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Bayern hat den „neuen Ibrahimovic“ weiter im Blick

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Stockholm - Schon zum wiederholten Mal entsenden die Bayern ihre Scouts, um einen 17-jährigen Schweden zu studieren. Ob es sich diesmal gelohnt hat, scheint aber fraglich.

Der optische Eindruck war es vermutlich nicht, der Chinedu Obasi zu diesem bemerkenswerten Vergleich veranlasst hat. Der frühere Hoffenheim- und Schalke-Stürmer (29 Bundesligatore) steht mittlerweile beim schwedischen Hauptstadt-Klub AIK Solna unter Vertrag. Und einer seiner Teamkollegen erinnert ihn an einen Großen des Sports: „Wenn er nicht abhebt, kann er Schwedens neuer Zlatan Ibrahimovic werden“, sagte Obasi der Zeitung „Expressen“ Ende September über Alexander Isak.

Isak ist gerade erst 17 Jahre alt geworden. Mit eher drahtiger Statur, Milchgesicht und dunklem Teint erinnert der Schwede mit eritreischen Wurzeln kaum an Ibrahimovic. Wohl aber mit seinen Leistungsdaten: 10 Tore in 24 Pflichtspielen sind für einen Jungprofi in seinem Alter aller Ehren wert.

Bayern beobachtet Alexander Isak seit Monaten

„Alexander Isak ist ein Großtalent. Er hat enormes Potenzial. Ich will nicht zu viel versprechen, aber er ist großartig“, sagte Obasi damals, kurz nachdem Isak dem Stockholmer Lokalrivalen Djurgården zwei Tore eingeschenkt hatte. Über das „enorme Potenzial“ des 17-Jährigen ist seit einiger Zeit auch ein Münchner Großklub im Bilde: Allem Anschein nach verfolgt der FC Bayern Isaks Entwicklung seit Monaten.

Anfang September ließen die Bayern Isak bei einem Spiel der schwedischen U17 beobachten. Im Oktober seien Club-Vertreter beim Match AIK gegen IFK Göteborg vor Ort gewesen, hieß es. Nun, am Wochenende, hat ein Journalist des „Sport Expressen“ FCB-Scout Dirk Anders beim Spiel AIK Solna gegen Kalmar FF auf der Tribüne ausgemacht.

Das Beuteschema passt - der letzte Auftritt nicht

Der Rekordmeister hat also offensichtlich anhaltendes Interesse an Isak. Tatsächlich würde eine Verpflichtung ins Beuteschema des FC Bayern passen: Auch Kingsley Coman oder Renato Sanches fielen in die Kategorie „Rohdiamant“, als der FCB die Jungstars ins Visier nahm.

Dass Isak aber derzeit ganz oben auf der Einkaufsliste steht - es scheint etwas fraglich. Denn offenbar war Anders am Wochenende nicht begeistert. „Sport Expressen“-Schreiber Mathias Lühr erkundigte sich angeblich bei Anders nach einem Eindruck von Isak - und erhielt eine eher skeptische Einschätzung. 

Der alte Ibrahimovic unterstützt den „neuen Ibrahimovic“

„Er ist nicht so richtig im Spiel. Er hängt etwas in der Luft. Ist er denn schnell?“, rekapitulierte der Journalist die Einlassungen des Scout. Bereits deutlich vor Abpfiff - und Isaks Auswechslung - habe Anders das Stadion verlassen.

Eine definitive Entscheidung muss das gleichwohl noch nicht bedeuten. Zumal Isak Medienberichten zufolge noch wesentlich bekanntere Kicker als Fans hat, als „nur“ Chinedu Obasi: Zlatan Ibrahimovic höchstpersönlich habe Isak bei seinen Ex-Clubs Paris St. Germain und Juventus Turin ins Gespräch gebracht, heißt es. Falls die Bayern nicht zuschlagen, könnten es also andere Größen des europäischen Fußballs tun.

fn

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