Pullachs Spielertrainer wäre beinahe in die Serie A

Benede: „Schönste Zeit beim FC Bayern hatte ich unter Scholl“

Wie Alexander Benede fast in der Serie A oder bei Hannover 96 gelandet wäre
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Wie Alexander Benede fast in der Serie A oder bei Hannover 96 gelandet wäre

Pullachs Spieletrainer Alexander Benede spricht im Interview über seinen Karriereweg beim FC Bayern und Angebote aus der Serie A und von Hannover 96.

Alexander Benede wechselte in der U19 vom TSV 1860 München zum FC Bayern München.Der inzwischen 31-Jährige hatte ein Angebot aus Brescia vorliegen, doch sein Vater lehnte den Wechsel mit Blick auf die schulische Bildung ab. Die Zeit beim FC Bayern unter dem damaligen U23-Coach Mehmet Scholl hat er in besonders guter Erinnerung. 

Pullach - SV Pullach-Spielertrainer Alexander Benede hat einen beeindruckenden Karriereweg hinter sich. Der 31-Jährige spielte bereits in der Jugend für den TSV 1860 München. In der U19 wechselte der Münchner dann zum FC Bayern und spielte dort für mehre Jahre. In der 3. Liga stand er mit Thomas Kraft, Holger Badstuber, Mehmet Ekici und Thomas Müller auf dem Feld. Der bei der Münchner Fussball Schule arbeitende, hauptberufliche Trainer spricht im Interview mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern über hochkarätigen Angebote, die er damals ausgeschlagen hat und weshalb sein Karriereweg eine unerwartete Wendung genommen hat.

Balotelli-Klub Brescia Calcio wollte Alexander Benede verpflichten

Bereits in seiner Zeit beim TSV 1860 wurden große Klubs auf Benede aufmerksam. Bei einem Probetraining bei Brescia Calcio, dem heutigen Klub von Mario Balotelli in der Serie A, wusste der Münchner zu überzeugen. Prompt lag ihm ein Angebot des italienischen Erstligisten vor, der den blutjungen Benede mit einem Vertrag bis ins Erwachsenenalter ausstatten wollte. Die Verhandlungen scheiterten damals jedoch am Veto seines Vaters. Er bestand auf einen Schulabschluss. „Ich wäre damals auch zu Fuß den Brenner runtergelaufen“, lacht Benede, aber „mein Vater hat dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben, weil er meine schulische Ausbildung nicht opfern wollte“.

Der FC Bayern verlängerte den Vertrag mit Benede nicht

Der traurige Wendepunkt seiner Karriere kam im Sommer 2009. Benede spielte damals unter Mehmet Scholl und erlebte seine „schönste Zeit beim FC Bayern“. 

Der Europameister von 1996 und Champions-League-Sieger vertraute auf Benede und hätte gerne mit dem heutigen Pullacher verlängert. Der Verein hatte andere Pläne und der Verteidiger wurde aussortiert. 

Kein Wechsel zu Hannover 96 wegen Hoffnung auf Bayern-Vertrag

Bitter, denn Benede hatte eigentlich ein Vertragsangebot von Hannover 96 vorliegen, schlug dieses zugunsten seines Herzensklubs Bayern München aber aus. Als der Vertrag nicht verlängert wurde, stand er zum 30. Juni ohne gültiges Arbeitspapier da und war arbeitslos. Daraufhin musste Benede für drei Monate seinen ausstehenden Zivildienst leisten, danach waren die Kaderplanungen der Vereine abgeschlossen. 

Das Kapitel Profi-Fußball war somit beendet und er setzte seine Karriere beim TSV Aindling in der Bayernliga fort. Über die Station BC Aichach landete er beim SV Pullach.

Für die Raben spielt der 31-Jährige seit 2014 und der Verein und die Leute sind ihm über die Jahre „ans Herz gewachsen“. Seit dieser Saison ist er als hauptberuflicher Trainer in doppelter Funktion für den SVP tätig.

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