Die Münchner verlieren auch das vierte Duell gegen Wolfsburg

Saison-Aus für den EHC Red Bull!

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Das Aus für ihn und sein Team: Don Jackson

Wolfsburg - Saison-Aus und vorbei! Der EHC Red Bull München verlor gestern Abend das vierte von vier Playoff-Duellen gegen Wolfsburg. Damit geht es für die Roten Bullen vorzeitig in die Sommerpause.

Hier finden Sie das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

Saison-Aus und vorbei! Der EHC Red Bull München verlor gestern Abend das vierte von vier Playoff-Duellen gegen Wolfsburg, musste sich mit 3:4 (1:2,1:1,1:1) vor 2606 Zuschauern geschlagen geben. Damit verabschieden sich die Münchner als erstes der acht Playoff-Teams in die Sommerpause, verlieren die Best-of-seven-Serie mit 0:4.

Enttäuschend! Schließlich hatte es zu Beginn des vierten Duells noch gut ausgesehen. Beide Teams starteten stark ins erste Drittel. Nach sechseinhalb Minuten und mehreren vergebenen Chancen die Erlösung für die Bullen: Jeremy Dehner knallte den Puk in Überzahl ins Wolfsburger Tor – sein erster DEL-Treffer überhaupt!

Die Intensität blieb hoch. Beide Teams agierten sehr physisch. Nach einem Ellbogencheck musste Florian Kettemer als erster Münchner für zwei Minuten in die Kühlbox. Kurze Zeit später dann ein knallharter – und vor allem unnötiger - Kniecheck von Richie Regehr. Er bekam eine Fünf-Plus-Strafe und konnte vorzeitig zum Duschen. Bitter! Schließlich ist Regehr der beste Offensiv-Verteidiger der Liga, hinterließ den Münchnern außerdem eine fünfminütige Unterzahl.

Das böse Ende kam sofort: Zwar überstand der EHC die 3:5-Unterzahl, kurz darauf klingelte es aber für Wolfsburg. Matthew Dzieduszycki sorgte in der 16. Minute für den Ausgleich. München, durch Regehrs Höchststrafe noch immer ein Mann weniger, wackelte gewaltig. Knapp zwei Minuten später kam es, wie es kommen musste: Ein weiteres Gegentor! Sebastian Furchner nutzte das Powerplay und traf zur 2:1-Führung der Hausherren. EHC-Kapitän Michael Wolf musste in der ersten Pause eingestehen: „Die lange Unterzahl haben die Wolfsburger gut ausgenutzt. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken und das Fehlen von Richie Regehr kompensieren.“

Seine Teamkollegen taten ihr Bestes, um diesen Worten Taten folgen zu lassen. Allerdings strotzten die Wolfsburger nach dem ersten Drittel vor Selbstvertrauen. Als sich dann Daniel Sparre wegen Haltens des Gegners für zwei Minuten auf die Strafbank verabschieden musste, reagierten die Hausherren sofort: Das 3:1 für Wolfsburg – wieder Dzieduszycki, wieder in Überzahl! Kurze Zeit wirkten die Münchner wie in einer Schockstarre. War schon wirklich alles verloren? In der 35. Minute plötzlich ein Lebenszeichen! Sparre sorgte für den Anschlusstreffer. Mit 2:3 ging es für die Bullen in den Schlussabschnitt.

Wolf & Co. mühten sich, scheiterten aber immer wieder an der Wolfsburger Defensive. 16 Minuten vor Schluss jubelten plötzlich die Münchner. Der Puk befand sich zwar im Tor, der Videobeweis entschied: Kein Treffer, Yannic Seidenberg hatte mit dem Schlittschuh nachgeholfen. Nun ging es Schlag auf Schlag: In Unterzahl versuchte sich Wolfsburgs Jeffrey Likens per Beinstellen an David Meckler zu retten. Penalty für München! Meckler verschoss, wenig später dann die Antwort der Hausherren. Das 4:2, erneut durch Furchner in Überzahl (48.). Die Sache war gelaufen – da konnte auch der erneute Anschlusstreffer durch Wolf nicht mehr helfen. Das Aus war besiegelt.

Lena Meyer

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