Zwei Stars werden herabgestuft

kicker-Rangliste: Offensiv keine Weltklasse beim FC Bayern

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Trotz Platz eins in der kicker-Rangliste der Stürmer ein Verlierer: Robert Lewandowski wird das Prädikat „Weltklasse“ zumindest vorübergehend abgesprochen.

Die lange Zeit eher durchwachsene Hinrunde des FC Bayern schlägt sich in der kicker-Rangliste nieder. Auf den Flügeln und im Sturmzentrum wird aus „Weltklasse“ nur noch „Internationale Klasse“.

München - Der FC Bayern verfügt in der Offensive derzeit über keine Weltklasse-Spieler. Dieser Meinung ist die Redaktion des renommierten Sportmagazins kicker, das seine halbjährlich veröffentlichte „Rangliste des deutschen Fußballs“ mit den Kategorien Außenbahn offensiv und Sturm abschloss. Unter den Flügelspielern der Bundesliga belegten Kingsley Coman und Arjen Robben die Plätze zwei und drei hinter Sieger Leon Bailey. Der Jamaikaner von Bayer Leverkusen wird wie das Bayern-Duo und der viertplatzierte Gladbacher Thorgan Hazard als „Internationale Klasse“ eingestuft.

Robben hatte die Liste auf seiner Position vor einem halben Jahr noch angeführt und war in die „Weltklasse“ eingeordnet worden. An die Leistungen aus der Rückrunde der vergangenen Saison habe der Niederländer (drei Treffer in 18 Einsätzen) jedoch „nicht mehr in Gänze anknüpfen“ können. Aufsteiger Coman (vier Tore in 24 Spielen) wird attestiert, „dass er effektiver geworden ist“ und „merklich an Selbstvertrauen hinzugewonnen“ hat. Ex-Profi und kicker-Experte Gerald Asamoah lobt: „Man hat deutlich gesehen, wie wichtig Coman für den FC Bayern sein kann.“

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Der Aufsteiger in der Bayern-Offensive: Kingsley Coman ist laut kicker besser als Arjen Robben.

Ribéry taucht in Rangliste nicht mehr auf

Gar nicht mehr aufgelistet wird Franck Ribéry, der wie Robben in sein letztes Halbjahr an der Säbener Straße gehen könnte. Dem kicker zufolge „wird immer deutlicher, dass er seinen Zenit überschritten hat“. In der Hinrunde kam der Franzose nur auf 14 Einsätze, seinen einzigen Treffer erzielt er in der ersten Pokalrunde beim 5:0 beim Chemnitzer FC. Wegen eines Außenbandrisses im linken Knie verpasste er fast zwei Monate.

Unter den Stürmern stellt der FC Bayern zumindest weiterhin die ligaweite Nummer eins. Robert Lewandowski verteidigte die Spitze im ewigen Duell mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubmeyang. Allerdings rutschen beide aus der Kategorie „Weltklasse“ in die „Internationale Klasse“ ab - hier finden sich mit Leipzigs Timo Werner und Mark Uth von 1899 Hoffenheim auch zwei deutsche Angreifer wieder. Im Lewa-Auba-Zweikampf sieht der kicker „deutliche Vorteile“ für den Polen, bemängelt jedoch dessen „phasenweise lustlos“ wirkende Auftritte zu Saisonbeginn.

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Meijer: Lewandowskis „Quote spricht Bände“

Die Kollegen aus Nürnberg betonen zugleich: „Kein anderer Stürmer der Bundesliga - und nur ganz wenige in der Welt - vereint Torgefährlichkeit, Athletik, Technik, Geschwindigkeit und Robustheit so gut wie Lewandowski (…).“ Für kicker-Experte Erik Meijer kam die Herabstufung des in dieser Saison in 26 Einsätzen 21 Mal erfolgreichen Torjägers überraschend, der Niederländer sieht Bayerns Nummer neun weiter in der „Weltklasse“: „Seine Quote spricht Bände - und das in einem Team, in dem links und rechts von ihm Spieler angreifen, die selbst gerne Tore erzielen.“

Auch fünf ehemalige Bayern-Profis, die mittlerweile im Ausland kicken, wurden bewertet. Unter den Spielern aus den Top-Ligen - also Premier League, Primera Divison, Serie A und Ligue 1 - schaffte es Toni Kroos von Real Madrid als defensiver Mittelfeldspieler in die „Internationale Klasse“, Emre Can vom FC Liverpool landete auf der gleichen Position in der Kategorie „Im weiteren Kreis“. In kleineren Ligen schafften es Serdar Tasci von Spartak Moskau als Innenverteidiger in die Kategorie „Herausragend“, Bastian Schweinsteiger von Chicago Fire im defensiven Mittelfeld und Lukas Podolski von Vissel Kobe als Stürmer ins „Blickfeld“.

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mg

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