeiten, wie es Christensen fordert, und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Und die sind offensichtlich. Dass beim jüngsten 4:1-Sieg jede Sturmreihe erfolgreich war, ist kein Zufall bei den Red Bulls. Sondern eine Zutat des Erfolgsrezepts. „Das ist der Unterschied zum Vorjahr, dass wir die Tiefe im Kader haben“, sagt Maurer. David Leggio ergänzt: „Unser Team spielt in allen drei Zonen großartig.“ Dazu käme eben die starke Offensive, die Disziplin und die Tatsache, dass die Münchner kaum Breakaways zulassen. „Seit kurz vor Weihnachten ist das der größte Grund, warum wir Erfolg haben“, meint der Goalie. „Wir setzen das fort, jeder Einzelne.“ Das ist auch der Plan für Freitag, denn „wir haben“, so Jackson, „noch ein Spiel zu gehen – hoffentlich.“

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