1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Andreas Görlitz und die Mini-Chance: "Liegt an mir"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Andreas Görlitz kehrte zu Saison-Beginn vom Absteiger Karlsruher SC zum FC Bayern zurück. © dpa

Donaueschingen - Im Reigen der vielen Neuzugänge um Rekordtransfer Mario Gomez oder Anatoli Timoschtschuk geht er fast unter, aber genau darin sieht Ex-Nationalspieler Andreas Görlitz eine Chance.

"Für mich ist es eine ganz angenehme Position, weil viele Leute nicht mit mir rechnen. Aber es wird schwer für mich", erklärte der 27-Jährige, der nach zwei Jahren Ausleihe an den Karlsruher SC nun beim Fußball-Rekordmeister Bayern München wieder Fuß fassen möchte. Niemand hat den in der Vergangenheit vom Verletzungspech hartnäckig verfolgten Außenverteidiger für die Startformation zum Saison-Auftakt so richtig auf dem Zettel. Fast häufiger wurden neue Namen für die rechte Defensiv-Flanke der Bayern gehandelt als der des Rückkehrers. Lange war José Bosingwa (FC Chelsea) der Wunschverteidiger, in dieser Woche legte Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilic den Bayern Dario Srna (Schachtjor Donezk) ans Herz.

Die Transferbörse des FC Bayern

Fotostrecke

"Ob einer dazu kommt, war mir relativ wurscht. Es liegt ja hauptsächlich an mir", betonte der zweimalige A-Nationalspieler im Trainingslager in Donaueschingen selbstbewusst. "Ich habe sehr viel gelernt in den letzten zwei Jahren. Ich bin solider, ruhiger und ein besserer Spieler heute als ich damals war", meinte der 104-malige Bundesliga-Akteur.

Damals, als er 2004 von den Münchner "Löwen" an die Säbener Straße wechselte, sei es eine "ähnliche Situation" gewesen, betonte Görlitz. Kaum einer habe mit ihm gerechnet. Siebenmal lief der gebürtige Bayer seinerzeit in der Bundesliga dennoch für die Münchner auf, zudem zweimal im Nationalteam , ehe ein Kreuzbandriss am 3. November 2004 im Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin abrupt den rasanten Aufstieg des rechten Außenverteidigers stoppte. 27 Monate dauerte die Leidenszeit bis zum Bundesliga-Comeback für die Bayern. Beim Karlsruher SC durfte er anschließend auch endlich wieder regelmäßig Spielpraxis sammeln.

Beim KSC hatte Görlitz zwischenzeitlich allerdings auch Mühe, sich gegen Stefano Celozzi zu behaupten - und dennoch fürchtet der Hobby-Gitarrist die ungleich stärkere Konkurrenz beim FC Bayern keineswegs. "Im Moment spielt die Mannschaft, die der Trainer als erste Mannschaft ansieht. Jeder hat die Möglichkeit, in die A-Elf zu kommen und das sollte Ansporn sein für jeden", betonte Görlitz.

Er musste in den vergangenen Wochen nicht nur ständig das Interesse seiner Bosse an einem neuen rechten Abwehrmann registrieren, sondern bekam auch noch die bisherige Linksverteidiger-Größe Philipp Lahm vor die Nase gesetzt. "Ich weiß, dass es schwierig ist, weil Philipp ein sehr guter Spieler ist", sagte Görlitz und dürfte insgeheim hoffen, dass Lahm wieder nach links beordert wird. Sonst bleibt ihm nur die Hoffnung. "Selbst wenn es zum ersten Spieltag nicht klappen sollte: Es gibt bei Bayern genügend Spiele, in denen es dann klappen sollte."´

Von Christian Kunz, dpa

Auch interessant

Kommentare