Nationalspieler über Müller, Hoeneß und Co.

Warum sich Schweinsteiger in Barcelona unwohl fühlt

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Bastian Schweinsteiger.

München - Bastian Schweinsteiger hat in einem ausführlichen Interview über die erfolgreiche WM, seine Entwicklung beim FC Bayern und seine Mitspieler gesprochen. Der Weltmeister ist besonders durch einen Kollegen belustigt.

Zuletzt stand Bastian Schweinsteiger zwei Mal in Folge in der Startelf des FC Bayern. Ein klares Indiz: Der Nationalmannschaftskapitän ist zurück - schon vor der Winterpause! Zum Rückrundenauftakt Ende Januar darf, nach einer kompletten Vorbereitung, wohl wieder mit dem besten Schweinsteiger gerechnet werden. Gut für die Bayern-Fans, gut für den deutschen Fußball!

Trotz der vielen Rückschläge, die der Weltmeister körperlich in den vergangenen Monaten, vor und nach der WM, erleiden musste, hat der 30-Jährige den Spaß am Fußball bei weitem noch nicht verloren. "Klar", antwortete Schweinsteiger im "Focus" auf die Frage, ob er noch Freude am Spiel besitze. "Allein schon, wenn ich Thomas Müller vor mir sehe, muss ich schmunzeln. Wie der sich mit seinen dünnen Haxen und dem Ball immer wieder durch ein paar Gegenspieler durchwurstelt, unorthodoxe Laufwege einschlägt und dann auch noch ein Tor schießt - wenn seine Schienbeinschoner irgendwo hinten an den Waden hängen -, ist das schon köstlich."

Für Schweinsteiger ist demnach jede einzelne Trainingseinheit beim FC Bayern ein Vergnügen, auch wenn er mit Müller so seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. "Ich behaupte, dass es nicht viele Spieler gibt, die seine Wege erahnen und seine Ideen verstehen. Mittlerweile weiß ich aber genau, wie er funktioniert und was er vorhat. Dennoch versucht der Hund, mich auszutricksen. Und wenn er es im Training mal schafft, freut er sich wie ein Schnitzel. Solche Spieler wie Thomas, Arjen Robben oder Franck Ribéry sind für jeden Fußballer ein Traum: Duelle gegen Weltklassespieler. Und das in jedem Training."

Eine kleine Schwäche offenbart Schweinsteiger aber, wenn das Thema FC Barcelona zur Sprache kommt. Selbstkritisch erklärt der Münchner, dass er sich bei Spielen im Camp Nou nicht so besonders wohl fühlt. "Wenn das Spielfeld wie in Barcelona groß und der Gegenspieler schnell ist, dann ist das nicht so eine ideale Kombination für mich", gibt er zu. Dennoch relativiert er: "Was aber viel wichtiger ist: Die Ronaldos und Messis spielen alle nicht gern gegen uns. Weder gegen uns Deutsche noch gegen uns Bayern. Die haben mittlerweile genauso viel Respekt vor uns wie wir vor ihnen."

Auch über den in Haft sitzenden Uli Hoeneß sprach Bastian Schweinsteiger in dem Interview. Nach dem WM-Finale hatte Schweini den Ex-Bayern-Präsidenten in einem Interview vor einem Millionenpublikum gegrüßt und ihm mit den Worten "Ohne ihn stünden wir jetzt wahrscheinlich nicht hier" gedankt. Diese Dankbarkeit verspürt Schweinsteiger noch immer. "Egal, was Uli Hoeneß für den Verein gemacht hat, er hat es mit viel Herz gemacht. Für mich war er da. Er stand, wenn es darauf ankam, wie eine Wand hinter mir."

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