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Mega-Umbau in der Sommerpause: Die Arena wird kräftig erneuert

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Rund zehn Millionen Euro sollen die Umbauten in der Arena kosten.
Rund zehn Millionen Euro sollen die Umbauten in der Arena kosten. © Christina Pahnke / sampics

München - Gerade mal 12 Jahre steht die Allianz Arena im Münchner Norden. Doch in der Sommerpause wird kräftig umgebaut. Der Innenraum soll in neuem Glanz erstrahlen.

Neue Videowände, neues Flutlicht, neue Welcome-Zonen, neue Esplanade – in der Allianz Arena steht noch in diesem Monat ein Mega-Umbau an. Kostenpunkt: zehn Millionen Euro. Das hat Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth im Interview mit dem Bayern-Magazin verraten: „Insgesamt verbauen wir in der Sommerpause in zehn Wochen rund zehn Millionen Euro.“

Vor allem das Flutlicht soll mit Show-Effekten für neuen Glanz in der Hütte sorgen. Künftig kann man es dimmen und flackern lassen. Durch eine sogenannte Entertainment-Beleuchtung ist es dann außerdem möglich, das Licht farblich zu verändern. „Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn wir das erste Mal vor einem Abendspiel das Licht herunterfahren und Stephan Lehmann in einem Lichtkegel die Mannschaftsaufstellung präsentiert“, so Muth. Die Bayern wollen ihre Sportveranstaltungen künftig also als noch größere Event-Shows aufziehen, wie es auch in den USA der Fall ist.

Arena bleibt ein CL-Final-Kandidat

Netter Nebeneffekt: Das neue Flutlicht hat eine deutlich größere Beleuchtungsstärke, was die Allianz Arena auch in Zukunft unter anderem dazu berechtigt, wieder ein Champions-League-Finale auszurichten, wie es bereits 2012 der Fall war. „Es gibt in Europa nur wenige Städte und Stadien, die sämtliche Anforderungen für dieses Endspiel erfüllen. Deswegen bin ich mir ziemlich sicher, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder ein Finale ausrichten dürfen“, kündigt der Arena-Boss im Bayern-Magazin an.

Eine weitere Umbaumaßnahme wird vor allem bei den Fans in den Kurven für Freude sorgen: die neuen LED-Videowände. Auf deren Rückseiten werden nämlich zusätzlich jeweils zwei kleinere Videowände installiert, damit künftig auch die Anhänger in den jeweiligen Oberrängen auf die Bildschirme sehen können. Aktuell gibt es 400 Plätze, von denen aus man nicht auf die Videowand auf der gegenüberliegenden Seite sehen kann. Übrigens: Mit 200 Quadratmetern sind die neuen Videowände doppelt so groß wie die alten – europäischer Rekord, den bislang das Londoner Wembley-Stadion hält. Diesen Bestwert lassen sich die Verantwortlichen zwei Millionen Euro kosten. Außerdem ist eine neue Esplanade geplant – inklusive Überdachung. Das Vorhaben wird laut Muth aber frühestens im Sommer 2018 aktuell. Diesen Sommer werden vor den Zugängen im Norden und Süden Poller-Anlagen installiert. So soll verhindert werden, dass Schwerlastfahrzeuge in Besuchermengen rasen können, wie es bei den Terroranschlägen in Nizza und Berlin der Fall war. Wegen des großen Besucher-Andrangs gibt es künftig zwei zusätzliche Welcome-Zonen im Norden und Süden.

Die Löwen könnten den Umbau noch verzögern

Der Start des Mega-Umbaus ist für den 22. Mai geplant. Der TSV 1860 könnte dem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung machen – falls die Löwen in die Relegation müssen. Das Rückspiel würde erst am 30. Mai steigen. 

Schon vor drei Jahren wurde die Arena umgebaut. Damals wurde die Südkurve erweitert. Das Ergebnis sehen Sie im Video:

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