Wirbel um Nübel-Wechsel

Pikante „Doppelpass“-Panne: Moderator plaudert Meldung aus, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war

Der Sport1-“Doppelpass“ diskutierte am Sonntag über die Personalie Alexander Nübel. Dabei plauderte Moderator Thomas Helmer eine Nachricht des Beraters aus.

  • Alexander Nübel wechselt im Sommer 2020 zum FC Bayern.
  • Manuel Neuer will seinen Platz im Tor aber nicht abgeben.
  • Im Zuge des Transfers hagelt es nun Kritik am FCB.

Update vom 13. Januar, 13.11 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zu Alexander Nübel und Manuel Neuer finden Sie hier.

Update vom 12. Januar, 21.07 Uhr: Der ablösefreie Sommertransfer von Alexander Nübel ist eines der bedeutendsten Themen der Bundesliga-Winterpause. Logisch daher, dass auch im Sport1-“Doppelpass“ über den Wechsel diskutiert wurde. Dabei unterlief Moderator Thomas Helmer allerdings ein Fauxpas, der so wohl nicht gewollt war.

Während der Sendung hatte Sport1-Experte und Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg als Wechselgrund den finanziellen Aspekt ins Spiel gebracht. Nübels Berater, Stefan Backs, würde durch den Transfer nämlich eine ordentliche Summe einnehmen, so Effenberg. 

Doppelpass: Helmer plaudert Nachricht von Nübel-Berater aus

Noch während der Sendung meldete sich Backs auf dem Twitter-Account der Spielerberatung „Siebert & Backs GmbH“ zu Wort. Während einer Werbepause griff Helmer dann eine Nachricht des Beraters auf und erzählte seinen Gästen unter Gelächter: „Der Berater von Nübel hat sich gerade gemeldet. Er hat sich beschwert, dass Stefan gesagt hat, er sei geldgeil.“ 

Was Helmer in dem Moment offensichtlich vergaß: Die Mikrofone im YouTube-Livestream laufern auch während der Werbeunterbrechung weiter. So bekam das eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedachte Gespräch jeder Zuschauer mit. Ob es sich bei der Nachricht an den Doppelpass um den Tweet der Spielerberatung handelt oder sich der Berater separat bei Sport1 meldete, ist nicht bekannt. 

Kritik am FC Bayern nach Nübel-Transfer: „Ob das immer statutengerecht ist, ...“

Update vom 12. Januar, 17.41 Uhr: Der ablösefreie Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern sorgt weiter für Diskussionen. Während einige Beobachter den Transfer aus Spielersicht nicht nachvollziehen können (siehe Update vom 11. Januar), gerät nun auch der FC Bayern in die Kritik - wegen seiner Transferstrategie in der Bundesliga. 

Christian Heidel, bis Februar 2019 Sportvorstand von Schalke 04, arbeitete einst mit Nübel zusammen. Wenn der FC Bayern jemanden verpflichten möchte, habe man selbst als Klub wie Schalke kaum eine Chance, den Spieler zum Bleiben zu überreden. Die Königsblauen bekamen das in jüngster Vergangenheit bereits am Beispiel Leon Goretzka zu spüren. Der Nationalspieler verließ Gelsenkirchen - wie auch Nübel - ablösefrei. Ein Umstand, den Heidel nun kritisiert.

Christian Heidel kritisiert FC Bayern: „Ob das immer statutengerecht ist, ...“

Der 56-Jährige, der im Sommer einen Schlaganfall erlitt, erklärte mit Blick auf die Transferstrategie der Münchner im kicker (Montagsausgabe): „Die Bayern fahren inzwischen leider die Politik, auf dem deutschen Markt nichts mehr oder kaum was zahlen zu wollen, und sichern sich Top-Bundesligaspieler sehr früh, um sie dann ablösefrei zu übernehmen. Ob das immer statutengerecht ist, interessiert niemanden. Die dicke Kohle fließt, wie zum Beispiel bei Hernandez (80 Millionen Euro, Anm. d. Red.), ins Ausland.“

Kritik am FC Bayern: Hat Heidel recht? Ein Blick auf die letzten Transfers

In jüngster Vergangenheit wechselten Spieler wie Robert Lewandowski, (Dortmund), Sebastian Rudy (Hoffenheim) oder Sebastian Rode (Frankfurt) zwar ablösefrei aus der Bundesliga an die Isar. Gleichzeitig gilt es aber zu erwähnen, dass die Münchner durchaus in Bundesligaspieler investieren.

