Top-Transfers in der Warteschleife

Schweini-Wechsel: Darum hängt alles von Pogba ab!

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Ex-Bayer Roy Makaay: "Schweinsteiger und van Gaal haben eine gute Beziehung."

München - Der Transfermarkt wirkt wie ein Schachspiel, ein Belauern und Taktieren. Auch der FC Bayern ist involviert. Wie und wann Top-Transfers zustande kommen könnten, verrät ein Insider.

Es wäre der Transferhammer des Jahres: Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger wechselt in diesem Sommer zu Manchester United und seinem alten Trainer Louis van Gaal, im Gegenzug kommt Argentinien-Rakete Angel di Maria per Tauschgeschäft inklusive einiger Bayern-Millionen an die Isar. Die Sportbild berichtet von diesem Szenario, das vor allem durch die Enttäuschung des Co-Kapitäns entsteht – die Enttäuschung über die Haltung seines Herzensvereins. Demnach sollen die Verantwortlichen beim FCB dem Wunsch Schweinsteigers nach einer Vertragsverlängerung bis 2018 nicht zugestimmt haben. Seine Zeit bei Bayern dürfte dadurch mit seinem Vertragsende 2016 ausklingen. Fehlt da jemandem die nötige Wertschätzung?

Bei Manchester United dürfte der Weltmeister diese intensiv spüren. Trainer van Gaal kennt Schweini, der Holländer machte ihn zum Weltklassespieler auf der Sechs. Genau auf dieser Position braucht der ManU-Trainer nun Verstärkung – und nicht nur das! „Es gibt eine entscheidende Veränderung, was die Strategie von United betrifft“, erklärte ein Manchester-Insider der tz. „Früher hat der Klub Spieler verpflichtet, die einen sell-on-value haben, also einen Weiterverkaufswert. Aber van Gaal, der noch zwei Jahre Vertrag hat, will jetzt den Erfolg, deshalb ist auch Sergio Ramos hier im Gespräch, der ist auch schon 29 Jahre alt.“ Bedeutet: ManU ist nicht darauf angewiesen, perspektivisch zu kaufen, in junge, entwicklungsfähige Stars zu investieren. Es geht um den schnellen Erfolg! Auch marketingtechnisch wäre man damit bei Schweinsteiger an einer guten Adresse. Der Weltmeister hat rund um den Globus einen großen Namen, seine Beziehung zum Tennis-Star Ana Ivanovic und die Präsenz in den Gesellschaftsressorts der Zeitungen und Zeitschriften ist nicht gerade hinderlich.

In der Theorie bahnt sich da also etwas an, in der Praxis tut sich noch lange nichts bei den ganz dicken Fischen im weltweiten Transferbecken. Am aufregendsten war da noch die Meldung über den Wechsel von Roberto Firmino nach Liverpool. Doch auch das ist eigentlich kaum noch ein Hingucker. „Wir haben alle kurz geschluckt, vielleicht weil die TSG Hoffenheim daran beteiligt ist. Aber sind wir ehrlich: Ein junger, brasilianischer Angreifer geht für 41 Millionen Euro nach England – das ist doch heute ein normaler Transfer“, sagt ein international renommierter Berater der tz. Für ihn kommt erst Bewegung in der Transfermarkt, wenn ein einziger großer Stein ins Rollen kommt.

Paul Pogba.

„Dieser Stein heißt Pogba. Es geht nur um ihn in diesem Jahr. Das ist ein Transfer in der Region 100 Millionen und mehr. Erst wenn er wechselt, dann ziehen die anderen nach.“ Angeblich jagen alle europäischen Topklubs den Mittelfeldstar von Juventus Turin. Sein Wechsel bedeutet Zugzwang für alle, die ihn nicht bekommen – und frisches Kapital auf dem Markt. Allerdings sind alle Klubs mehr denn je darauf bedacht, die Regeln einzuhalten. „Financial Fairplay hinterlässt Spuren. Die Vereine sind vorsichtig. Barcelona darf nicht einkaufen, andere warten ab. Es läuft schleppend in diesem Sommer, und die Engländer warten ohnehin bis tief in den August. Ein zähes Spiel.“

Auch bei Schweini und di Maria. Allein bei den Verhandlungen würden gleich mehrere, gewiefte Strategen an einem Tisch sitzen. Aus England, Südamerika und Deutschland. An ein schnelles Wechselspiel ist nicht zu denken.

mic, bb

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