Österreicher verlässt die Roten im Sommer

Alaba zieht Schlussstrich unter Kapitel FC Bayern: Eine wichtige Frage lässt er aber unbeantwortet

David Alaba hat die Katze aus dem Sack gelassen: Er sieht seine Zukunft nicht beim FC Bayern. Dabei schreckt ihn die Entwicklung eines ehemaligen Teamkollegen keineswegs ab.

München - David Alaba hat nun endlich offiziell verkündet, was hinter den Kulissen des FC Bayern schon seit Wochen klar war: Seine Zeit in München ist ab Sommer vorbei. „Ich habe die Entscheidung getroffen, nach dieser Saison etwas Neues zu machen und den FC Bayern zu verlassen. Es war wirklich keine leichte Entscheidung. Ich bin dem FC Bayern sehr dankbar“, startete der Österreicher am Dienstagnachmittag sein „Eröffnungs-Plädoyer“ im Pressestüberl an der Säbener Straße. Eine Entscheidung, wohin er im Sommer wechseln wird, habe er allerdings noch nicht getroffen: Neben Real Madrid und Barcelona sollen auch Chelsea, Manchester City und der FC Liverpool Interesse an Alaba haben.

Bisher galten die spanischen Vertreter stets als Favoriten auf eine Verpflichtung des Defensiv-Spezialisten - doch die hohen Gehaltsforderungen der Alaba-Seite um Berater Pini Zahavi und Vater George sollen selbst die Königlichen ein Stück weit abgeschreckt haben. „Mein Management ist mit allen Vereinen in Gesprächen. Ich lasse mir da keinen Stress machen. Und irgendwann treffe ich dann meine Entscheidung“, berichtete Alaba am Dienstag unverblümt. Oder anders formuliert: Das Wettbieten um den ablösefreien Bayern-Star inklusive sattem Handgeld ist eröffnet.

Nur noch wenige Monate im Bayern-Trikot unterwegs: David Alaba hat beschlossen, den Rekordmeister im Sommer zu verlassen.

Alaba verlässt FC Bayern: Finanzelle Aspekte sollen keine Rolle gespielt haben

Wobei der Linksfuß versicherte, dass es ihm bei seiner Entscheidung den deutschen Rekordmeister zu verlassen, nicht um finanzielle Aspekte ging: „Ich will einfach etwas Neues machen, ich habe eine neue Herausforderung gesucht. Es war keine finanzielle Entscheidung. Ich habe noch sechs bis sieben Jahre Zeit, Fußball zu spielen und wollte jetzt eben was Neues machen.“ Die Münchner Verantwortlichen sehen das jedoch anders. Trotzdem hätten sie sich lange Zeit bemüht, ihr Eigengewächs auch nach 13 Jahren weiterhin im Klub zu halten. „Alle haben um mich gekämpft“, stellte Alaba klar. Deshalb sei er den Bayern auch sehr dankbar, „darum war es eine so schwere Entscheidung für mich. Dieser Klub ist wie eine Familie für mich. Die vergangenen Jahre waren wirklich unglaublich.“

Nun sucht der zweimalige Champions-League-Sieger also einen neuen Verein, „um eine neue sportliche Herausforderung zu haben, um mich auch als Person außerhalb des Platzes weiterzuentwickeln“. Dass Theorie und Praxis nicht immer gleich leicht umsetzbar sind, spürt ein anderer Ex-Bayern-Star derzeit am eigenen Leib: Thiago. Der Spanier suchte im vergangenen Sommer ebenfalls eine neue Herausforderung und landete in Liverpool - obwohl sein Herz laut eigener Aussage immer noch dem FC Bayern gehörte. Aktuell befinden sich die Reds im Sinkflug und Thiago gilt als Sinnbild der Krise.

Doch dieses Beispiel hat Alaba nicht abgeschreckt. Jetzt hat er seinen Abschied offiziell verkündet und kann keinen Rückzieher mehr machen: Er sagt endgültig Servus. (bok)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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