Für Mario Götze (37 Millionen Euro, Dortmund), Benjamin Pavard (35 Millionen, Stuttgart), Mats Hummels (35, Dortmund), Niklas Süle (20, Hoffenheim) oder einst auch Manuel Neuer (30, Schalke) überwies der FCB teils hohe Summen an die nationale Konkurrenz.

Löw-Intimus kann Nübel-Transfer zum FC Bayern überhaupt nicht verstehen: „War selber überrascht...“

Update vom 11. Januar, 21.05 Uhr: Der Wechsel von Alexander Nübel vom FC Schalke zu den Bayern beschäftigt weiter die Bundesliga - und offensichtlich auch die deutsche Nationalmannschaft.

Alexander Nübel: Andreas Köpke verwundert über Transfer zum FC Bayern

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hat sich am Rande der herben 2:5-Testspiel-Niederlage der Münchner in Nürnberg verwundert über den Transfer zum FC Bayern gezeigt.

„Ich war selber überrascht vom Wechsel. Ich weiß nur vom Manuel Neuer, dass er alle Spiele machen will“, erzählte Köpke bei Magenta Sport: „Wer nicht spielt, kann auch nicht zur Nationalmannschaft, das ist ja klar. Er (Alexander Nübel, d. Red.) hat erst eine Saison in der Bundesliga bestritten, ist jetzt auch noch mit Rot gesperrt.“

Klingt nicht so, als dürfe sich Nübel in absehbarer Zukunft Hoffnungen auf eine Karriere im DFB-Team machen. Sein künftiger Kontrahent bei den Bayern, Manuel Neuer, hat sich indes in die Transfer-Debatte beim Rekordmeister eingeschaltet.

Alexander Nübel: Angebliche Vertragsklausel beim FC Bayern München

Update vom 10. Januar, 9.56 Uhr:  Alexander Nübel wird sich im Sommer dem FC Bayern München anschließen. Noch bevor der aktuelle Schalker überhaupt eine Minute für seinen neuen Verein gespielt hat, sorgt er schon für ein kleines Chaos. Manuel Neuer, Nübels künftiger Konkurrent, hatte angekündigt, seinen Platz im Tor nicht freiwillig zu räumen. 

Wie Sport1 berichtet, wird der Weltklasse-Keeper das aber zwangsweise tun müssen. Denn: Offenbar wurde Nübel schriftlich garantiert, dass er zu Einsätzen beim FCB kommen wird. Zuletzt war von 15 Spielen die Rede - ob es wirklich so viele sind, ist unklar. Fix ist dagegen eine andere Entscheidung der Münchner: Nübel soll nicht verliehen werden. Wie Manuel Neuer, der jüngst von den Fans mit einem TV-Promi verglichen wird, das wohl schmecken wird? 

Oliver Kahn überrascht mit Transfer-Aussage - Vor neun Monaten klang das noch anders

Update vom 8. Januar 2020, 14.32 Uhr: Die Torwart-Frage wird denFC Bayern ohne Zweifel weiter beschäftigen. Oliver Kahn hatte bei seiner Vorstellung an diesem Dienstag angekündigt, im Trainingslager in Katar das Gespräch mit den (aktuellen) Spielern zu suchen - das gilt sicher auch für Weltmeister Manuel Neuer.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam Kahn dann auch in Doha an und schaute sich das Training der Bayern an, nach einem Flug über die Krisenregion Irak und Iran.

Zuvor hatte der 50-Jährige mit dem Team bereits gefrühstückt. Ob er auch schon mit Neuer gesprochen hat, der sich öffentlich wenig begeistert über den (kommenden) Transfer von Alexander Nübel nach München geäußert hatte? 

Führungskräfte des FC Bayern: Sportdirektor Hasan Salihamidzic (li.) und Vorstand Oliver Kahn.

