So erklärt Robben seine Leistungen

"Ich fühle mich gut, dafür tue ich aber auch viel"

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Arjen Robben beim Jubeln.

München - Das erste Bundesliga-Spiel in der Saison wurde zur Gala von Arjen Robben. Der Oranje-Star erklärt gegenüber der tz, dass er sich bestens fühlt.

Arjen Robben strahlte zufrieden, als er Freitagabend die Arena verließ. Ein Tor und ein Assist – der Niederländer war der Garant für den geglückten Start des FC Bayern. Dabei hatte der 30-Jährige eigentlich mit einem Platz auf der Bank gerechnet. „Ich war schon ein bisschen überrascht“, verriet Robben, als Pep Guardiola ihn am Morgen über seinen Startelf-Einsatz unterrichtet hatte: „Ich habe gedacht, ich würde 15, vielleicht 20 Minuten spielen.“ Im Supercup war er nicht im Kader, im Pokal immerhin auf der Bank, und auf einmal schon in Topform: Arjen überrascht alle!

Wie die deutschen WM-Helden ist auch Robben erst seit knapp drei Wochen wieder im Training, doch gegen die Wölfe wirkte er schon topfit. Vor allem in der ersten Halbzeit ging bei den Roten fast alles über die rechte Seite mit Lahm, Müller und Robben. Müllers 1:0 nach Arjens Assist war der Lohn (37.), der Flügelflitzer krönte seine Leistung (tz-Note 1) mit dem Treffer zum 2:0 (47.). „Ich habe schon nach 20 Minuten gemerkt, dass die Kräfte weniger wurden“, schmunzelte der Matchwinner und verriet: „Aber dann habe ich irgendwo die zweite Luft gefunden und weiter ging’s. Ich muss zugeben, dass ich selbst von mir überrascht war.“

Es ist kein Geheimnis, dass Robbens Körper oft nicht so wollte wie sein Kopf. Häufig wurde der Turbo-Dribbler durch Muskelverletzungen gebremst, Spötter bescheinigten ihm Glasknochen. Doch inzwischen wirkt der Niederländer wie ein guter Wein – je älter, desto besser. Von Müdigkeit nach den kräftezehrenden 90 Minuten gegen den VfL war auch tags darauf nichts zu spüren. „Ich habe auch gedacht, dass der Tag heute ziemlich schwer wird. Aber es geht mir immer noch gut“, grinste Robben, als die tz ihn darauf beim Audi-Event ansprach, und betonte: „Seit anderthalb Jahren habe ich durchgespielt, einzig wegen der Risswunde gegen Augsburg (Foul von FCA-Torwart Hitz, Robben fiel sechs Wochen aus, Anm. d. Red) musste ich pausieren. Aber das hatte ja nichts mit meinem Körper zu tun. Ich fühle mich gut, dafür tue ich aber auch viel.“

Jetzt steht eine intensive Trainingswoche für Robben & Co. an, bevor es am Samstag auf Schalke weitergeht. Und die Ankündigung des Holländers klingt für die Gelsenkirchener fast schon wie eine Drohung, wenn er sagt: „Ich habe noch Luft nach oben.“

sw, so

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