Badstuber: So war meine Jugendzeit beim FC Bayern

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Holger Badstuber wechselte 2002 von der Jugendabteilung des VfB Stuttgart zum FC Bayern.

München - Vor neun Jahren zog Holger Badstuber von Memmingen ins FCB-Internat. In einem Interview blickt er zurück auf seine Jugendzeit an der Säbener Straße.

Holger Badstuber darf endich wieder Fußball spielen. Nach zwei Kreuzbandrissen und einer schweren Sehnenverletzung im Oberschenkel will er jetzt erneut durchstarten und zu alter Form finden. Seit 2002 ist er beim FC Bayern. Zunächst pendelte er von Memmingen nach München, mit 16 Jahren wechselte er dann ins Jugendinternat des Rekordmeisters. "Das war immerhin die erste Station nach Zuhause für mich - und mit 16 Jahren ein enormer Schritt, hierher zu kommen", erinnert sich der Verteidiger im Interview mit goal.com an seine Anfangsjahre an der Säbener Straße. "Das sind große und wichtige Erinnerungen."

Dennoch war die Situation zu Beginn nicht immer ganz einfach für den 25-Jährigen, denn" ich bin jemand, der aus einer großen Familie kommt", sagt Badstuber. "Daher war es wichtig, dass sie (die Familie, Anm. d. Red.) nicht alzu weit weg waren, mich am Wochenende auch mal besucht haben oder ich an freien Tagen nach Hause fahren konnte."

Schule für das Leben

In seinen zwei Jahren im Jugendinternat des FC Bayern hat der Innenverteidiger viel gelernt. "Sich selbst zu organisieren, in ein neues Umfeld zu kommen, neue soziale Kontakte knüpfen" zählt er auf. "Das ist ungemein wichtig." Auch die ersten Rückschläge lernte er, als Jugendspieler des FC Bayern wegzustecken. "Bei mir gab es diese Abschitte vor allem in der B- und A-Jugend, als es nicht rund lief, als Verletzungen hinzu kamen und man auch mal draußen saß."

Keine leichte Zeit sei dies teilweise gewesen. Und dennoch überwiegen rückblickend die tollen Erlebnisse, die er als Youngster im roten Trikot feiern durfte. "In der A-Jugend (...) standen wir im Finale um die Deutsche Meisterschaft, haben es aber in Leverkusen gegen Bayer verloren. Trotz der Niederlage war das sicherlich ein Highlight, das erste Mal in einem richtigen Statdion vor über 20.000 Zuschauern zu spielen."

Weggefährte Thomas Müller

Einer, der die ganze Zeit mit ihm durchgestanden und den Sprung zu den Profis geschafft hat, ist Thomas Müller. "Wir sind hier beim FC Bayern zusammen groß geworden, haben den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Das verbindet", sagt Badstuber über sein Verhältnis zum WM-Torschützenkönig von 2010. 

Und wie schafft man den Sprung im Haifischbecken FC Bayern München und wird Profi? "Es gilt einfach, dranzubleiben, hart an sich zu arbeiten und speziell die schwierigen Phasen durchzustehen", rät er den Nachwuchsspielern. Und ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu. Sein Förderer war Louis van Gaal, der "derart auf mich gebaut hat".

jb

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