Alexander Nübel oder Manuel Neuer? Oliver Kahn klang vor Monaten noch anders

Update vom 7. Januar 2020, 15.17 Uhr:  Alexander Nübel wechselt im Sommer 2020 zum FC Bayern München und kämpft dann mit Manuel Neuer um den Posten im Tor. Der künftige FCB-Vorstandsboss Oliver Kahn sprach bei seiner Vorstellung am Dienstag über die T-Frage (siehe weiter unten im Artikel).

Er freute sich über den Nübel-Transfer - doch vor ein paar Monaten hatte Kahn noch ganz andere Gedanken zum jungen Keeper. Im April 2019 warnte er in einem Spox-Interview noch vor einem Wechsel zum FCB: „Wenn man nicht Nationaltorwart ist und sich auch international nicht die richtigen Meriten erspielt hat, kann es schnell nach hinten losgehen. Da gehört das Gefühl für den richtigen Moment dazu.“ Kahn schob direkt einen Rat hinterher: „Bei Schalke bleiben, Erfahrungen machen, Schritt für Schritt besser werden und dann in Ruhe über solche Sachen nachdenken.“

Torwart-Zoff beim FC Bayern München? Jetzt spricht Oliver Kahn ein Machtwort

Update vom 7. Januar 2020, 11.30 Uhr: 14 Jahre lang hütete er das Tor des FC Bayern München. Oliver Kahn weiß wohl am besten, wie es ist, die Nummer Eins beim Deutschen Rekordmeister zu sein und die Position zwischen den Pfosten zu verteidigen. 

Dementsprechend gelassen präsentierte er sich bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Vorstand am Dienstag gegenüber der aktuell hitzig diskutierten Thematik Manuel Neuer/Alexander Nübel. „Wir alle wissen, was Alexander Nübel für ein Talent ist, welche Fähigkeiten er hat. Es war eine kluge und strategische Entscheidung. Wenn ein Alexander Nübel zu haben ist, müssen wir einen solchen hervorragenden Torwart verpflichten“, lobte Kahn die jüngsten Transferaktivitäten der Bayern.

Bayerns neuer Vorstand Oliver Kahn über Alexander Nübel: „Jeder muss seinen Weg gehen“

Involviert war er darin noch nicht, wie er auf der Pressekonferenz* verriet. Eine eigene Meinung hatte er sich in den vergangenen Tagen dennoch gemacht: „Manuel Neuer ist ein verdienter Torhüter des FC Bayern München, der an vielen Titeln des FC Bayern beteiligt war. Jeder, auch Alexander Nübel, muss seinen Weg gehen“, lobte Kahn die aktuelle Nummer Eins - und sieht Nübel in der Pflicht, sich noch beweisen zu müssen. 

Jedoch erst einmal im Schatten Neuers: „Er hat gesagt, dass er sich in ein paar Jahren bei Bayern München als absolute Nummer Eins sieht. Es ist ein extrem mutiger Schritt. Es ist sein Weg, und diesen Weg gilt es, zu akzeptieren“, sagte Kahn, der betonte, dass er die Torhüter-Frage auf den kommenden Sommer verschieben möchte. „Im Moment geht es darum, eine exzellente Rückrunde zu spielen und Manuel Neuer wie in der Vorrunde auf absolutem Weltklasse-Niveau zu erleben.“ 

Kahns Auftritt gefiel den Fans sehr gut - ein Detail wurde aber irgendwie doch vermisst.

Großer Torhüter-Zoff beim FC Bayern? Manuel Neuer wird deutlich: „Ich wollte immer ...“

Update vom 7. Januar 2020, 9.45 Uhr: Manuel Neuer bleibt weiterhin gelassen ob der Verpflichtung des Noch-Schalkers Alexander Nübel - zumindest nach außen. Der Kampf um die Nummer Eins beim FC Bayern München scheint dennoch bereits jetzt entbrannt zu sein, wie die jüngsten Aussagen des deutschen Nationalkeepers verdeutlichen.

