... und so die B-Elf

So könnte die "erste Mannschaft" der Bayern aussehen

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Der Kampf um die Plätze in der Startaufstellung läuft bereits auf Hochtouren.

München - Wenn Philipp Lahm, Javi Martinez und Thiago Alcántara wieder fit sind, hat FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola die Qual der Wahl. Wir zeigen, wie die A-Elf in Zukunft aussehen könnte.

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Bayern-Trainer müsste man sein! Man wüsste gar nicht, wie man den Luxuskader in den Partien auf das Feld bringen sollte. Viele Anhänger der Roten wären wohl gerne mal im Kopf von Pep Guardiola, wenn er sich seine neuesten taktischen Spielereien ausdenkt. Und sein "Problem" wird mit der anstehenden Rückkehr von Philipp Lahm, später Javi Martinez und noch etwas später Thiago Alcántara nicht kleiner.

Wir haben uns ein paar Gedanken über die Aufstellungen gemacht, mit denen der Rekordmeister in ein paar Wochen starten könnte. Vielleicht will sich Pep ja ein paar inspirierende Gedanken abholen? Ende März dürfte er - Stand jetzt - wieder den gesamten Kader zur Verfügung haben. Die Möglichkeiten für die Bayern sind schier unbegrenzt. Und diejenigen, die übrig bleiben, könnten vermutlich immer noch um die Deutsche Meisterschaft mitspielen.

Möglichkeit 1: Herrschaft über das Mittelfeld

Aufstellung: Neuer - Boateng, Javi Martinez, Badstuber - Lahm, Schweinsteiger, Alaba - Robben, Thiago, Ribéry - Lewandowski

Mit einer ähnlichen Variante haben die Bayern das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund bestritten. Damals war die Aufstellung aufgrund der Verletzten-Situation eher eine Tugend aus der Not. Mit vollständigem Personal dürfte das System für Pep aber durchaus seinen Reiz haben. Der Spanier hat ja bekanntlich ein Faible für Mittelfeldspieler - und hier sind alle Techniker und Edel-Wusler vertreten.

Mit Javi Martinez als modernen Libero und der Dreier-Achse Lahm, Schweinsteiger und Alaba steht sowohl in Sachen Absicherung nach hinten als auch Druck nach vorne viel Klasse auf dem Platz. Und die Offensive ist mit Robben, Ribéry, Lewandowski und dem vorgeschobenen Thiago sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Die "B-Elf": Starke - Rafinha, Benatia, Dante - Rode, Alonso, Bernat - Weiser, Müller, Götze - Pizarro 

Ein paar feine Füße sind bei den Bayern immer übrig. Was bei der ersten Möglichkeit auf der Bank sitzt, ist eine Mischung aus großer Erfahrung, großem Kampf und weltmeisterlicher Klasse.

Xabi Alonso hätte mit Sebastian Rode und Juan Bernat zwei wahre Dauerläufer an seiner Seite. Und vorne dürfte das Duo Götze/Müller die gegnerische Abwehr in verknotete und verwirrte Beine verwandeln.

Möglichkeit 2: Dominanz aus der Tiefe

Aufstellung: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Alonso, Schweinsteiger - Robben, Müller, Ribéry - Götze

Etwas defensiver würden die Münchner mit dem schon aus dem unter Jupp Heynckes bekannten 4-2-3-1-Sytem antreten. Zumindest auf dem ersten Blick. Denn Mit Philipp Lahm und David Alaba auf den Außenverteidiger-Positionen gibt es auch immer viel Zug nach vorne. Und nach hinten machen Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger dicht. Mit dieser Variante könnte man es vor allem gegen konterstarke Teams probieren.

Die "B-Elf": Reina - Rafinha, Benatia, Dante, Bernat - Martinez, Thiago - Rode, Weiser, Gaudino - Lewandowski

Auch in diesem Fall dürften die Reservisten unter der Bundesliga-Konkurrenz wohl Angst und Schrecken verbreiten. Eine solide Defensive mit Javi Martinez als Sechser davor als Stabilitätsgarant. Und vorne dürfen sich die Nachwuchsspieler beweisen und Knipser Lewandowski mit Vorlagen versorgen.

