Alonso beantwortet Fan-Fragen

"Welcher Spieler wärst Du gerne? Kennst Du 1860?"

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Xabi Alonso nimmt sich Zeit.

Langenpreising - Ein besonderes Auswärtsspiel hatte Xabi Alonso am Samstag: Der FCB-Star war zu Gast in Langenpreising - und musste viele Fan-Fragen beantworten.

Zwei Stunden beantwortete der 33-Jährige die Fragen seiner Fans, ließ sich mit ihnen fotografieren und schrieb Autogramme. Dabei hatte der rote Besuch zuerst unter keinem guten Stern gestanden.

Am Nachmittag sollte Xabi Alonso den Fanclub „Die Langenpreisinger Zehn“ besuchen. Alles war im Sportheim akribisch geplant und organisiert. Dann aber klingelte um 11.30 Uhr das Handy von Fanclub-Chef Tomi Denic: Der Besuch komme schon um 12 Uhr. Eifrig wurde dann telefoniert und SMS verschickt, eine WhatsApp-Gruppe schnell gebildet, um alle Fans zu verständigen. Das gelang nicht sofort: Am Anfang war’s noch ruhig im Saal.

Alonso nahm sich viel Zeit, um Erinnerungsfotos mit seinen Fans zu machen. Auch SpVgg-Trainer Rainer Schmidmüller, eigentlich ein Ur-Blauer, ließ sich zu einem Fanfoto hinreißen. Der Spanier wurde von Manfred Rettenbeck, Vize-Vorsitzender des Fanclubs, verbal ganz schön in die Mangel genommen. Fragen und Antworten übersetzte ein Dolmetscher des FC Bayern. Da gab’s Fragen, die Alonso wohl bestimmt noch nicht gestellt wurden. „Heidi Klum oder Letizia von Spanien?“, fragte Rettenbeck. „Meine Frau“, konterte Alonso sogar in Deutsch.

Der Fußball aber stand im Vordergrund. „Liverpool, Madrid, München: Wo liegen die Unterschiede?“, fragte Rettenbeck. Grundsätzlich sei er froh, dass er erstmal bei diesen drei Vereinen spielen durfte, antwortete Alonso. Der Wechsel zu Real Madrid sei damals ein Riesenschritt gewesen, in München fühle er sich angekommen. „Wer ist der beste Trainer der Welt beziehungsweise wo hast du am meisten gelernt?“, wollte Rettenbeck wissen. „Das lässt sich so nicht feststellen. Bei jedem habe ich etwas gelernt. Bei Pep ist es jetzt schon etwas Besonderes“, ließ sich Alonso entlocken. Seine Ziele beim FC Bayern? „Es gibt nur eines: Man will alles gewinnen. Vielleicht auch das Triple wie vor zwei Jahren bei Heynckes.“ Wer wird die Nummer sechs bei Bayern künftig tragen und wer sitzt auf der Bank? Da musste Xabi zuerst einmal schmunzeln. „Ich bin nicht der Trainer, vom dem her kann ich das nicht sagen. Hauptsache ist, das alle gesund sind. Aber ich hoffe, dass es nicht ich bin, der auf der Bank sitzt“, meinte er schmunzelnd.

Wer wird 2016 Europameister? „Der Weg führt wahrscheinlich über Deutschland“, glaubt Alonso. „Rein hypothetisch: Hättest du gerne mal in der aktuellen deutschen Nationalmannschaft gespielt?“, fragte Rettenbeck und hatte die Lacher auf seiner Seite. „Ich glaube, ich hätte keinen Platz gehabt. Die haben viele gute Spieler“, sagte Alonso schmunzelnd. „Ich war selbst schon mal Weltmeister und habe mich für Deutschland gefreut“, sagte Alonso charmant. „Alfredo Di Stéfano oder Franz Beckenbauer. Wer ist besser? „Das kann ich nicht so recht entscheiden. Da war ich noch nicht geboren.“ „Deutsche Meisterschaft oder Champions League?“ „Beides“. „Kennst du überhaupt 1860?“ „Natürlich“.

Xabi Alonso in Langenpreising: Bilder

Xabi Alonso in Langenpreising: Bilder

„Wenn du ein anderer Spieler beim FC Bayern sein könntest. Wer würdest du sein wollen?“, fragte Jonas aus dem Publikum. „Ich wäre gerne Robert Lewandowski, weil ich viel mehr Tore schießen möchte“, so Alonso. Jonas war begeistert von dem Spanier. „Er war offen und hat sich gut in die Atmosphäre eingefügt“, so der Zwölfjährige. Auch für Tobi (13), der in Moosburg kickt, war der Besuch eine tolle Sache.

Den Erwachsenen gefiel’s ebenfalls. „Er war ganz locker und überhaupt nicht überheblich“, sagte Michael Böck. der selbst für die SpVgg spielt und Mitglied im knapp 100 Personen starken Fanclub ist. Alonso ist dort jetzt das einzige Ehrenmitglied. Als Erinnerung bekam er zudem einen Geschenkkorb mit Langenpreisinger Spezialitäten.

do

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