Großes Interview

Robben: "Brauchen schnellstmöglich vollen Kader"

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Arjen Robben beim Interview.

München - Im großen Interview mit dem Münchner Merkur spricht Arjen Robben über seinen Fitness-Zustand - aktuell und generell. Zudem schwärmt er von Pep Guardiola.

Herr Robben, früher war die erste Frage an Sie wegen Ihrer Verletzungsanfälligkeit traditionell: „Wie geht es Ihnen?“ Nun sind Sie kaum noch verletzt. Deswegen ganz unbelastet: Wie geht es Ihnen?

Robben: Gut (lacht). Im Moment habe ich leichte Schmerzen im Sprunggelenk, habe zwei Tage nicht trainiert. Aber ich bin sehr froh, dass die Saison nun wieder richtig losgeht. Ich fühle mich gut, es macht einfach Spaß. Ich hoffe, dass wir nun auch mit der Mannschaft schnell in den Rhythmus kommen.

Wie schlimm ist die Verletzung am Fuß?

Robben: Nicht schlimm. Es dauert einfach ein paar Tage. Ich habe gegen Wolfsburg einen Schlag bekommen, das Gelenk hat ein bisschen reagiert. Aber ich habe ja dann trotzdem noch durchgespielt.

Ein Einsatz gegen Schalke ist nicht in Gefahr?

Robben: Nein. Normalerweise nicht. Aber man weiß ja nie genau, wie es sich entwickelt.

Man hat zum Liga-Start gesehen, wie fit Sie sind. Deswegen die neue Einstiegsfrage: Wie machen Sie das nur?

Robben: Ja, das war für mich am Freitag auch etwas überraschend. Dass ich gleich durchgespielt habe, ohne Probleme. Nach 20 Minuten war ich schon platt, aber ich habe dann eine zweite Luft irgendwo her bekommen. Wir haben nicht lange Urlaub gehabt. Aber auf so ein Auftaktspiel freut man sich einfach, da gibt man Vollgas. Dass es dann gleich so gut geht, hatte ich nicht erwartet. Ich bin wohl schon recht weit. Aber es ist noch Luft nach oben. Aber es wird bestimmt nicht so gut bleiben.

Werden die Spieler, die lange bei der WM gewesen sind – also auch Sie – irgendwann in ein Leistungstief fallen?

Robben: Nein. Aber du musst einfach richtig gut auf deinen Körper aufpassen. Diese Saison wird lange und anstrengend. Wir brauchen so schnell wie es geht einen vollen Kader. Und dann können wir rotieren.

Es heißt, Sie achten seit einiger Zeit viel mehr auf Ihren Körper. Wie konkret sieht das aus?

Robben: Eigentlich habe ich immer gut aufgepasst. Aber nun fällt es einfach auf, weil es mir seit langer Zeit gut geht. Ich persönlich habe das Gefühl, dass das mit meinem Wechsel zum FC Bayern kam. Seitdem ich hier bin, habe ich viel mehr Kontrolle über meinen Körper. Ich hatte hier zwei große Verletzungen. Aber mal ehrlich: Bevor ich eine Schambeinentzündung hatte, wusste ich nicht mal, dass es ein Schambein gibt. Und dann hat es mich sieben Monate gekostet. Dann mein Oberschenkel nach der WM 2010, das war auch blöd. Aber sonst – ich muss eigentlich ständig auf Holz klopfen – lief es doch gut. Vor allem in der letzten Zeit, ich habe nun eineinhalb Jahre durchgespielt, wenn man den Unfall mit dem Augsburger Torhüter außen vor lässt. Und je länger du spielst, desto stärker fühlst du dich. Dann kannst du dein Spiel machen.

Den kompletten 1. Teil des Interviews finden Sie hier bei merkur-online.de.

Teil 2 des Interviews lesen Sie am Mittwoch auf merkur-online.de - und natürlich auch in der Print-Ausgabe des Münchner Merkur.

Hanna Schmalenbach und Andreas Werner

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