Rummenigge: "Das tut uns weh."

Alaba fällt lange aus - Was nun, Pep?

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David Alaba fällt für rund sieben Wochen aus.

München - Schock für die Bayern: Mit einem Innenbandriss im linken Knie fällt Allzweckwaffe David Alaba für rund sieben Wochen aus. Das muss der Kader auffangen.

Es ist der nächste Schock innerhalb von nur zwei Wochen für den FC Bayern: Super-Ösi und Allzweckwaffe David Alaba fällt mit einem Innenbandriss im linken Knie für rund sieben Wochen aus. Nach Arjen Robben (Bauchmuskelriss) bricht damit die zweite Super-, Super-Säule von Trainer Pep Guardiola im Saisonendspurt weg. Eine ganz bittere Nachricht, und das kurz vor dem Spiel beim BVB am Samstag.

„Ich bin jetzt natürlich tieftraurig“, sagte der Österreicher kurz nach seiner Untersuchung bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt. Bis direkt vor die Tür ließ sich der 22-Jährige Mittwochvormittag bringen, auf Krücken humpelte er im grauen Trainingsanzug und roter Kappe im Eigendesign in die Praxis. Als er herauskam, war der Schirm der Mütze nach vorn gedreht – darunter ein trüber Blick. Auch wenn der Linksfuß kämpferisch wie immer schnell eine positive Ansage abgab. Alaba: „Ich habe ein großes Ziel vor Augen: Ich will beim Saisonfinale wieder dabei sein. Ich werde mich jetzt gut erholen und dann in der Reha Vollgas geben.“

Seine Zuversicht in Ehren, nach 14 Tagen mit Gips und im Anschluss daran mit einer Schiene scheint es aber eng zu werden für ihn, noch mal im Meisterschaftsrennen anzugreifen. Kehrt Alaba auf den Platz zurück, dürfte die Schale längst in FCB-Hand sein. Der Österreicher sollte vielmehr darauf hoffen, dass seine Kollegen den Einzug ins Pokalfinale (30. Mai) und in das Endspiel der Champions League (6. Juni) klarmachen. Ohne ihn und Robben, zwei Schlüsselspieler des Trainers, wird dieses Berlin-Unterfangen allerdings ungleich schwerer. Was nun, Pep?

„Es wäre ein Fehler, wenn Bayern München jetzt lamentieren würde“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. „Wir schauen voraus, wir haben einen guten Kader, der das jetzt auffangen muss.“ Was nicht leicht wird. Der Österreicher hat in dieser Saison schon viele verschiedene Positionen im Spiel des FCB eingenommen (siehe tz-Aufstellung). In der Abwehr agierte Alaba als Linksverteidiger in der Vierer- oder Dreierkette, Guardiola brachte ihn zudem als Innenverteidiger, um gegen temporeiche Konterspieler seine Antrittsschnelligkeit zu nutzen. Im Mittelfeld nahm Alaba die Rolle des Sechser oder Achters ein, auch als Ribéry-Ersatz links offensiv überzeugte er schon.

Ausgerechnet in den Kracher-Wochen mit den Spielen gegen Dortmund (Liga), Leverkusen (Pokal) und gegen Porto (CL) wird der Österreicher nun fehlen. Für jede einzelne seiner bisherigen Positionen kommen unterschiedliche Ersatzleute in Frage: Hinten links ist Juan Bernat gesetzt, der die Rolle des Linksverteidigers fehlerfrei, aber etwas weniger präsent ausfüllt. Als Innenverteidiger neben Boateng stehen Benatia, Dante und Badstuber bereit.

Bilder: Verletzter Alaba bei Dr. Müller-Wohlfarth

Bilder: Verletzter Alaba bei Dr. Müller-Wohlfarth

Im Mittelfeld kehrt Lahm als Nebenmann für Alonso oder Schweinsteiger zurück. Dass alle drei zum Zuge kommen, scheint auch nach Alabas Verletzung unwahrscheinlich. Außerdem geht dem Team ein zusätzlicher Alaba-Faktor verloren – bei Freistößen. Zuletzt traf der Ösi gegen Stuttgart, Braunschweig und Bremen nahezu aus allen Distanzen. Das Kraftpaket zu ersetzen wird eine der schwereren Aufgaben von Pep Guardiola. Erste Antworten erleben wir am Samstag.

mic

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