Bankdrücker statt Leader

Wut-Emoji bei Instagram: Ex-Bayern-Star mit neuem Verein unzufrieden

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Tragen nicht mehr das Dress des FC Bayern: Arturo Vidal (l.) und Douglas Costa.

Bankdrücker statt Leader! Sein Wechsel zum FC Barcelona in diesem Sommer sorgte für großes Aufsehen. Doch anders als beim FC Bayern spielt er auf dem Feld kaum eine Rolle. 

Barcelona - 35 Pflichtspieleinsätze, 2.279 Einsatzminuten: Von derartigen Werten kann Arturo Vidal bei Barca aktuell nur träumen, denn bei den Katalanen sitzt er häufiger auf der Bank als er gelbe Karten sammelt. Das ist der „Krieger“ aus seiner bisherigen Karriere so nicht gewohnt. In dieser Saison kommt er beim spanischen Meister gerade einmal auf 176 Minuten Spielzeit. Nachdem der Abräumer auch am Mittwoch in London gegen Tottenham nur in den letzten drei Minuten ran durfte, postete er in seiner Instagram-Story ein wütendes Emoji. 

Arturo Vidal: Nur das fünfte Rad am Wagen 

Während der FC Bayern beim 1:1 gegen Ajax etwas tiefer in die Krise rutschte, musste Vidal mal wieder zuschauen. Und mal wieder erhielt Jungstar Arthur den Vorzug. Dass Vidal an diesem Mittwochabend innerlich gekocht haben muss, ist kein Geheimnis. Bei seinem Wechsel nach Katalonien hatte sich der 31-Jährige das sicherlich anders vorgestellt. Seine bisherige Saison ist schnell erzählt. In den ersten vier Ligaspielen der Primera Division kam Vidal maximal in den letzten 19 Minuten zum Einsatz, gegen den FC Girona stand er immerhin in der Startelf, musste aber nach 58 Minuten wieder vom Feld. 

Ähnliches widerfuhr ihm am letzten La-Liga-Spieltag gegen Athletic Bilbao, als ihn sein Trainer Ernesto Valverde nach 55 Minuten trotz guter Leistung vorzeitig auswechselte. Die Partie endete 1:1. In der Königsklasse, Vidals Parade-Wettbewerb, steht er bei mageren acht Minuten. Zu wenig für den Mittelfeldmotor, der im Sommer noch als großer Neuzugang bei Barca gepriesen wurde. Über kurz oder lang, so hieß es, werde Vidal eine wichtige Verstärkung in Barcelona. Derzeit scheint es so, als könnte Vidal noch maximal über lang als eine echte Alternative gesehen werden. 

Dass Vidal ein wütendes Emoji nach einem eigentlich mehr als zufriedenstellendem 4:2-Auswärtserfolg bei den Spurs postet, offenbart seine aktuelle Gefühlslage und macht deutlich, wie er zur Aufstellung Valverdes steht. Ob sich diese aber in den nächsten Spielen großartig ändern wird, darf bezweifelt werden. 

Zuletzt hatte sich Vidal erst darüber beschwert, dass man dem FC Bayern in den letzten Jahren Champions-League-Titel „geklaut“ habe. Zumindest in den Medien gibt sich der Chilene weiter kriegerisch.

Alle Neuigkeiten zum FC Barcelona finden Sie in unserem News-Ticker. Dort verpassen sie sicher nichts.

nc

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