Holländer schont seine Muskulatur 

Arjen Robben: Kurze Hose, kurze Pause

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Arjen Robben.

München - Erst zeigt sich Arjen Robben im Spiel gegen Olympiakos Piräus entschlossen und kälteresistent, dann nimmt er doch Rücksicht auf die Muskulatur.

Vielleicht lag es daran, dass Arjen Robben nicht aussah wie Arjen Robben. Der typische Spätnovember-Robben trägt lange Ärmel und eine lange Unterhose. Am Dienstag hingegen begann er das Spiel gegen Olympiakos Piräus im Sommer-Outfit. Das einzige Textil, das dem bisher kältesten Abend der Saison angemessen war, waren die Handschuhe.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde ist Robben am Dienstag in den Katakomben verschwunden. Schnell war von muskulären Beschwerden die Rede, genauer: von leichten Beschwerden. So leicht, dass der flotte Abgang eigentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme des Niederländers war. „Er ist nicht verletzt“, bestätigte später auch Pep Guardiola.

Es war ein denkwürdiger Auftritt und ein nicht weniger prägnanter Abschied. Robben, der bekannt ist für seine hypersensible Muskulatur, hat selbst an einem milden Herbstabend neulich gegen den FC Arsenal die langen Unterhosen angelegt. Am Dienstag, bei gar nicht mehr angenehmen Temperaturen, sah er aus, als wolle er mit allen Mitteln den Eindruck von Entschlossenheit transportieren, immun gegen alle Widerstände und auch ein paar Minusgrade. In der Anfangsphase stürzte er sich in die Zweikämpfe, dass die Funken sprühten. Sein Einsatz war vorbildlich, die Vorbereitung des 3:0 selbstlos, und sogar ein Jubelmotiv mit Robert Lewandowski kam zustande. Zuletzt hatte der Pole auf den latenten Eigensinn des Kollegen noch genervt reagiert. Gegen Piräus landete er nun an der Brust des vermeintlichen Egoisten. Das Bild fand sich am Folgetag prompt auf der Facebook-Seite Robbens.

Bayern lässt Piräus keine Chance - zweimal Note eins

Guardiola hat erst vor wenigen Tagen einen bemerkenswerten Kommentar zu dem Thema abgegeben: „Ich will den Arjen Robben, der er ist.“ Gelegentlicher Egoismus ist bei Stürmern nicht von Nachteil. Auch dass der Niederländer am Dienstag im Alleingang den Entschluss zum Wechsel fasste und seinen Trainer damit sichtlich überraschte, konnte Guardiola nachvollziehen: „Er kennt seinen Körper. Arjen hat die richtige Entscheidung getroffen.“ Vorsicht ist ihm lieber als ein Muskelfaserriss. Aktuell sieht es danach aus, als müsse der Mann in der ungewohnt kurzen Hose nur kurz pausieren.

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