Möglichkeit 3: Geballte Offensiv-Power

Aufstellung: Neuer - Boateng, Badstuber, Bernat - Lahm, Schweinsteiger, Thiago, Alaba - Robben, Lewandowski, Ribéry

Was herauskommt, wenn man die gefährlichsten Offensiv-Leute der Bayern mit maximaler Kompaktheit verknüpft, sieht man bei dieser Formation im 3-4-3. Mann kann die Aufstellung auch als Art 3-1-3-3-Systam lesen, bei dem Bastian Schweinsteiger den Mann vor der Abwehr gibt oder sich auch zurückfallen lässt, während Juan Bernat über den Flügel nach vorne schiebt. Hinter den Spitzen dürfen Lahm, Thiago und Alaba das gegnerische Mittelfeld schwindelig passen und die entscheidenden Vorlagen für Robben, Ribéry und Lewandowski geben.

Die "B-Elf": Starke - Rafinha, Benatia, Dante - Rode, Alonso, Martinez, Gaudino - Müller, Pizarro, Götze

Die "Übriggebliebenen" können sich auch hier sehen lassen. Im Vergleich zur ersten Formation dürfte der Schwerpunkt der Reserve-Elf spielerisch eher auf der rechten Seite liegen. Hier stehen von hinten nach vorne Rafinha, Rode und Thomas Müller bereit, um von der Grundlinie gefährliche Flanken in den gegnerischen Strafraum zu bringen.

Doch natürlich sind die Bayern hier nicht auf eine Seite beschränkt. Xabi Alonso kann aus dem Rückraum auch WM-Final-Entscheider Mario Götze bedienen. Und der dürfte mit Routinier Claudio Pizarro auch einen vorne stehen haben, der seine technisch anspruchsvollen Vorlagen zu verwerten weiß.

Möglichkeit 4: Weltklasse - vorne wie hinten

Aufstellung: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Alonso -  Robben, Thiago, Götze, Ribéry - Müller

Man stelle sich mal die Situation vor: 6. Juni 2015, Olympiastadion Berlin. Es steht das Finale der Champions League an. Alle Bayern-Spieler sind fit. Wie könnte Pep aufstellen? Vielleicht ja so: Mit Lahm und Alaba, die von den linken und rechten Außenpositionen das Spiel nach vorne gestalten und einem ordnenden Xabi Alonso legen sich die Roten den Gegner zurecht. Über den wiederaufblühenden Thiago Alcántara wird der Ball in die Offensive gebracht, wo wahlweise Robben, Götze, Ribéry oder alle gemeinsam den Abwehrspielern das Leben schwer machen. Und vorne lauert da noch ein gewisser Thomas Müller auf die Räume, die eben nur er sieht.

Die "B-Elf": Reina - Rafinha, Benatia, Dante, Bernat - Martinez - Weiser, Rode, Schweinsteiger, Gaudino - Lewandowski

Wenn der FC Bayern im CL-Finale das Optimum auf den Platz bringt, müssen auf der Bank immer noch einige Weltklasse-Spieler Platz nehmen. Beispiele gefällig? Schweinsteiger, Lewandowski, Martinez. Allein nach diesen drei Spielern würde sich wohl so mancher Verein die Finger wundlecken. Unterstützt von einigen jungen Wilden und einigen Routiniers würde sicher auch diese B-Elf einiges reißen.

Fazit: Peps Wahl - auch immer eine Qual

Klar ist: Bei der Dichte an Weltklasse-Spielern im Kader des FC Bayern kann man nur schwerlich von einer ersten Elf reden. Einige Fixpunkte wird es aber im Spiel der Münchner wohl auch in Zukunft immer geben. Manuel Neuer steht als Stammkraft ohnehin außer Frage. Auch an Philipp Lahm wird nach dessen Rückkehr wohl kein Weg vorbeiführen, und genauso werden Arjen Robben und Franck Ribéry gesetzt sein. Doch was ist mit den restlichen Plätzen?

Kein Platz für Eitelkeiten: Auf der Bayern-Bank werden sich auch in Zukunft Weltstars die Ehre geben.

In Sachen Innenverteidigung herrscht beispielsweise ein scharfer Konkurrenzkampf, bei dem es - abhängig von Dreier- oder Viererkette - um zwei bis drei Plätze geht. Kann sich hier Holger Badstuber dauerhaft neben Jerome Boateng etablieren? Oder wird es mittelfristig eher ein System mit Javi Martinez in der Mitte gehen? Im Mittelfeld geht es ähnlich eng zu, denn neben Martinez stehen hier die nicht ganz unbekannten Namen Schweinsteiger, Lahm, Alonso und Thiago sowie  Alaba auf der Warteliste.

Für den Bayern-Trainer bedeutet diese Überbesetzung allerdings vor allem eins: ein permanenter Wettkampf von Weltklasse-Spielern um Plätze in der Startaufstellung. Und eine mindestens genauso gut besetzte Bank, von der er jederzeit nachlegen kann.

bix

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