EHC gegen Adler - das Doppel-Interview

Seidenberg und Buchwieser vor Duell der Ex-Clubs

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Als Verteidiger erzielte Yannic Seidenberg in dieser Saison schon zwei ­Treffer.

München - EHC-Crack Yannic Seidenberg spielte früher in Mannheim, Neu-Adler Martin Buchwieser ist ein EHC-Urgestein. Am Freitag (19.30 Uhr) treffen sie aufeinander. Das Doppel-Interview.

Yannic, sind Sie zuversichtlich, dass ihr drei Punkte entführen könnt?

Yannic Seidenberg: Mannheim hatte unter der Woche ein schweres Spiel in Prag. Sie sind gut besetzt, es kommt aber auch darauf an, wie wir spielen. Wir wollen unsere Leistung abrufen, dann können wir jeden Gegner schlagen. Wir müssen von Anfang an wachsam sein und uns im Gegensatz zu den letzten Spielen verbessern. Vor allem im zweiten Drittel waren wir oft sehr schwach, nachdem wir im ersten Spielabschnitt stark gespielt haben.

Der Saisonstart war perfekt. Zwischenzeitlich lagen Sie sogar auf Tabellenplatz eins. Zuletzt hagelte es allerdings drei Niederlagen in vier Spielen.

Yannic Seidenberg: Es hätte besser laufen können, wenn wir konzentrierter gespielt hätten. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und zu den Playoffs topfit sind. Nicht jedes unserer 52 Spiele wird perfekt laufen, ab und an hat man einen Durchhänger. So kamen auch unsere Niederlagen gegen Iserlohn und Berlin zustande.

Martin, glauben Sie auch an einen Sieg?

Martin Buchwieser: Das Spiel in Prag stecken wir locker weg. Ich glaube, wir können ohne Weiteres den EHC schlagen.

Sie haben fünf Jahre beim EHC verbracht und 2010 den Meistertitel der 2. Bundesliga mit dem direkten DEL-Aufstieg geholt. Wie besonders wird die Partie für Sie?

Martin Buchwieser: Es freut mich immer, gegen München zu spielen. Beim EHC hatte ich eine schöne Zeit und ich habe viele gute Erinnerungen mit nach Mannheim genommen.

Yannic, auch Sie treffen auf Ihren Ex-Klub. Die Adler waren ihr Ausbildungsverein, bei dem Sie sieben Jahre lang gespielt haben und zweimal Vizemeister wurden. Ein besonderes Match?

Yannic Seidenberg:  Mannheim ist für mich wie meine Heimat. Ich bin dort zur Schule gegangen und habe dort lange gelebt. Außerdem kenne ich sehr viele aus der jetzigen Adlertruppe. In so einem Spiel will ich natürlich am liebsten meine Topleistung abrufen.

Der EHC hat dank des Sponsors viel investiert. Gibt es überhaupt noch Unterschiede zwischen den beiden Vereinen?

Yannic Seidenberg: Von der Vereinsführung und vom Marketing her sind die Vereine fast auf Augenhöhe.

In Mannheim müssen Sie ohne Coach Don Jackson auskommen. Ist das ein Problem?

Yannic Seidenberg: Bisher haben wir noch kein Spiel ohne Don bestritten. Dennoch dürfte das kein Problem für uns werden. Unser Trainerstab ist gut besetzt. Helmut de Raaf und seine Kollegen werden das schon meistern. Zumal wir auch wissen, was wir zu tun haben und der Trainer ohnehin während einer Partie nicht so oft eingreift.

Martin, Mannheim spielt bisher nahezu eine perfekte Saison. Worin liegt Ihre Stärke?

Martin Buchwieser: Wir besitzen eine unglaubliche Tiefe im Kader und jeder Spieler kann ein Spiel entscheiden. Aber wo wir am Ende landen, kann ich nicht sagen.

Am Sonntag muss Mannheim zum Derby nach Schwenningen. Welche Partie ist für Sie denn überhaupt wichtiger?

Martin Buchwieser: Für die Fans ist das Match in Schwenningen das Spiel der Spiele. Aber wir schauen auf uns und wir wollen nach der CHL-Niederlage wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Am besten am Freitag in München.

Interview: Mathias Funk

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