Beleuchtung, Kameras, Spuckschutz

Zum FCB-Saisonstart: Das ist neu in der Allianz Arena

München - Das Falkenauge feiert seine Premiere in der Bundesliga. Für die Torlinientechnik musste auch in der Allianz Arena gebaut werden. Aber es gibt noch mehr Neues!

Endlich rollt und fliegt der Ball wieder durch die Stadien, alles ist wie immer: Die Fans jubeln, die Spieler zaubern und grätschen, die Tore entscheiden über Wohl und Wehe der Trainer. Alles wie immer? Nicht ganz: In der kommenden Saison feiert das Falkenauge Premiere! Und ein paar weitere kleinere Änderungen gibt es auch noch, die tz zeigt sie.

Die Torlinientechnik ist die bedeutendste Neuerung, sie soll ein wenig den Druck von den Schiedsrichtern nehmen. „Wir entscheiden über eine Situation, die schwarz oder weiß ist“, sagt Schiri-Boss Herbert Fandel. Davon gebe es im Fußball nicht viele, „aber bei dieser Angelegenheit wird es in Zukunft keine Fehler mehr geben“.

Die Arena hat nun Torlinienkameras ­unterm Dach.

Dafür sorgt das aus dem Tennis bekannte britische Hawk-Eye-System, das bereits seit der Saison 2013/14 in der englischen Premier League zum Einsatz kommt. Es basiert auf der Verwendung von sieben Hochgeschwindigkeitskameras pro Tor, die meist am Dach des Stadions angebracht sind – nur in Darmstadt mussten Extra-Pfosten aufgestellt werden, um das altehrwürdige Stadion doch noch fit für die erste Bundesliga­saison seit 33 Jahren zu machen. Hinter den Toren und über der Gegentribüne gibt es dort kein Dach. Erstmals in Deutschland zum Einsatz kam das System beim DFB-Pokalfinale zwischen Wolfsburg und Dortmund (3:1), auch beim Supercup zwischen Wolfsburg und Bayern (5:4 i.E.) erfassten die Kameras den Ball. Über „Tor oder Nicht-Tor“ entscheidet aber weiter der Unparteiische, er kann das Falkenauge überstimmen.

Bilder: Allianz Arena mit neuer Beleuchtung und Hawk-Eye

Bilder: Allianz Arena mit neuer Beleuchtung und Hawk-Eye

Auf weitere Neuerungen müssen sich die Fans bis auf Weiteres nicht einstellen. Gar kein Thema ist derzeit der Videobeweis.

Bereits am Mittwochabend gab der FC Bayern den Startschuss für das System mit 300.000 LED-Leuchten. Im Stadion können bei den Spielen unterhalb des Daches unter anderem La-Ola-Wellen oder Torjubel-Effekte in Rot und Weiß simuliert werden. 16 Millionen Farben in höchster Lichtqualität soll das digital steuerbare System ermöglichen.

Der Spuckschutz unterhalb des Gästeblocks soll die Zuschauer darunter absichern.

Einige Änderungen gibt es auch speziell beim FC Bayern. In der Allianz Arena wurde unterhalb des Oberrangs im Bereich des Gästeblocks ein Spuckschutz installiert. Er soll die darunter vor ihren Logen sitzenden Bayern-VIPs vor Ekelattacken schützen. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit Großsponsor Telekom in der Arena ein WLAN-Netz ins­talliert, für das rund 115 Kilometer Glasfaserkabel verlegt wurden. Auf dass sich die Kommunikation aus dem Innersten der Roten nach außen noch weiter verbessere…

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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