Denn Neuer, der im Sommer 2011 ebenfalls den Schritt vom Revierklub zum deutschen Rekordmeister wagte, kritisierte auf einer Pressekonferenz in Doha die Entscheidung seines künftigen Teamkollegen: „Ich wollte immer spielen, gerade als ich jung war“, so Neuer, der es bei den Königsblauen auf 203 Pflichtspieleinsätze brachte - ehe er von den Münchnern als künftiger Stammtorhüter verpflichtet wurde. 

Neuer stellt die Entscheidung Nübels infrage und übt Kritik an Hasan Salihamidzic

Anders als Nübel, dem zwei Jahre auf der Münchner Ersatzbank drohen. „Ich weiß nicht, ob ich mich so verhalten und so entschieden hätte", stelle Neuer Nübels Entscheidung infrage. Ohnehin scheint Bayerns Nummer Eins von der Art und Weise der Veröffentlichung des Transfers nicht gerade angetan.

Zumal die Interna des Vier-Augen-Gesprächs mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic, nach denen Kronprinz Nübel in der kommenden Saison 15 Spiele erhalten sollte, an die Öffentlichkeit gelangten. „Über Gespräche sollte man nichts sagen“, wurde Neuer deutlich und ebenso, wen er dafür verantwortlich machte: den FCB-Sportdirektor.

Der arbeitet weiter am Kader für die kommende Saison. Ob Leroy Sané noch in diesem Winter-Transferfenster zu den Münchnern dazu stoßen wird, bleibt äußerst fraglich. Neben Sané gibt es noch einen Premier-League-Star, der mit dem FCB in Verbindung gebracht wirdSuperstar Cristiano Ronaldo hingegen brachte sich mit seinen jüngsten Äußerungen selbst ins Gespräch. Der künftige Bayern-Boss, Oliver Kahn, sprach bei seiner Vorstellung ebenfalls über den Torhüter-Zoff. Den Live-Ticker gibt es bei tz.de*

Großer Torhüter-Zoff beim FC Bayern? Nübel-Berater positioniert sich: „Neuer wäre nicht ...“

Update vom 6. Januar 2020, 18.20 Uhr: Sein Klient ist noch gar nicht in Isar-Nähe und doch schlagen die Wellen bereits hoch. Spielerberater Stefan Backs vertritt U21-Nationaltorhüter Alexander Nübel, der im Sommer zum FC Bayern wechselt. Anlässlich der klaren Ansage von FCB-Kapitän Manuel Neuer (Update vom 06. Januar 2020, 15.21 Uhr) sah sich Backs zu einem Statement veranlasst.  

„Er wäre nicht das geworden, was er heute ist: eine starke Persönlichkeit. Das hat man heute gesehen“, zitiert der kicker den Spielerberater. Neuers Aussagen hatten eher nicht den Eindruck erweckt, als sei er im Sommer bereit, Konkurrent Nübel Spielzeit einzuräumen. Für den Vertreter des Noch-Schalkers offenbar kein Problem: dies sei eine Haltung, die einem Bayern-Kapitän absolut zustehe, zumal dieser eine exponierte Position innerhalb des Vereins habe.

Neuer äußert sich über Vertragssituation und Konkurrent Nübel: „Einiges kann man sich auch denken...“

Update vom 06. Januar 2020, 15.21 Uhr: Verlängert Manuel Neuer jetzt beim FC Bayern oder nicht? Im Trainingslager hat sich der Kapitän jetzt zur Situation ab der kommenden Saison geäußert.  

„Es ist eine Entscheidung des Vereins hinsichtlich der Zukunft. Dennoch haben wir auch gute Torhüter, wie Sven Ulreich, der seine Sache immer sehr gut gemacht hat. Nübel ist ein Top-Torwart, dem vielleicht irgendwann die Zukunft gehört ... irgendwann“, so Neuer auf dem Presse-Talk über die Verpflichtung von Alexander Nübel: „Für meine Zukunft spielt es aber keine Rolle, dass er zum FC Bayern wechselt.“ 

Manuel Neuer und seine Vertragsverlängerung beim FC Bayern: „Bisher kamen wir noch nicht dazu...“

Begeisterung klingt irgendwie anders. Auch zum möglichen Jobsharing äußerte er sich: „Ich bin Profi, ich will immer spielen. Ich bin kein Statist, sondern Protagonist. Aber der Trainer entscheidet natürlich.“

