Ronaldo, Messi und Co.

Für 100 Millionen: Diese fünf Spieler bekommt Bayern NICHT

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Eden Hazard vom FC Chelsea.

München - Der FC Bayern könnte problemlos 100 Millionen Euro in die Hand nehmen, um einen Spieler zu verpflichten, prahlte Finanzvorstand Dreesen vor kurzem. Jeden Spieler dieser Welt würden die Bayern damit aber wohl nicht bekommen.

"Wenn der FC Bayern einen Spieler haben möchte, dann bekommt er ihn auch!" Diese einige Jahre alte Aussage des damaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß steht noch immer wie in Stein gemeißelt. Ganz, ganz selten kommt es vor, dass die Münchner mal einen Spieler haben möchten, dieser sich aber gegen das verlockende Angebot entscheidet, einen Vertrag beim Rekordmeister zu unterschreiben. Zuletzt war das beim norwegischen Supertalent Martin Ödegaard der Fall, das im Januar lieber zu Real Madrid wechselte, als sich bei den Bayern weiter ausbilden zu lassen.

Neben den idealen Bedingungen, die man bei Deutschlands erfolgreichstem Fußballverein als Spieler vorfindet, locken die Bayern seit jeher auch mit ihrer Finanzstärke die verschiedensten Hochkaräter an die Isar. Dass bei den Transfers aber noch Luft nach oben ist, zumindest, was den internationalen Vergleich angeht, ist bekannt. Während die 40 Millionen Euro Ablöse für Javi Martinez die bislang höchste ist, die der FC Bayern jemals bezahlt hat, sind Transfersummen jenseits der 50 Millionen Euro für die Top-Teams aus Spanien und England längst Usus.

Doch Bayern-Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen machte jüngst deutlich, dass man in der bayerischen Landeshauptstadt durchaus in der Lage sei, die Summen mitzugehen, die an der Spitze des internationalen Transfermarktes aufgerufen werden. "Wir könnten 100 Millionen Euro für einen Spieler zahlen", sagte der Mann, der über das Festgeldkonto der Bayern wacht.

Nach Bekanntwerden dieser Aussage horchten die Bayern-Fans auf. Kommt er also bald, dieser Mega-Transfer in der Größenordnung von 60, 70, 80 Millionen Euro - oder noch mehr? Dreesen schränkte zwar ein, dass ein solcher Transfer in nächster Zeit nicht geplant sei - doch wer weiß?

Trotz der Aussicht, im dreistelligen Millionenbereich zu investieren, gibt es auf diesem Planeten aber wohl trotzdem den einen oder anderen Spieler, den die Bayern auch für 100 Millionen Euro (Transfersumme plus Gehalt) nicht bekommen würden. Wir nennen hier fünf Beispiele:

Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona): Die beiden Alphatiere des Weltfußballs werden mit ziemlicher Sicherheit niemals für den FC Bayern auflaufen. 100 Millionen Euro - das würde bei beiden alleine die Ablösesumme verschlingen, mindestens. Legt man dann das geschätzte Jahressalär von zehn Millionen Euro netto obendrauf, ist man bei einem längerfristigen Vertrag schnell bei 150 Millionen Euro oder mehr. Abgesehen davon werden beide ihre Vereine in nächster Zeit wohl kaum verlassen. Wenn, dann ist England das Ziel.

Eden Hazard (FC Chelsea): Der Belgier wäre der ideale Kandidat, um Franck Ribéry auf der linken Bayern-Seite mittelfristig zu beerben. Das sieht sogar der Franzose selbst so. "Er attackiert immer, er mag es, auf die Gegner zuzugehen", schwärmt Ribéry, gibt aber zu bedenken: "Aber er spielt bei Chelsea – das könnte teuer werden." In der Tat: Erst kürzlich verlängerte der 24-Jährige bei den Blues bis 2020. Bei Hazards Marktwert von 60 Millionen Euro kämen die Bayern da momentan selbst mit 100 Millionen nicht weit.

Neymar (FC Barcelona): Über die Ablösesumme, die der FC Barcelona 2013 an den FC Santos bezahlte, um sich die Dienste von Brasiliens bestem Fußballer zu sichern, wird auch heute noch gerätselt. Zwischen 80 und 100 Millionen Euro sollen die Katalanen seinerzeit bezahlt haben. Seinen Marktwert hat der 23-Jährige seither sicher nicht gemindert, derzeit listet ihn transfermarkt.de bei 80 Millionen Euro. Neymars Vertrag in Barcelona läuft bis 2018. Zwar würde er die Bedingungen des FC Bayern mittlerweile erfüllen - zur Erinnerung: Pep Guardiola wollte ihn 2013 haben, doch Uli Hoeneß redete ihm diese Idee aus: Man wolle keine Brasilianer direkt aus Südamerika verpflichten, hieß es. Stattdessen wurde Mario Götze verpflichtet. Dennoch ist ein Wechsel zum FC Bayern unrealistisch.

Sergio Aguero (Manchester City): Abgesehen von der Tatsache, dass die Bayern derzeit keinen Bedarf im Sturmzentrum haben, wäre ein Transfer von Sergio Aguero vermutlich ohnehin nicht zu stemmen. Der Marktwert des Argentiniers liegt bei 50 Millionen Euro, sein Vertrag läuft noch bis 2019, und bereits beim Spekulieren über sein Gehalt wird einem wohl schwindelig. 20 Millionen Euro sollen es brutto im Jahr sein. Zudem würden die Bayern sich wohl nicht die Blöße geben, den 26-Jährigen heute für Unsummen zu verpflichten, wo man sich doch im Jahr 2007 gegen eine Verpflichtung entschied. Damals hätte "El Kun" schlappe 16 Millionen Euro gekostet. 

Fazit: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird keiner der genannten Spieler jemals für den FC Bayern auflaufen. Oder zumindest nicht in absehbarer Zeit. Das macht aber nichts, denn auf dem nationalen und internationalen Transfermarkt tummeln sich genügend Spieler von hoher Qualität, deren Ablösesummen keine astronomischen Ausmaße annehmen. Bei solchen Spielern werden die Bayern garantiert wieder zuschlagen - und dann in Zukunft trotzdem gut mit den Top-Teams aus Spanien und England konkurrieren können.

Diese Spieler hat der FC Bayern seit 1990 geholt

wi

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