Aufruhr im FCB-Universum

Wie bekommt Jupp Ego-Arjen in den Griff?

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Ist Robbens wiederholter Ego-Auftritt in Sachen Vertragsverlängerung gefährlich?

Alles dreht sich nur um Arjen! Zumindest in Robbens Kopf dürfte es so aussehen. Im Arjen-Universum schwirrt ein Planet, der viel größer und schöner ist als alle anderen.

München - Und da passt eines eben mal gar nicht ins Bild: ein Platz auf der Bank! Im Champions-League-Achtelfinale! Wie angefressen der Holländer ist, erkennt man immer schon da­ran, wie schnell er nach einem Spiel durch die Mixed Zone schreitet. Nach der 5:0-Gala gegen Besiktas hatte es der Flügelflitzer mal wieder richtig eilig. Über seinen Bankplatz wollte er gar nicht sprechen – und tat es dann doch in aller Ausführlichkeit. Erst bei Sky, dann vor den anderen TV-Kameras und schließlich bei der schreibenden Journalisten-Zunft.

Tenor: Coach Heynckes kann mich in so einem Spiel doch nicht auf die Bank setzen. Falsch gedacht, Arjen! Don Jupp kann alles. Das machte der 72-Jährige auch ganz schnell deutlich. In Richtung Robben schickte er klare Worte: „Ich mache das, was ich für richtig halte. Das hat auch jeder zu akzeptieren. Punkt! Wer beim FC Bayern einen Vertrag unterschreibt, der muss damit rechnen, dass er hier und da mal nicht von Anfang an spielt.“

Stichwort: Vertrag. Auch deshalb ist Robbens wiederholter Ego-Auftritt gefährlich. Das Papier des 34-Jährigen läuft im Sommer aus, über eine Verlängerung wird endgültig erst im April oder Mai entschieden. Das hatte Uli Hoeneß der tz Ende Januar verraten. Der FCB-Präsident und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dürften mit Robben und Flügel-Kollege Franck Ribéry (34) nur dann weitermachen, wenn sich die alten Hasen auch mal ohne Murren auf die Bank hocken. Robben friedlich abseits des grünen Rasens? Schwer vorstellbar!

2013 war Robben in einer ähnlichen Situation

Besonders pikant: Schon im Frühjahr 2013 war der Linksfuß unter Jupp Heynckes in einer ähnlichen Situation, motzte bereits nach Verbannung aus der Startelf. Zu Robbens Glück zog sich Toni Kroos damals einen Muskelbündelriss in den Adduktoren zu, musste die Saison vorzeitig beenden. Das Ende der Geschichte ist bekannt: Robben wurde zum Held von Wembley, schoss im CL-Finale gegen Dortmund (2:1) das entscheidende Tor. Geht das auch fünf Jahre später gut?

Jupp tut auf jeden Fall alles dafür. Neben seiner bereits zitierten Ansage schickte er auch einige Friedensangebote an die ­Adresse Robben. Heynckes ­sagte nach dem Besiktas-Spiel: „Es war ganz wichtig, dass er reinkam und sofort da war. Bei der Qualität der Mannschaft bleibt es nicht aus, dass auch mal die absoluten Superstars draußen bleiben.“ Das sind Worte, die schon besser in Arjens Universum passen.

Auch Rechtsaußen-Kontrahent Thomas Müller machte sich für den gekränkten Holländer stark, meinte: „Ich habe mit Arjen ein sehr gutes Spielverständnis – wir kennen uns seit Ewigkeiten.“ Deshalb weiß der FCB-Kapitän eben auch, wie es im Universum seines Triple-Kollegen aussieht.

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