Auf die Frage, wann und ob ob er seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern werde, sagte Neuer vielsagend: „Die Voraussetzungen habe ich im Kopf, die werde ich natürlich nicht preisgeben. Aber einiges kann man sich auch denken. Der Verein hat mir immer Wertschätzung gezeigt. Bisher kam es noch nicht dazu, dass wir uns mit einer Vertragsverlängerung beschäftigt haben, wobei ich überhaupt kein Zeitdruck habe. Es wird sich schon ergeben.“

FC Bayern München: Manuel Neuer soll irritiert sein - und aus gleich zwei Gründen mit seiner Vertragsverlängerung zögern

Update vom 06. Januar 2020, 11.22 Uhr: Der Vertrag von Manuel Neuer beim FC Bayern läuft 2021 aus. Würde er diesen erfüllen, wäre er zehn Jahre an der Säbener Straße tätig gewesen. Der Rekordmeister aber will Neuer darüberhinaus noch binden.

Bislang hat der Kapitän sein Arbeitspapier nicht verlängert, erste Gespräche haben aber wohl schon stattgefunden. Doch Neuer zögert noch - aus zwei Gründen, wie der kicker berichtet. 

Zum einen zeigt sich der 33-Jährige offenbar irritiert über die Tatsache, dass Interna aus den ersten Vertragsgesprächen nach außen drangen. Neuer sei demnach nicht bereit, mit Sommer-Neuzugang Alexander Nübel ab der kommenden Saison Jobsharing zu betreiben. Das heißt: Neuer will jedes Spiel machen. 

Ein weiterer Grund: Der Keeper will wohl erst verlängern, wenn er weiß, wer über den Sommer hinaus Trainer beim FC Bayern sein wird. Aktuell sitzt Hansi Flick auf der Trainerbank, allerdings zunächst nur bis Sommer. Heißt im Umkehrschluss: Wollen die Bayern bald mit Neuer verlängern, müssen sie die Trainerfrage über den Sommer hinaus klären.   

Eine Vertragsverlängerung von Neuer scheint alles andere als ausgeschlossen. Doch ganz so einfach, wie sich die Beteiligten das womöglich vorgestellt hatten, wird es wohl doch nicht. 

Beendet Neuer seine Karriere nicht beim FC Bayern? Interessantes Geständnis in Interview

München - Der Vertrag von Manuel Neuer läuft momentan bis 2021. Laut tz-Informationen* soll der Kontrakt jedoch bis 2023 ausgedehnt werden. Nun spricht Neuer in einem Interview über ein Engagement im Ausland. Hat das mit dem vermeintlichen Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern zu tun?

Momentan denke Neuer noch nicht an ein Karriereende, wie er im Interview mit dem Kicker Preis gibt. Auf die Frage, ob er bei der EM 2024 in Deutschland noch dabei sein werde, sagte er: „Noch bin ich fit und von daher bereit.“

Für Neuer sei die Gesundheit das größte Gut, daher will er auch einen Rücktritt nach einem möglichen Triumph bei der Europameisterschaft 2020 nicht ausschließen. „Das lasse ich mir offen, weil ich auf meine Gesundheit höre und schauen möchte, wie fit ich bin und ob mir alles Spaß macht.“

Neuer oder ter Stegen: „Wurde viel zu viel daraus gemacht“

Manuel Neuer spricht in einem Interview über seine Zukunft

Angesprochen auf die Torwartdebatte in der deutschen Nationalmannschaft, erklärt er, dass es keine Probleme zwischen ihm und Marc-Andre ter Stegen gebe. „Grundsätzlich wurde viel zu viel daraus gemacht. Wir sitzen beim Frühstück zusammen, unterhalten uns ganz normal, trainieren zusammen - als Teamkollegen, nicht als Konkurrenten“, erzählt Neuer.

