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Ballon d‘Or an Messi statt Lewandowski – Experten schimpfen über Weltfußballer-Wahl

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Von: Manuel Bonke

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Erneut bekommt Lionel Messi den Ballon d‘Or verliehen. Doch für viele Experten hätte stattdessen Bayern-Star Robert Lewandowski zum Weltfußballer gewählt werden müssen.

München – Sie verstehen die (Fußball)-Welt nicht mehr: Zahlreiche Experten haben massive Kritik an der Wahl von Lionel Messi (34) zum Weltfußballer 2021 geäußert. Der argentinische Zauberfuß verwies Bayern-Ausnahmestürmer Robert Lewandowski (33) trotz zahlreicher Tor-Rekorde auf Platz zwei.

Insbesondere der letzte deutsche Weltfußballer, Lothar Matthäus (60), bricht eine Lanze für den polnischen Angreifer: „Ich verstehe die Welt nicht mehr. Bei allem Respekt für Lionel Messi: Keiner hätte es so verdient gehabt wie Lewandowski“, sagte Matthäus bei Sky. „Dass er nicht gewonnen hat, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Ballon d‘Or 2021: Lewandowski hinter Messi Zweiter – Ehefrau Anna baut den Bayern-Star auf

Die liebevollsten Worte erhielt Lewandowski nach seiner Weltfußballer-Watschn von Ehefrau Anna. „Meine Liebe, für mich bist du der Beste. Ich bin immer stolz auf dich!“ Roberts bessere Hälfte gehörte am Montagabend (29. November) ebenso zum Reisetross des FC Bayern wie Vorstandsboss Oliver Kahn (50), Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) und Cheftrainer Julian Nagelsmann (34).

Lionel Messi hält die Ballon d'Or-Trophäe in den Händen
Lionel Messi bekam den Ballon d'Or 2021. © Christophe Ena/dpa

Kahn, im Jahr 2002 selbst Zweitplatzierter bei der Weltfußballerwahl, äußerte zumindest leise Kritik an der Entscheidung. „Neben seiner Ehrung zum Stürmer des Jahres hätte Lewy den Ballon d’Or genauso verdient gehabt, weil er seit Jahren jeden Tag absolut Herausragendes leistet“, schrieb der Bayern-Boss und schloss die Akte Weltfußballer mit den Worten: „Auch ohne den Goldenen Ball ist Lewy im Olymp der Größten des Weltfußballs längst angekommen.“

Ballon d‘Or 2021: Salihamidzic „stolz“ auf Lewy – Fjörtoft kommentiert sarkastisch

Sportvorstand Salihamidzic schlug ähnliche Töne an: „Wir hätten diesen Titel Robert Lewandowski von Herzen gegönnt! Wir sind stolz, diesen Ausnahmespieler in unseren Reihen zu haben.“ Selbst der frischgebackene Weltfußballer erklärte, dass Lewandowski den Titel eigentlich verdient gehabt hätte. Messi schlug vor, Lewy die Auszeichnung für 2020 nachträglich zu verleihen.

Das sarkastischste Fazit zog der norwegische Ex-Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft (54), der twitterte: „Saison 26/27. Lewandowski schoss gerade 63 Tore in einem Jahr. Er entwickelte die effektivste Heilung für Covid. Er gewann die Champions League. Er wurde gerade zweiter polnischer Papst nach Johannes Paul II. Er gewann sensationell mit Polen die Weltmeisterschaft. Messi gewann den Ballon d’Or.“

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