Nach 15 Spieltagen Herbstmeister

84,2-Prozent-Meister: Wer soll Bayern noch stoppen?

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Uns stoppt keiner! Ribéry, Robben, Rafinha und Lewandowski bejubeln die Herbstmeisterschaft.

München - Auch am Tag nach der eingetüteten Herbstmeisterschaft schien Pep Guardiola nicht so richtig glücklich. Der Coach des FC Bayern schlich nachdenklich über den Rasen an der Säbener Straße und grübelte.

Trotz des klaren 4:0-Erfolgs in Augsburg und dem zwölften Sieg im 15. Spiel, der mit dem Herbstmeistertitel veredelt wurde, wirkte der als Perfektionist geltende Spanier unzufrieden. Dabei sind seine Bayern auch in dieser Saison fast wieder Meister – immerhin schon zu 84,2 Prozent!

Denn in 16 von 19 Fällen, in denen der Rekordmeister nach der Hinrunde auf Rang eins überwinterte, holte er am Ende auch die Schale. Und auch in dieser Saison marschiert der FCB unaufhaltsam Richtung Titel. Die Roten sind die beste Heim- und Auswärtsmannschaft, haben die meisten Tore erzielt und die wenigsten kassiert. Wer also soll sie noch stoppen?

„Am besten keiner“, grinste Thomas Müller: „Das ist der Plan.“ Von dem sind nicht nur die Spieler angetan. Auch der Bayern-Boss war hochzufrieden mit seinen Schützlingen. „Wir sind nach 15 Spieltagen zurecht Herbstmeister. Die Mannschaft und der Trainer haben das großartig gemacht. Da kann man nur ein großes Kompliment aussprechen“, meinte Karl-Heinz Rummenigge anerkennend.

Ausruhen werden sich die Münchner auf dem inoffiziellen Titel aber keineswegs. „Jetzt wollen wir die beiden letzten Spiele vor der Winterpause auch noch gewinnen“, kündigte Sportvorstand Matthias Sammer mit Blick auf die Duelle gegen den SC Freiburg (Dienstag, 20 Uhr) und in Mainz (Freitag, 20.30 Uhr) an.

Bilder: Hier begrüßt Shaqiri die Ribéry-Eltern

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In Augsburg benötigten die Roten nicht einmal 13 Minuten, um das zum Topspiel hochstilisierte Bayern-Derby zu entscheiden. Exakt zwölf Minuten und 55 Sekunden lagen zwischen dem 1:0 durch Medhi Benatia (58.), der sein erstes Tor für den FC Bayern erzielte, und dem 4:0-Endstand durch Arjen Robben (71.). So kam nicht nur FCA-Trainer Markus Weinzierl zu der Erkenntnis, dass der FCB „in einer anderen Liga“ spielt. Neun Punkte Vorsprung sind es auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg, Erzrivale Borussia Dortmund hinkt sogar 25 Punkte hinter dem FCB her. Während die anderen Europacup-Teilnehmer regelmäßig patzen, überrollt das Münchner Starensemble seine Gegner jede Woche aufs Neue. Das beeindruckt sogar ihren kritischen Coach. „Ich bin überrascht von der Mentalität dieser Spieler nach zwei Jahren, in denen sie alles gewonnen haben. Alle drei Tage spielen sie mit großer Mentalität, gewinnen, gewinnen, gewinnen. Das ist super“, huldigte Pep die Leistungen seines Teams. Und genau deshalb weiß nicht nur er, dass der FCB eigentlich schon zu 100 Prozent Meister ist…

sw

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