Experte erklärt die Hintergründe

Robben: Falsches Instagram-Profil sorgt für Aufregung

Ein Foto bei „Arjentherobben“: Sieht danach aus, als wolle der Star einen internen Einblick geben – das Profil aber hat er gar nicht angelegt

München - Ein überragender Sieg in Paderborn, dazu zwei Tore selbst geschossen – wann passte es für Arjen Robben besser, seinen Einstieg in die digitale Welt zu erklären?

 Unter dem Namen „Arjentherobben“ sah man den Flügelflitzer des FC Bayern auf einem Foto mit Holger Badstuber und Thomas Müller im Bus sitzen, ganz entspannt und fröhlich lachend. Zu sehen war diese Aufnahme im sozialen Netzwerk Instagram, garniert mit den Worten: „Stolz meinen offiziellen Instagram-Account zu eröffnen. Klasse Spiel von uns heute!“ Dahinter das Ganze noch einmal auf Englisch, wie sich das für einen professionellen Eintrag gehört, wie es fast alle Stars des FC Bayern in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen so handhaben. Nun also auch der Holländer! Oder auch nicht.

Auf tz-Nachfrage erklärte der Offensivstar, dass er nicht verantwortlich ist für diese Seite, dass er nicht wie die Kollegen im Internet aktiv ist. Und dass auch niemand von ihm beauftragt wurde, diese zu führen. Denn auch das gibt es natürlich. Immerhin ist die Präsenz in sozialen Netzwerken zu einem großen Geschäftsfeld geworden für viele Stars des FCB und anderer Vereine.

Medienexperte und Blogger Richard Gutjahr

„Es geht dabei vor allem darum, den eigenen Marktwert zu steigern“, sagt Medienexperte und Blogger Richard Gutjahr. „Jeder Spieler für sich ist eine eigene Marke geworden. Je mehr Follower und damit Fans man mitbringt, ganz unabhängig davon, bei welchem Verein man gerade spielt, umso wertvoller wird man natürlich.“ Die Spieler präsentieren sich dabei auf der heimischen Couch, beim Spaziergang mit ihrem Hund, in der Kabine mit den Teamkollegen. Es sind intimere Einblicke als in so mancher Homestory – und genau das zieht Fans, die sogenannten Follower, an. „Es ist der ungeschminkte und direkte Weg zu deinem Star“, sagt Gutjahr. „Ungefilterte Nähe“. Früher waren dafür Zeitschriften wie die Bravo zuständig, die Jugendlichen von heute meiden eher diese Massenmedien, suchen ihre Idole in den Netzwerken.

Und diese Stars „vermarkten“ sich ganz unterschiedlich. Der eine schaltet eine Agentur ein, lässt sich von Spezialisten schulen oder überträgt gleich die gesamte Arbeit für die Inhalte auf Facebook und Twitter in eine andere Hand. Wieder andere posten und schreiben selbst, am liebsten spontan – und manchmal ohne die Folgen zu bedenken. Bestes Beispiel, wie es nicht laufen sollte: das Tanga-Selfie von David Alaba und Mitchell Weiser.

Immerhin, so sagt Gutjahr, sind derartige Fauxpas’ nicht das Ende aller Tage auf der Sonnenseite der Promo-Präsenz. „Das Internet mag vielleicht nicht vergessen, aber es verzeiht auch viel. Entscheidend ist nicht, dass man mal einen Fehler macht, sondern wie man danach damit umgeht. Ich habe nie erlebt, dass, wenn man Einsicht zeigt, Respekt und ein bisschen Demut, man dann noch einen auf die Mütze kriegt.“

Von generellen Vorschriften, sogenannten Social-Media-Guide-Lines, was man besser alles nicht machen sollte, hält der Medienexperte nicht viel. „Man sollte wie im wahren Leben den Spruch beherzigen: Sei kein Idiot! Dann kann einem im Netz auch nicht viel passieren.“ Oder man hält sich ganz raus, so wie Arjen Robben. Dass diverse Trittbrettfahrer von der Prominenz einiger Fußballer profitieren wollen, ist dann natürlich doppelt ärgerlich.

Mei, wie liab! Schweinsteiger hilft kleinem Bub (5)

mic

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