Der Ex-Spieler von Deutschland und Sevilla

Derzeit reden wieder viele über ihn und mit ihm: Was macht eigentlich Andreas Hinkel?

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Andreas Hinkel gewann 2007 mit Sevilla den Uefa-Cup. Er warnt die Bayern. 

Vor dem Spiel gegen den FC Sevilla klärt Andreas Hinkel in zahlreichen Medien über Stärken und Schwächen seines Ex-Klubs auf. Doch was macht er eigentlich beruflich?

Sevilla - Ob Sky, Eurosport oder Tagesspiegel. Andreas Hinkel erklärt in zahlreichen Medien, was den Fußball Sevillas ausmacht, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und was es für die Bayern sonst noch zu beachten gilt. Denn wenn es einer wissen muss, dann er. Hinkel ist nicht nur 22-facher Nationalspieler Deutschlands, sondern verbrachte von 2006 bis 2008 zwei Jahre seiner Karriere bei den Andalusiern, gewann mit ihnen 2007 den Uefa-Cup. Doch was macht der Sevilla-Erklärer eigentlich hauptberuflich? 

Hinkel ist auch nach seinem Karriere-Ende dem Fußball treu geblieben. Er machte die A-Lizenz zum Fußballlehrer und coachte als Trainer und Co-Trainer unter Domenico Tedesco verschiedene Jugendmannschaften des VfB Stuttgart. 2016 übernahm er den Posten des Co-Trainers bei der zweiten Mannschaft des VfB, war unter Interims-Coach Olaf Janßen für zwei Spiele sogar Co-Trainer des Stuttgarter Bundesliga-Teams. 2017 wurde er zum Chefcoach des VfB Stuttgarts II in der Regionalliga befördert. Als Fußball-Fachmann und ausgewiesener Kenner des spanischen Fußballs, insbesondere des FC Sevilla, ist Hinkel somit der optimale Experte für das Duell der Bayern gegen Sevilla. 

Andreas Hinkel warnt vor Sevilla

Einen Gegner von der Stärke Sevillas suche man in der Bundesliga vergeblich, meint Hinkel gegenüber dem sid. „Sie spielen so stark, wie es in Deutschland keine Mannschaft neben den Bayern tut", so Hinkel weiter. Der FC Sevilla gehöre heute zu den „Top-Team Spaniens“, könne auch für Bayern durchaus „unangenehm“ zu bespielen sein. 

Schon lange sei der FC Sevilla über den Status des Geheimtipps hinausgekommen, das Team habe sich zu einer Pokal-Mannschaft entwickelt, „die weiß, wie man in K.o.-Duellen auftritt“. Drei Europa-League-Siege in den letzten drei Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Weiteres Futter für die These, dass Sevilla die meisten Bundesligisten übertreffe, erhielt Hinkel am vergangenen Wochenende: Während der FC Bayern mit Borussia Dortmund seinen ehemaligen Hauptkonkurrenten und Drittplatzierten der Bundesliga mit 6:0 aus der Allianz Arena fegte, konnte der FC Barcelona gegen Sevilla nur mit viel Mühe und zwei späten Toren ein Unentschieden erzwingen. „Wir sind verärgert", sagte Sevillas italienischer Coach Vincenzo Montella und zeigte sich trotz des Punktgewinns enttäuschter als sein Gegenüber auf der Bank Barcelonas. 

Andreas Hinkel: Sevilla spielerisch stark, vorne ohne „die letzte Wucht“

Gegen den FC Bayern (hier können Sie die Partie im Live-Ticker verfolgen) kündigte Montella Ballbesitz-Fußball an, man wolle die Münchener vor ungewohnte Aufgaben stellen. Genau diese taktische Flexibilität sieht Hinkel als ein ein großes Plus der Andalusier: „Taktisch ist Sevilla sehr flexibel. Sie können defensiv gut stehen und über Konter kommen.“ Bei Bedarf würde man aber auch „mit viel Ballbesitz dominant sein“, das Spiel sowohl über die Mitte als auch über die Außen nach vorne tragen. Insbesondere das Mittelfeld habe eine gute Balance, der Sturm sei zwar spielerisch und technisch stark, allerdings fehle aufgrund physischer Gegebenheiten „vorne die letzte Wucht". Besonders Ben Yedder müsse die Defensivabteilung der Bayern im Auge haben. Der flinke Franzose traf in dieser Champions-League-Saison schon fünf Mal, nur Cristiano Ronaldo stach öfter.

Ein großer Trumpf sei zudem das Stadion Estadio Ramon Sanchez Pizjuan vor dem bereits ein anderer Ex-Nationalspieler gewarnt hatte. „Sevilla hat mit die besten Fans in Spanien, auch Betis. Das ist kein verwöhntes Opernpublikum wie in Madrid oder Barcelona. Da herrscht eine hitzige Atmosphäre, die Fans stehen wie eine Wand hinter der Mannschaft und treiben sie nach vorne“, schwärmt Hinkel, der Fans und Stadion in bester Erinnerung behalten hat. 

dk

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