Barca-Kapitän feiert nicht

Iniesta warnt: "Das Ding ist noch nicht durch"

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Das Team jubelt, der Kapitän denkt weiter: Andres Iniesta beim Spiel.

München - Auf den Monitoren im Camp Nou ist ein geknickter Pep Guardiola zu sehen, als Andrés Iniesta vor die Journalisten tritt. Seine Augen wandern immer wieder zu dem Bildschirm, auf dem sein Ex-Coach zu sehen ist. Man kennt sich eben, wie Iniesta erzählt. Zu gut. Das Interview.

Herr Iniesta, ist Ihnen der Einzug ins Finale nach dem 3:0 noch zu nehmen?

Iniesta: Wir haben noch ein Spiel vor der Brust, in dem wir die Dinge genauso gut machen müssen. Wir müssen jetzt weitermachen und dürfen uns nicht ausruhen. Klar, 3:0 ist ein sehr gutes Ergebnis. Das wird aber nicht dazu führen, dass wir uns zurücklehnen – das Ding ist noch nicht durch! Wenn man mal einen nicht so guten Tag erwischt, kann sich das schnell rächen.

Mit einem Messi dürfte das nicht passieren.

Iniesta: Einmal mehr muss ich meinen Hut ziehen. Ein Wahnsinnstor, dazu noch in einem schwierigen Moment der Partie. Er macht Dinge, die einfach aussehen, die aber außer ihm niemand kann.

Was sagen Sie ihm nach so einer Demonstration in der Kabine?

Iniesta: Nichts Spezielles, ich gratuliere ihm einfach. Er ist einzigartig – hoffentlich bleibt er uns so lange erhalten wie möglich.

Also hatte Pep recht: Ist er gut drauf, ist er nicht zu stoppen.

Iniesta: So ist es, ja. Er kann jederzeit Spiele entscheiden oder drehen, daher ist er für uns eine Erfgolsgarantie. Es gibt keine Worte, die ihn beschreiben könnten.

Dennoch war es ein Kraftakt über 90 Minuten, oder?

Iniesta: Durchaus, ja. Wir wussten, dass sie mehr oder weniger mit den gleichen Waffen agieren würden wie wir. Sie wollen den Ball haben, Überzahlspiel kreieren und so dem Gegner wehtun. Dahingehend war es sehr ausgeglichen. Wir haben versucht, in Ballbesitz ein paar Verschnaufoasen zu finden. Alles in allem denke ich aber, dass die Fans ein tolles Spiel mit Angriffen auf beiden Seiten gesehen haben – mit dem besseren Ende für uns zum Glück.

Sind die Bayern das Team, das Ihnen am meisten ähnelt?

Iniesta: Ohne Zweifel! Wir kennen ja ihren Trainer und seine Denkweise ganz gut, deswegen ist das auch nicht verwunderlich.

Haben Sie ihn denn gesehen?

Iniesta: Nein, wir haben uns nicht gesehen. Und bei so einem Ergebnis ist es vielleicht auch besser, wenn jeder auf seiner Seite bleibt.

Haben Sie die Umstellungen von Guardiola während der Partie überrascht?

Iniesta: Nein. Ich denke, dass er damit versucht hat, unseren Druck zu umgehen. Wenn man sich so gut kennt, ist es eben schwer, sich gegenseitig zu überraschen.

2009 holten Sie unter ihm das Triple. Haben Sie gerade ein ähnliches Gefühl wie damals?

Iniesta: Das Gefühl ist sehr gut, das ist nicht zu leugnen. Wir sind nah dran, aber der schmale Grat zwischen dem Triumph und der Enttäuschung liegt jetzt bei einem Spiel.

Aufgezeichnet von: José Carlos Menzel López

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