Nach Abschied aus München

Badstuber in Richtung FCB: „Da erwarte ich gar nichts mehr“

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Holger Badstuber befindet sich derzeit in Gesprächen mit neuen Klubs. 

Nach dem etwas unrühmlichen Abschied Holger Badstubers aus München ist der Innenverteidiger nun auf der Suche nach einem neuen Verein. Mit dem FC Bayern hat er abgeschlossen. 

München - Nach dem doch etwas unrühmlichen Ende von Holger Badstuber beim FC Bayern München hat dieser sich nun in einem Interview mit der Bild geäußert. „Ich habe einen Schlussstrich gezogen. Das Kapitel FC Bayern ist vorbei“, sagte der Innenverteidiger der Zeitung, und weiter: „Ehrlich gesagt, war es das schon im Januar, als ich zu Schalke gewechselt bin. Ich wusste, ich muss einen anderen Weg einschlagen.“

Ganz so leicht fiel es dem 28-Jährigen aber nicht: „Den Weggang musste ich erst verarbeiten, weil ich an München sehr hänge“, so Badstuber: „Ich habe hier seit meinem 16. Lebensjahr gewohnt, hier wird auch meine Basis bleiben.“ Die Zeit in München radiere er auch deshalb nicht aus, denn: „Es wird mein Verein bleiben, bei dem ich am längsten gespielt habe. Aber ich schlage jetzt eine neue Richtung ein.“ 

Wo es den Defensivspieler hinzieht, ist noch nicht ganz klar. Es liefen Gespräche, es gebe konkrete Angebote, so Badstuber, „aber bisher ist nichts fix“. Er habe aber schon große Vorfreude: „Es kribbelt schon wieder! Die Vorbereitungen gehen los, das heißt, dass der Wechsel ansteht. Jetzt schlage ich meine Zelte woanders auf - nicht unbedingt in Deutschland!“ Die potenziellen neuen Vereine seien allesamt international vertreten, sogar ein Duell mit den Bayern in der Champions League ist denkbar. 

„Ich erwarte gar nichts mehr“

Dass auch einigen Fans des FC Bayern der Umgang mit Badstuber nicht gefallen hat, hat den 28-Jährigen positiv überrascht: „Eine tolle Geste! Meine Beziehung zu den Fans wird immer etwas Besonderes bleiben. Das schätze ich sehr!“ An eine offizielle Verabschiedung seitens des Vereins glaubt er indes nicht mehr: „Da erwarte ich gar nichts mehr“, so der Innenverteidiger. Enttäuscht darüber sei er aber nicht.

Badstuber war in München auch deshalb so beliebt, weil er sich nach seinen zahlreichen Verletzungen immer wieder zurück gekämpft hat. Angetrieben habe ihn dabei die Liebe zum Fußball. „Ich weiß, meine Karriere war eine Berg-und-Tal-Fahrt. Erst steil nach oben, dann waren drei, vier Jahre die Täler dominant.“ Im Fußball sei nicht immer alles schön. Ans Aufhören habe er nach eigener Aussage aber nie gedacht: „Dafür bin ich viel zu jung.“

„Die Verletzungen liegen hinter mir“

Für seine neue Aufgabe fühlt sich der gebürtige Memminger nun bereit: „Sicherlich, ich habe verschieden Arten von Schmerz erfahren.“ Aber: Wovor solle er noch Angst haben? „Ich konnte das zurückliegende Jahr komplett trainieren. Nüchtern betrachtet habe ich (bei Schalke, d. Red.) Spiele gemacht und bin auch deshalb fit.“ Auch bei einer erneuten Verletzung gebe es keinen Plan B: „Ich bin gut drauf, die Verletzungen liegen hinter mir. Und ich mache mir selbst nicht mehr so viel Druck! Ich muss mir nichts mehr beweisen.“

Wohin es geht, das hat Badstuber auch mit seinem langjährigen Teamkollegen Bastian Schweinsteiger besprochen: „Er ist für mich ein wichtiger Ansprechpartner. Er gibt mir gute Ratschläge“, so der 28-Jährige. Ein Wechsel in die USA kommt für ihn aber zu früh: „Basti und ich haben zwar schon geflachst, aber dafür muss er wohl noch ein paar Jahre dort durchhalten.“

WM 2018 in Russland? „Müsste vieles zusammenkommen“

Das Kapitel Nationalmannschaft hat der Innenverteidiger derweil noch nicht abgeschlossen. Offen sei er natürlich, so Badstuber, er sieht aber auch: „Dafür müsste jedoch vieles, vieles zusammenkommen.“ Mit Bundestrainer Joachim Löw stehe er derzeit auch gar nicht in Kontakt. 

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