Eine freundschaftliche Verbindung außerhalb der Nationalmannschaft scheint es jedoch nicht zu geben. „Wir trainieren bei der Nationalmannschaft zusammen, rufen uns aber nicht an, wenn er mit Barcelona spielt oder ich mit Bayern, und wünschen uns viel Glück.“

Manuel Neuer: „Ausland halte ich mir offen“

Neuer hat seine bisherige Karriere einzig in Deutschland verbracht, lässt sich jedoch nicht in die Karten blicken: „Ich habe nie gesagt, dass ich meine Karriere unbedingt in Deutschland beende. Ich habe aber auch nicht gesagt, dass ich den FC Bayern verlassen werde.“ Er gab jedoch zu, dass ihn das Ausland reize. „Aktuell kann ich es mir nicht vorstellen, im Ausland zu spielen; aber bei der Schnelllebigkeit des Geschäfts weiß man nie. Vielleicht packt es mich noch.“

Vorerst soll es beim FC Bayern weiter gehen. „Wenn ich mich gut fühle, wenn ich gebraucht werde und weiß, dass ich Leistung zeigen kann, will ich spielen, solange es Spaß macht. Ich fühle mich bei Bayern wohl und habe mit der Mannschaft Ziele.“

Neuer macht sich für Trainer Hansi Flick stark

Dass es Neuer momentan bei den Bayern gut gefällt, hat auch mit dem neuen Trainer Hansi Flick zu tun. „Er macht es super bisher. Er hat einen tollen Draht zur Mannschaft, spricht die Dinge ganz klar an. Er hat die Chance aktuell auf jeden Fall verdient.“ Auch Bayernspieler Thomas Müller macht sich für seinen Trainer Hansi Flick stark.

Für Neuer müsse ein Bayern-Trainer gewisse Voraussetzungen mitbringen, Deutschkenntnisse zählen für ihn jedoch nicht zwingend dazu. „Eine gewisse Erfahrung sollte ein Bayern-Trainer schon mitbringen, er muss mit den Medien umgehen, mit den Spielern sprechen und sie mitnehmen können.“ Ein Trainer müsse für Bayern ein Fußballfachmann sein und die Mannschaft gut erreichen können. Jemand, der den „FC-Bayern-Fußball spielen möchte, der die Philosophie hat, einen Fußball zu spielen, der zum FC Bayern am besten passt.“

Manuel Neuer erklärt seinen Reklamier-Arm als „nicht böswillig“

Man kennt es ja vom Bayern-Torwart: bei beinahe jedem Gegentor, das er kassiert, hebt er unverzüglich seinen Arm, um zu reklamieren. Ob Foulspiel, Abseits oder Ball im Aus ist dabei irrelevant. Darauf angesprochen, ob ihm die Geste, die längst im Internet für Unterhaltung sorgt, bewusst ist, erklärt Neuer im Interview mit dem Kicker: „ Ja, klar. Es gibt sogar Emojis dafür. Ich werde immer alles tun, damit unsere Mannschaft einen Vorteil hat. Es ist aber keine böswillige Aktion, wenn ich nach Gegentoren den Arm hebe. Dass sich Leute darüber lustig machen, ist für mich kein Problem.“

Weihnachten wird im Hause Neuer am Tegernsee übrigens traditionell gefeiert. Im Kreise der Familie wird gefeiert, an Heiligabend gehe Neuer sogar in die Kirche. „Es ist für mich ein besinnliches, ruhiges Fest, ganz normal.“

Auf die Frage, welche Wünsche ein Profi hat, der sich alles leisten kann, hat Manuel Neuer auch eine Antwort: „Ich bin glücklich, wenn ich Fußball spielen kann; ich liebe meinen Beruf. Meine Gesundheit ist für mich das größte Gut, gerade nach dem Pech in den vergangenen zwei Jahren. Deshalb bin ich froh, dass ich wieder gesund bin und meine Leistung zeigen kann. Ich hoffe, es läuft so weiter.“ Vor allem die Zeit, in der er auf Krücken unterwegs und auf die Hilfe anderer angewiesen war, habe ihn bodenständiger gemacht. 

Einen Kommentar zum Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern lesen Sie auf tz.de*.

Irre Anekdote: Pep Guardiola wollte Manuel Neuer mal im Mittelfeld aufstellen.

tf, glomex

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Andreas Gebert

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