Martin Hinterstocker über seinen Wechsel

"Ich musste eine Entscheidung treffen..."

Martin Hinterstocker

München - Es war die Überraschung beim EHC Red Bull in dieser Woche. Am Donnerstag gaben die Münchner den Wechsel von Stürmer Martin Hinterstocker bekannt. Der 25-Jährige verlässt den EHC mit sofortiger Wirkung. In der tz spricht er über die Gründe für seine Entscheidung.

Es war die Überraschung beim EHC Red Bull in dieser Woche. Am Donnerstag gaben die Münchner den Wechsel von Stürmer Martin Hinterstocker bekannt. Der 25-Jährige verlässt den EHC mit sofortiger Wirkung und wird von nun an für die Augsburger Panther auf dem Eis stehen. Zurück bleiben enttäuschte Münchner Fans und einige Fragen. Schließlich spielte der gebürtige Fischbachauer seit 2012 für die Bullen und stürmte sich innerhalb kurzer Zeit in die Herzen der Zuschauer am Oberwiesenfeld.

In der tz spricht Hinterstocker nun exklusiv über die Hintergründe seiner Entscheidung.

Herr Hinterstocker, Ihr Wechsel hat viele Münchner überrascht. Wie kam es dazu?

Hinterstocker: Natürlich ist es immer schwer, während einer Saison noch einmal komplett neu anzufangen. Aber ich bin mir sicher, dass dies die richtige Entscheidung ist. Ich war von Beginn an mit meiner neuen Rollen im Team nicht zufrieden, denn ich habe fast ausschließlich nur auf der Tribüne gesessen. Nach mehreren Gesprächen mit Coach Don Jackson wurde klar, dass er auch in Zukunft nicht unbedingt mit mir plant und auf mich setzt. Also musste ich eine Entscheidung treffen – auch im Hinblick auf meine Karriere.

Sie sprachen bereits vor der Saison davon, sich weiterentwickeln zu wollen.

Hinterstocker: Eben. Das sollte das Ziel jedes Profisportlers sein. Und dafür benötigt man eben Spielpraxis. Mir ist dieser Schritt alles andere als leicht gefallen. Denn ich habe mich in München immer wohlgefühlt. Ganz besonders dank der Fans. Ich denke, wir hatten einen guten Draht zueinander.

Wie hat Ihr Team reagiert?

Hinterstocker: Meine Mitspieler haben natürlich mitbekommen, dass ich nicht zufrieden bin. In dieser Woche ging dann alles sehr schnell. Ich habe mich am Donnerstagmorgen im Training von ihnen verabschiedet. Sie haben mich verstanden, Wechsel gehören eben zum Business.

Warum haben Sie sich für Augsburg entschieden?

Hinterstocker: Auch Augsburg hat einen guten Start in die Saison hingelegt. Ich denke, dass wir viel erreichen können – und dass ich mich dort besser entwickeln kann. Außerdem spielte auch die Nähe zu meiner Familie eine Rolle. So kann ich an einem freien Tag daheim vorbeischauen.

Was möchten Sie Ihren Fans zum Abschied sagen?

Hinterstocker: In allererster Linie möchte ich mich für die Unterstützung bedanken. Die Atmosphäre bei Heimspielen war immer super und es wäre schön, wenn ich mich von jedem Einzelnen verabschieden könnte. Aber man weiß ja nie! Vielleicht sehen wir uns in Zukunft wieder (lacht).

Eine Rückkehr ist also nicht ausgeschlossen?

Hinterstocker: Natürlich nicht.

Interview: Lena Meyer

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