Der FC Bayern so gut wie nie

Auch die Bayern-Bosse können mal irren

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Warnten vor der Saison: Pep Guardiola (l.) und Matthias Sammer.

München - Die Saison hatte noch gar nicht angefangen, da gab es beim FC Bayern schon die größten Befürchtungen. Doch die Erfolge zeigen: Auch die Bosse können mal irren.

Für Karl-Heinz Rummenigge waren die zwei Wochen Vorbereitung der WM-Fahrer zu wenig, Matthias Sammer sorgte sich um seine Stars und Pep Guardiola prophezeite Probleme bis Weihnachten. Nun ja, auch die Bayern-Bosse können mal irren. Der Saisonstart ihres FCB verläuft tatsächlich unerwartet, doch er ist historisch gut!

Nach vier Spielen in der Königsklasse stehen die Münchner bereits als Gruppensieger fest – das hat noch keine deutsche Mannschaft geschafft. „Es ist schön und nicht selbstverständlich, dass man in so einer Gruppe durchmarschiert und nach vier Spielen sicher Erster ist“, freute sich Philipp Lahm nach dem 2:0-Erfolg über die Roma. Doch gleichzeitig warnte der Kapitän vor überzogenen Lobeshymnen zum jetzigen Zeitpunkt: „Erreicht haben wir noch nichts.“

Immerhin können sich die Roten nach dem Durchmarsch in der Champions League nun voll und ganz auf die Liga konzentrieren. „Wir sind zwar Erster, aber haben nur vier Punkte Vorsprung. Das ist nicht so viel“, meinte Franck Ribéry. Und auch Lahm kündigte an, nach der anstehenden Länderspielpause nächste Woche die folgenden vier Wochen „knallhart durchziehen“ zu wollen. Das fand auch Anklang beim Coach: „Wir werden uns jetzt auf die Bundesliga konzentrieren.“ Ob Guardiolas Worte nun als Versprechen oder als Drohung zu verstehen sind – entscheiden Sie selbst.

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Jedenfalls sind die einzige Probleme, die Pep tatsächlich bis in den Winter verfolgen, die personellen. Mit David Alaba hat sich am Mittwoch der nächste Leistungsträger ins Lazarett verabschiedet. Da auch Claudio Pizarro wegen eines Muskelbündelrisses wohl bis Mitte Dezember fehlen wird, ist Pep erneut als Personal-Puzzler gefragt. Doch das hat auch etwas Gutes: Zumindest kann sich so kein Schlendrian bei den Münchnern einschleichen. „Wir können uns nicht ausruhen“, wusste auch Jerome Boateng, während Robert Lewandowski seine Teamkollegen in die Pflicht nahm: „Unsere Form muss bis zum letzten Spiel der Saison so bleiben.“ Und sprach damit jenen Punkt an, der den Bayern vergangene Spielzeit die Mission Tripleverteidigung zu nichte machte.

Auch da eilte der FCB von Sieg zu Sieg, feierte bereits im März die früheste Meisterschaft aller Zeiten – und brach wenige Wochen später im CL-Halbfinale gegen Real Madrid ein. Das gilt es in dieser Saison zu verhindern.

Wie? „Wir müssen in jedem Spiel bei 100 Prozent sein“, erklärt Mario Götze. „Zurzeit schaffen wir das.“ Kaum auszudenken bei wieviel Prozent die Bayern erst nach Weihnachten sind, wenn Pep keine Probleme mehr ausgemacht hat…

sw, lop

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