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Alaba-Ersatz? Rummenigge bringt überraschenden Namen ins Spiel

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Von: Manuel Bonke

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© AFP

Servus Asien, Grüß Gott München! Am Donnerstag endete der zwölftägige Asien-Trip des deutschen Rekordmeisters. Karl-Heinz Rummenigge zieht ein überwiegend positives Fazit - und hat eine Überraschung parat.

Unmittelbar nach dem Spiel gegen Inter Mailand ging es für Carlo und Co. mit dem Sonderflug LH 2571 zurück in die bayerische Heimat. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zog bereits Donnerstagvormittag seine persönliche Bilanz der Tage in China und Singapur – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.

Sportliches Fazit: Während Bayern-Pa­tron Uli Hoeneß in den ersten Tagen in Singapur polterte, dass der Trip wegen der Reisestrapazen grenzwertig sei, sah Rummenigge den Wutausbruch seines Präsidenten entspannt: „Uli und ich sind oft zusammen. Und wenn man 0:4 gegen Milan verloren hat, ist das der emotionale Knopf. Ich glaube aber, festgestellt zu haben, dass bei der Reise eine einhellige Meinung herrscht. Er ist absolut happy heute.“ So viel zum Gemüt des Präsidenten. Aus sportlicher Sicht seien bei Rummenigge viele positive Eindrücke hängen geblieben: „Du lernst die Charaktere viel besser kennen. Es gab ja zum Beispiel die große Diskussion: Müller oder James? Die Reise hat gezeigt: Müller und James geht! Das ist eine wichtige Erkenntnis.“ Selbst aus der Verletzung von Juan Bernat konnten die Münchner ihre Schlüsse in Sachen Back-up für David Alaba ziehen. „Wir sind uns einig, dass wir trotzdem keinen Ersatz holen werden. Mit Marco Friedl haben wir einen, der die Position spielen kann.“

Wirtschaftliches Fazit: Fans gewinnen, die Marke FC Bayern stärker positionieren und vor allem: Geld verdienen. Das waren die Ziele der Asien-Reise. Alles erreicht! Vor allem der letzte Punkt zauberte Vorstandsboss Rummenigge ein Grinsen ins Gesicht: „Es ist völlig klar, wenn wir so eine Sommer-Tour machen wie Real Madrid, Barcelona oder Manchester United, da wird natürlich auch Geld verdient. Das ist aus Sicht des FC Bayern ein All-Time-High, der höchste Betrag, den wir bei einer Summer Tour jemals eingenommen haben“, verriet der 61-Jährige. Die Bayern sehen sich bei der Internationalisierung gemeinsam mit Dortmund und Schalke als „Lokomotive, um in diesen Märkten auch der DFL in Sachen TV-Vermarktung zu helfen.“ Daher hatte er für die Kritik von Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl („Ich bin dankbar, dass wir von solchen Reisen verschont bleiben.“) keinerlei Verständnis. „Ich finde diese Aussage zynisch und ein Stück unsolidarisch. Die Klubs, die hier in Asien oder in Amerika waren, haben einen Dienst pro Bundesliga-TV-Vermarktung geleistet. Ich bin skeptisch, ob das die Mannschaften machen, die den einfachen Weg wählen und sich in Österreich und der Schweiz vorbereiten“, lautete die Botschaft in Richtung Leipzig, die dort allerdings nich ankam. Hasenhüttls Konter: „Was an meiner Aussage zynisch sein soll, verstehe ich nicht. Ich wurde als Trainer zu den Belastungen einer Asienreise gefragt. Und ich habe als Trainer geantwortet, dass ich die Belastungen für die Spieler extrem finde. Und ich stehe zu meiner Aussage.“

Die Asien-Reise zum Nachlesen

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