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Energiekrise: München knipst die Allianz Arena aus – 2023 drohen sogar Spielausfälle

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Von: Florian Schimak

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Die Allianz Arena wird zukünftig nicht mehr so lange beleuchtet sein.
Die Allianz Arena wird zukünftig nicht mehr so lange beleuchtet sein. © FrankHoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de

Die Allianz Arena erleuchtet majestätisch vor den Toren Münchens, wenn der FC Bayern spielt. Damit ist nun aber teilweise Schluss. Der Grund: Die Energiekrise.

München - Die Kosten steigen. Der Strom wird teuer. Das Gas wird knapp. In ganz Deutschland geht die Angst um, dass man im kommenden Winter frieren muss. Bislang blieb der FC Bayern vom Angriff Russlands auf die Ukraine weitestgehend verschont, doch durch die Energiekrise ändert sich das nun. Betroffen ist dabei das Wohnzimmer des Rekordmeisters: Die Allianz Arena.

Wenn Robert Habeck die dritte Stufe im „Notfallplan Gas“ zündet, könnten nämlich auch die Bundesliga-Stadien im Winter dicht machen. Denn laut Sportbild haben neun der 18 Spielstätten in der Liga Gas-Rasenheizungen, was dazu führen könnte, dass 2023 bei Schnee und Eis womöglich Spiele ausfallen, weil das Gas abgestellt wurde.

Daher hat der FC Bayern sich jetzt schon einmal auf die Fahne geschrieben, die Energiekosten zu senken. „Um unsere Ambitionen im Bereich der Nachhaltigkeit zu erfüllen, arbeiten wir ohnehin seit Längerem in verschiedenen Bereichen daran, den Verbrauch von Energie immer weiter zu reduzieren“, sagt Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bayern, in der Sportbild: „Angesichts der aktuellen Krise haben wir diese Aktivitäten noch einmal verstärkt.“  

Allianz Arena: München knipst das Wohnzimmer aus - drohen 2023 sogar Spielausfälle?

So wird die Allianz Arena nun ausgeknipst! Zumindest für längere Zeit. Bislang war es üblich, das Wohnzimmer des FC Bayern nach Einbruch der Dunkelheit für sechs Stunden zu beleuchten. Von nun an erstrahlt die Arena in Fröttmaning lediglich für drei Stunden.

Auch die Rasenheizung wird umgestellt. Weg von einer gasbetriebenen, hin zu einer durch eine Luft-Wärme-Pumpe betriebenen. Der Strom dafür kommt von Solarpanels an der Arena. Darüber hinaus wird die Lüftung und Klimatisierung in der Arena heruntergefahren. Heißt: Im Sommer ist‘s nicht mehr so kalt und im Winter nicht mehr so mollig warm.

In den Logen wird nun nur noch an den Tagen gekühlt oder geheizt, wenn die Nutzung von der Firma im Vorfeld angekündigt wurde. Also keine pauschale Kühlung oder Wärme mehr. Zu guter Letzt wird es in den Toiletten nur noch Kaltwasser geben.

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Doch nicht nur in München in der Allianz Arena wird auf die Energiekosten geschaut, alle 36 Stadien stehen aktuell auf dem Prüfstand der DFL. Daher versendete die Liga laut Sportbild Mitte Juli einen Fragebogen. Hauptpunkte: Flutlichtanlagen und Rasenheizung. Dabei geht es darum, welche Energieform bei Rasenheizung und Flutlicht genutzt wird.

In Frankfurt wird im Waldstadion in der Winterpause eine LED-Flutlichtanlage installiert, bei RB Leipzig hat man schon die Lichter ausgetauscht. Zudem läuft dort ein Pilotprojekt, dass man anhand eines nachhaltigeren Energiekonzepts die Rasenheizung und die Bewässerung optimiert. (smk)

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