Nach dem klaren Erfolg über Paderborn

Robben verspricht: "Es ist noch Luft nach oben"

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Krise? Welche Krise? Robert Lewandowski (l.) feiert nach seinem (Abseits-)2:0 mit Arjen Robben (r.).

München - Nach dem 4:0-Sieg über den Aufsteiger SC Paderborn ist der FC Bayern wieder an der Spitze der Bundesliga.Die Stimmen zum Spiel.

"Die stehen nur oben, weil wir zwei Mal auswärts gespielt haben, sonst stünden wir da!“ Die Ansage von Matthias Sammer vor dem Spiel war glasklar – und 90 Minuten später war die Tabelle wieder zurechtgerückt. Bayern scheuchte die bemitleidenswerten Paderborner durch die Allianz Arena, die Roten thronen nun wieder dort, wo sie nach eigenem Selbstverständnis hingehören (ganz oben) – aber das heißt natürlich nicht, dass Sammer nicht trotzdem ein wenig Entgegenkommen seitens der Liga einfordern könnte. „Die größte Problematik ist für mich, neben den vielen Spielen, nur zwei Tage Pause zu haben“, erklärte er bei Sky. „Sie brauchen mindestens drei Tage Pause dazwischen.“

Das aber wird seinen Spielern nur selten gegönnt, diese Woche ist da eine Ausnahme. Die Konsequenz: überstrapazierte Stars. Da der FCB allerdings einen Haufen Stars hat, konnte Ex-Bayer Antonio di Salvo, neuerdings in der DFB-Jugendarbeit beschäftigt, auch keine echten Probleme erkennen: „Bayern hat keine B-Elf, da spielen immer Topleute.“

Einer davon: Robert Lewandowski, der für das 2:0 gesorgt hatte. Di Salvo zum Treffer des Polen: „Super angenommen, super Schusstechnik – Lewandowski fackelt nicht lange und deswegen ist der Ball dann drin. Es war ein tolles Tor, auch wenn er vielleicht zu halten gewesen wäre.“

Interessiert beobachtet wurde der Sieg gegen Paderborn natürlich auch auf der VIP-Tribüne – denn die ist (und da wären wir wieder bei der Sammer-Kritik) derzeit die zweite Heimat einer halben Weltauswahl. Franck Ribéry, Bastian Schweinsteiger, die beiden Spanier Thiago und Javi Martinez sowie Holger Badstuber nehmen hier Platz. „Wir verlangen zu viel von den Spielern. Wir killen sie. Sie sind müde, brauchen Zeit“, sagte Trainer Pep Guar­diola vor dem Spiel gegen Paderborn.

Klar, gegen den Aufsteiger reichte es auch so, aber die grundsätzlichen Sorgen bleiben. „Zwei Wochen“ Urlaub für die Weltmeister, das sei ein Unding, schimpfte Guardiola. Auch laut Bayernboss Karl-Heinz Rummenigge hat „die Belastung der Spieler ein gesundes Maß längst überschritten und ist am absoluten oberen Limit angelangt“. Der Vorsitzende der Europäischen Klub-Vereinigung ECA forderte deshalb erneut die FIFA und UEFA auf, „dieser Entwicklung dringend Einhalt zu gebieten“. Er appelliere, „den Fußball zugunsten der Spieler zu verbessern und dieser Hatz ein Ende zu setzen“.

Bayern schlägt Paderborn - Zweimal Note eins!

Bayern schlägt Paderborn - Zweimal Note eins!

Mario Götze allerdings sieht die Sache nicht so eng, er sagte nach dem Spiel: „Klar, es ist ein strikter Zeitplan, aber das ist ja auch das schöne am Fußball. Wir haben einen tollen Kader und wir freuen uns auf jedes einzelne Spiel.“

Und so lange dabei Siege wie gestern gegen Paderborn rausspringen, freuen sich auch die Fans. Und natürlich Arjen Robben – denn der kann ja auch gar nicht genug rennen und spielen und schießen. „Wir waren besser, wir haben schnell 2:0 geführt, das war’s“, freute er sich nach dem Spiel und versprach den Bayern-Anhängern mehr Spektakel. „Ich hatte zuletzt einige Probleme, jetzt bin ich wieder zurück – aber es ist noch Luft nach oben.“ Zumindest spielerisch. In der Tabelle nicht – aber das stört keinen.

Update: Auch in der Champions-League muss der FC Bayern am Dienstag wieder ran: Auswärts treffen die Münchner auf den ZSKA Moskau. Doch Achtung: Wer in Deutschland das Spiel verfolgen möchte, muss bereits um 18 Uhr den Fernseher einschalten. Wir informieren Sie über alle Hintergründe und warum sich die Anstoßzeiten verändert haben.

tz

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